180 Die Frühjahrssession des Reichstages von 1877.
maßen. Interna der Verwaltung hier klarzulegen, weilich die Gefahren noch nicht beseitigt sehe, die sich daranknüpfen. Das nötigt mich zu meinem Bedauern, diesesdamalige Verhältnis hier vorzutragen, wie es ist, umzu erklären, daß ich nicht glaube, daß sich solche Vor-gänge wiederholen werden.
Der Herr Abgeordnete hat uns zur Deckung aufunsre Bestände, auf unser Kapitalvermögen verwiesenund empfiehlt uns, das aus allen Ecken zusammenzu-kratzen und davon zu leben, nicht aber für dauernde Aus-gaben, die sich wiederholen, dauernde Deckungsmittel zubeschaffen, sondern die Beschaffung dauernder Deckungs-mittel aufzuschieben, bis wir unser Besitztum an Kapi-talien aufgezehrt haben. Ich begreife eigentlich nicht,warum er dabei stehen bleibt, die Bestände, die eisernenund die andern, und zunächst den Reichsinvalidenfonds,zu diesem Experiment zu empfehlen. Man kann ja auchnoch sehr viel weiter gehen. Wir werden einige Zeitlang gar keine Matrikularumlagen brauchen, wenn wirdie Staatseisenbahnen zunächst, also von seiten des Reichsdie Reichseisenbahnen, unter den Hammer bringen unddiesen Kapitalsbestand, der uns wohl nicht so viel ein-bringt, wie er Privatleuten einbringen würde, veräußern,wenn wir demnächst den Staaten anheimstellen, diesenWeg weiter zu gehen, ihre Domänen zu verkaufen, ihreForsten zu verkaufen, ihre Betriebsfonds, wie der HerrAbgeordnete es empfiehlt, aufzuzehren (sehr richtig!), kurzund gut, das ganze Nationalvermögen, das wir besitzenund zum Teil durch Gesetz gegründet haben, budgetmäßigaufbrauchen, wie ein Verschwender, der vom Kapitale lebtund sagt: ich werde nachher mit Bewilligungsanträgenkommen, wenn ich nichts mehr habe. Ich glaube, daß.