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Bd. 13 (1879) Metternich - Ostindien
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sterreich-Ungarn (Gesch.).

westliche HauSrnckvicrtcl, Krain, Görz, Triest, den der Deutschen gegenüber den Slaven nicht ungefähr-Villachcr Kreis, Kroatien, Istrien, Räzüns, die böh- !det schien. Eine strenge Zolllinie schied Österreich vommischen Enclaven in Sachsen, WGalizien, einen Theil Auslande n. in Österreich waltete die Ccnsnr in vollervon OGalizien und Krakau, den Tarnopoler Kreis/Strenge: jede freie Regung wurde unterbunden,einen Theil von Wieliczka), mit 3.^ Will. Ew. an jedem freien Worte der Paß verweigert. Daher be°Bayern, Frankreich, Italien, das Großherzogthum' kämpfte Österreich 1819 auf dem Congreß zu Karls-Warschau n. Rußland abtrcteu u. dazu an Kriegs->bad Alles, was es für antimonarchisch und revo-contribution 85 Mill. Frcs. zahlen mußte. Österreich lntionär ausah, u. wirkte den geheimen Verbindungen

war jetzt vom Meere abgeschnitten u. blutete unterdem Coutinentalsysteme; die Industrie lag darnieder.Die Schulden waren fast verdoppelt n. das Papier-geld (Banknoten) allein auf 1060 Mill. Gulden an-gewachscn u. es galt kaum noch 8 Proc. seines Nenn-werthes. Am 20. Febr. 1811 ersetzte man die Band

mit allen Mitteln entgegen. Gleichen Geist bewieses in den Bundestagsverhandlungen. Auch gegennicht deutsche Staaten führte es Ähnliches durch.Diese Gesinnung zeigte es auf dem Congreß zuAachen (1818), nicht weniger führte es auf dem zuTroppau (1820), zu Laibach (1821) u. zu Verona

notenzwardurchdieEinlösnngsscheine, die den fünften (1822) das Hauptwort über die Revolutionen inTheil ihres Nominalwerthes galten, doch verloren Neapel, Piemont, Spanien n. Griechenland, trat beisie gleich von diesem neuen Nennwerthe beträchtlich, j ersteren beiden selbst thätig auf, indem es durch seineFranz bemühte sich nun, die Wunden des Krieges s Truppen Neapel u. Piemont 1821 fast ohne Schwert-zu heilen u. das Übriggebliebene zu einem Ganzen ^ streich besetzen, die Unruhen u. bes. den CarbonariS-zu vereinigen; die größten Ersparnisse im Staats- ^ mus in Italien durch Strenge unterdrücken und dieHaushalt wurden eingefllhrt, der Geldnoth auf alle lasten Herrscher befestigen ließ, u. war wegen seinererdenkliche Weise zu steuern gesucht, doch gelang dies Freundschaft mit der Pforte Ursache, daß die Groß-sehr ungenügend, da die Finanzen in grauenhafter, machte Europas die Griechische Revolution anfangsZerrüttung waren. Die äußeren Verhältnisse Oster- hemmten, u. Mitursache, daß Frankreich die Revo-reichs schienen sich 1810 durch die Vcrhcirathnng der/utioninSpanien mit gcwaffneter Hand 1823 unter-Erzherzogin Marie Luise, der Tochter des Kaisers, drückte; die endliche Pacification Griechenlands seitmit Napoleon besser zu gestalten, u. Österreich stellte 1827 durch die Seemächte England, Frankreich und

