Die russische Zollpolitik und die orientalische Frage. 161
unnütze Händel, in ein Zerwürfnis mit einem seit mehrerenJahrhunderten treu wohlwollenden Nachbarn nicht bringenwollte, schließlich ihre Früchte und Nutzen getragen. Ichbin aber gar nicht des Glaubens, daß man uns jetztgleiche Zumutungen machen werde; bis jetzt sind sie unsvon keiner Seite gemacht worden. Im Gegenteil, unsreallen gegenüber wohlwollende freundschaftliche Stellung,allen diesen dreien gegenüber, ist von jeder einzelnen ge-würdigt worden. Man hat dieselbe natürlich gefunden,uns mit jeder unbilligen Zumutung verschont, im Gegen-teil, man weiß die Nützlichkeit dieser unsrer Stellung zuschätzen; denn wir allein haben die Möglichkeit, unbetei-ligt zu vermitteln nach einer Richtung hin, die entwederden Krieg verhindert, oder, wenn das sich in der Zukunftnicht als möglich erweisen sollte, wie wir bisher dochnoch die Hoffnung haben, — wenn er nicht verhindertwird, daß unsre Stellung wenigstens die Mittel dazubieten kann, ihn einzuschränken oder, wie der Kunstaus-druck ist, ihn zu lokalisieren, seine weitere Verbreitungzu verhindern, zu hindern, daß aus dem orientalischenKriege ein europäischer werde, sondern ein Krieg zwischenzwei Mächten bleibe.
Also selbst wenn, wie ich schon erwähnte, die Kon-ferenz scheitern sollte, sei es, daß die Mächte unter sichsich nicht einigen, sei es, daß sie über das, worüber siesich geeinigt, eine Zustimmung der Türkei nicht erlangen,wenn infolgedessen Rußland auf eigne Hand verfahrensollte, so ist es deshalb noch nicht notwendig, daß dieserKrieg weitere Teilnahme finde; wenigstens wird unserBestreben dahin gerichtet sein, soweit freundschaftlicheund beiden Teilen annehmbare Vermittelung das vermag,zu versuchen, daß wir das Weitergreifen des Krieges
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