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8 (1889) Weitere Entwickelungen in Reich, Staat und Kirche 1875 - 1877
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182 Die Frühjahrssession des Reichstages von 1877.

entgegengetreten, welchen auch der Herr Vorredner vor-hin wiederholt hat: wir wollen keine Steuervermehrung,wir wollen eine Steuerreform.

Nun, meine Herren, diesen Satz unterschreibe ichvon ganzem Herzen und kämpfe dafür, so viel meineGesundheit und geringe Arbeitskraft, die mir nach einemmühevollen Leben geblieben ist, es mir gestattet. Aberes gibt auch noch andre Leute außer dem Herrn Vor-redner, deren Einwilligung ich dazu gewinnen muß,namentlich wenn ich deren thätige Mitwirkung dazuhaben will. Ich allein kann dergleichen nicht machenund ausarbeiten, und außerdem brauche ich die ver-fassungsmäßige und gesetzmäßige Zustimmung andrerFaktoren. Nur weil ich das Reich und die verbündetenRegierungen außer stände sehe, jetzt in diesem AugenblickIhnen einen vollern Reformplan für unsre Zoll- undSteuereinrichtungen vorzulegen, habe ich zu dem natür-lichen Auskunftsmittel der Matrikularumlagen gegriffen.Infolgedessen hat man uns heute, seitdem ich hier bin undehe ich hier war, vorgeworfen, wir hätten einen Mangelan Initiative bewiesen und daraus den weiteren Schlußgezogen, daß die Verantwortlichkeit nicht richtig organi-siert wäre.

Die Herren Redner haben sich dabei auf den Geistdes konstitutionellen Systems bezogen. Nun, meine Herren,mit so unbestimmten Größen habe ich nicht viel zu thun,ich betrachte sie als untergeordnet den ganz positivenBestimmungen der Verfassung, unter der wir leben. Wennich mich in einer schwierigen politischen Lage befinde, sosehe ich zuerst die Reichsverfassung an, was sie mich an-weist zu thun, und wenn ich an deren Hand mich bewege,glaube ich, mich immer auf sicherem Wege zu befinden.