infolge des Bündnisses vom 14. März 1812 für Na-poleon bei dessen Invasion in Rußland ein Anxiliar-corps von 36,000 Mann. Nach der Vernichtung desfranzösischen Heeres u. dessen Rückzug über die Elbeim April 1813 zog Österreich das Auxiliarcorps hinterseine Grenzen u. nahm nach den Schlachten beiLlltzenn. Bantzen alsFricden vermittelnde Macht eine impo-uirende Stellung ein. Da sich Napoleon aufdem Con-greß zu Prag nicht znmFrieden bewegen ließ, erklärteKaiserFranz 12.Aug. 1813anNapoleondenKriegn.schloß 9.Sept. 1813 in Teplitz ein Biindniß mit Eng-land, Rußland, Preußen n. Schweden. (L>. DeutscheBefreiungskriege, S.131 ff.). Franz I. hatte das Heerbegleitetu.warAufangApril 1814 mitinParis einge-zogen. Dort kam dann, nach Napoleons Abdankung zuFontainebleau, mit der bourbonischen Regierung 30.Mai der Friede von Paris zu Stande, durch welchenÖsterreich seine in Italien verlorenen Länder wiedererhielt, welche zu dem Lombardisch-venetianischen Kö-nigreiche vereinigt wurden, ebenso die früher abge-tretenen Erbländcr nebst Dalmatien; auch wurde inToscana der Großherzog ans dem Hause Österreichwieder eingesetzt. Im Wiener Congresse erhieltÖsterreich den 1809 abgetretenen Theil von OGa-lizien mit Wieliczka von Rußland zurück; für diebelgischen Niederlande empfing es Venedig. VonBayern erhielt es durch besondere Verträge Tirol,Vorarlberg, Salzburg, das Inn- u. Hausruckviertelzurück, llm 1815 besaß es nun 12,150 UM. Durchdie Bnndcsacte vom 8. Juni 1815 erlangte Öster-reich , welches nun glücklichst arrondirt war, dasPräsidium beim Deutschen Bundestage.

Seit 1809 stand Fürst Metternich als Staatskanzleru. erster Minister an Österreichs Spitze. MetternichsStaatslehre, auf die ganz Europa schwören sollte,war das Princip der Stabilität in den äußerstenConsequenzen, um dadurch den Ideen der Revolutionden Garaus zu machen u. in dem vielköpfigen Reicheden Frieden zu wahren, der durch die kleine Zahl

Rußland hinderte es zwar nicht, begünstigte sie abereben so wenig. 1828 kam Österreich in Händel mitMarokko, die jedoch 1830 durch den Frieden zu Gi-braltar geendigt wurden. Die Unruhen von 1830,durch die Julircvolution in Paris veranlaßt, berühr-ten Österreichs deutsche Staaten nicht, aber in Italienkam es zu unruhigen Auftritten, u. Franz I. sah sichgenöthigt, die Armee dort zu verstärken, so wie auch40,000 M. an Polens Grenze aufzustellen. Der inItalien commandirende General Frimont erhieltBe-fehl, allen Requisitionen italienischer Fürsten gemäßzu handeln, ».Österreicher rückten 1831 nachParma,Modena und dem Kirchenstaat, um die dort ausge-brochenen Unruhen zu ersticken. Auch gegen dieSchweiz wurde in Tirol und Vorarlberg eine Armeevon 50,000 M. aufgestellt. Die geringen Zeichenvon Unruhen aber, welche auf österreichischem Ge-biete in Italien stattfanden, wurden wieder wie 1821durch konsequente Strenge vor dem Ansbruch unter-drückt. Einige dcraufgestelltenHecre, bes. das italie-nische, blieben bis 1836 zusammen. Gegendie Polenbenahm sich Österreich 1831 sehr mild, u. Viele fan-den, als die Jnsurrcction geendet war, hier ein Asyl.

Am 2. März 1835 st. Kaiser Franz I. u. sein älte-ster Sohn, Ferdinand I., folgte ihm. Getreu derWeisung seines Vaters, den Fürsten Metternich alsseinen besten Freund u. erprobtesten Diener zu be-trachten, behielt er, den Mangel der Talente zu re-gieren selbst erkennend, vollständig dessen System beiu. befestigte auch den politischen Bund mit Rußlandu. Preußen. Im Sinne der Legitimität operirend,nahm die österreichische Flotte unter Bandiera 1840an der Bezwingung Beiruts, St. Jeans d'Acre undanderer Punkte der syrischen Küste thätig Theil undzwang mit den anderen Flotten die Ägypter, Syrienzu räumen, worauf sich der Vicekönig dem Großsul-tan unterwarf. Treu ihrem conservativen Charakterim Politischen, ließ sich die österreichische Regierungauch ferner zu keinen tief eingreifenden Veränder-