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8 (1889) Weitere Entwickelungen in Reich, Staat und Kirche 1875 - 1877
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Eine Budgetrede; zur Steuerreform.

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Streitigkeiten eben nicht dazu, zu erwägen, wie sitzt derschwere Steuerrock dem Volke am bequemsten, oder viel-mehr, wie läßt er sich am bequemsten tragen; denn ganzbequem sitzt der Steuerrock niemals! es ist immer besser,man hat keinen. (Heiterkeit.)

Nun bin ich außer stände gewesen, auch selbst,wenn ich ganz gesund wäre, würde ich außer stände sein, bis jetzt die Friktion zu überwinden, die sich außer-halb dieses Hauses der Verständigung über den Entwurfeiner Steuerreform entgegenstellt. Ich glaube. Sie unter-schätzen überhaupt die Friktionen, unter denen ein Ministerzu arbeiten hat, bevor er vor Sie treten kann und daserste Wort spricht. Ich weiß etwas davon, denn meine,wie ich glaube, ursprünglich kräftige Konstitution istdabei zu Grunde gegangen; meine Arbeitskraft ist zumgroßen Teil aufgebraucht. Ich müßte, wenn ich meinerPflicht halbwegs genügen wollte, zehn bis fünfzehn Stundentäglich arbeiten können. Das habe ich lange Zeit gethan;aber die Länge hat die Last, und jede Natur, sie magnoch so kräftig, noch so arbeitslustig sein, wird dabeiaufgerieben, und namentlich die Herren, die einen sogroßen Anteil an dem unnützen Verbrauch ministeriellerKraft haben, sollten einem doch Mangel an Arbeitslustund Rücksichtslosigkeit nicht gerade vorwerfen. (Heiterkeit.)

Nun ich erkläre also, daß wir vorderhand innerhalbdes Reichskanzleramts und in den Behörden mit Zuziehungder preußischen Behörden, die uns ihren Beistand leihen,damit beschäftigt sind, eine Steuerreform vorzubereiten,daß ich die Hoffnung habe, daß Sie, und zwar in demvon dem Herrn Abgeordneten Richter getadelten Sinne,bei einer Verstärkung der indirekten Steuernuns zur Seite stehen werden (Bravo! rechts. Aha! links).