56 Die Reichstagssession von 1875—76.
Ich fühle mich danach verpflichtet, Ihnen darzulegen,wie die Schäden, denen wir abhelfen wollten, sich ausder ministeriellen Perspektive darstellen, und warum wirAbhilfe erstreben. Vielleicht finden wir dabei auch Mittel,die zur Abhilfe dieser Schäden außerhalb dieses Saalesdienen können, und die anzuwenden jeder von uns inder Lage ist, ohne daß es dazu eines Aktes der Gesetz-gebung bedarf.
Es handelt sich um verschiedene Mißbräuche undverschiedene Vergehen, die durch die Presse begangenwerden können. Im wesentlichen kommt es mir augen-blicklich darauf an, die Schäden näher zu berühren, diedurch Verbreitung erdichteter und entstellter Thatsachenunsrem Gemeinwesen zugefügt werden. Ich erwähne inerster Linie dabei die auswärtigen Verhältnisse, die Ent-stellung der Sachlage in Bezug auf Krieg und Frieden.Lassen Sie mich mit kurzen Worten die Kriegslügennennen, die seit zwölf Jahren, ja seit länger, die ängst-lichen Gemüter verwirrt und nicht unwesentlich dazu bei-getragen haben, daß die Geschäfte so darniederliegen, wiees der Fall ist, - nicht weil durch solche ZeitungsartikelKrieg wirklich herbeigeführt wird, sondern weil die Leicht-gläubigkeit der Leser und die Furcht derer, die verlierenkönnten, so groß ist, daß sie daran glauben, und daßdiese permanente Kriegslüge auf das Geschäftsleben wesent-lichen Eindruck macht.
Wie alt diese Lüge ist, ist mir zufällig an einemBlatte ausgefallen, — es ist das ein belgisches Blatt,das im Jahre 1863 erschienen ist. Da wird gesagt:
„Ou so ckit ä l'orsille ä Lorlin gua l'tüvsr clö1863 vsrra äolors uns nouvslls guackrupls-alliaucs.Im?ru886, tu IranLS, l'Italis et 1a Luöcke en ssraisnt