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Bd. 13 (1879) Metternich - Ostindien
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k

Österreich-Ungarn (Gcogr., Vers.).

Staatsausgaben

darunter

Civilliste ....Ministerien re. . . .

Staatsschuld . . . .

Anthcil an den gemeins. Ausg.

40556S174 LS6602V4L

4SS0000 4S50Ü0V

214S2US17 121S77S4I

1077Ög1Sg 78S76Ü40

78SS0798 3I407S61

Deficits 28SS16S7 LS445SS7

Daneben hat Kroatien-Slawonien ein besonderesBudget, das 1875 mit 3,159,395 Fl. Einnahme u.3,107,65V Fl. Ausgabe abschloß. Die Staatsschuldder österr. Kronländer belief sich 1. Jan. 1877 ans3036,551,269 Fl.,diejenigederUngar.Läuder(1874)auf 548,415,012 Fl., welcher Summe jedoch einStaatsvermögen von ca. 792,600,000 Fl. gegen-überstand. Außerdem bestand 1. Januar 1877 einegemeinsame schwebende Schuld von41i,999,175Fl.

Kriegsmacht. 1) Die Landmachtbesteht ausdrei verschiedenen Elementen, dem stehenden Heer,der österr. Landwehr u. der ungar. Landwehr (Hon-ved). Jeder wehrfähige Staatsbürger ist vom 20.Lebensjahre andienstpflichtig,Freiwilligewerdenvom17. Jahr an zugelassen. Dauer der Dienstzeit 12Jahre, davon 3 in der Linie, 7 in der Reserve und2 in der Landwehr. Die Effektivstärke der Armee u.der Marine im Kriege ist laut Gesetz vom 5. Dec.1868 auf 800,000 Mann Linientruppen festgestellt,hiervon stellen die Kronländer 457,012, die nngar.Länder 342,988 M.; das jährliche Ersatzcontingentbeträgt 95,474 M., davon 54,541 aus den Kronlän-dern, 40,933 aus Ungarn. Das Infanterie-Regi-mentbesteht aus 5 Feldbataillonen (ä 4 Compagnien),wovon 3 das Linien-Jnf.-Ngt., die zwei übrigen dasReservecommando bilden. Das tiroler Jägsr-Rgt.hat 7 Feldbataillone, 7 Reservecompagnien u. 1 Er-gänzungsbataillons-Cadre; ein Jägcrbataillon, 4Feld- u. 1 Reservccomp.- und 1 Ergänznugscomp.-Cadre; ein Cavalerieregt., 2 Divisionen zu je 3 Es-cadrous und 1 Ergäuzuugsescadr.-Cadre; ein Feld-Artillerieregt., 4 Battcrievivisionen od. 13 Batterienü 4 Geschützen, 1 Ergänzuugsdepot-Cadren. 3 Mu-mtionscolonnen-Cadres; ein Festungs-Artillerieba-taillon, 5 Comp, (wovon 1 iin Cadreetat) u. 5 Ge-birgsbatterien; einGenicregt.,5 Feldbat. ä4 Comp.,8 Reservecomp. u. 1 Ergänznngsbataillons-Cadre;ein Piouisrregt., 5 Felübat. zu 4 Comp., 1 ReserveComp.-Cadre, 1 Zengreserve- u. 1 Pionierdetache-ment, das mit den 5 Minenrdetachements des Genie5 Feld-Eiscnbahnabth. bildet. Die Sanitätstruppezerfällt in 23 Sauitätsabth., welche mit dem Gar-nisonsspitälern vereinigt sind. Außer dem Arsenalin Wien bestehen 23 Artillerie-Zeugdepots rc. AnBildungsaustalten sind vorhanden: 2 Militärakade-mien mit 3 Militärrealschulen als Vorbereitungs-anstalten, 1 Kriegsschule für den Generalstab mit 2Vorbereitungscursen, 1 höhere Artillerie-, Genie- u.derJntendanzcursus, 18 Cade.ttenschulen rc. BondenLandwehrenhatdie k.k. Landwehr «ZLandwehrcom-manden, welche mitdenGeneral-u.Militärcomman-den derbetr. Reichstheile vereinigtsind. Diek. nngar.Landwehr hat 7 Laudwehrdistrictscommanden, 14Brigadecommanden zu je 2 Halbbrigaden. Es gibtauch Landwehrcavalerie. Das stehende Heer istzusammeugesetztaus 80 Jnf.-Rgter., 141,440 Mannund 6880 Offiziere, 1 Tiroler-Jägerregt., 3612 M.,151 Off., 33 Feldjägerbate., 16,995 M., 693 Off.,4l Cavalerieregtr., 42,271 M., 1722 Off., 13 Feld-Artillerieregtr., 169 Batterien, 20,223 M., 1066

Off., 12Festungsartilleriebate., 7110 M., 356 Off.,2 Genieregtr., 5484 M., 244 Off., 1 Pionierregt.,2922 M., 129 Off., Militär-Fuhrwesen 2305 M.,206 Off., Sanitätstruppe2494 M., 69Off., Hceres-anstalten 9929 M., 1451 Off., Garden 540 M.,116 Off., Behörden, Stäbe rc., 1787 M., 1622 Off.Dazu kommen die Cadres der k. k. Landwehr mit1999 M. und 572 Off., diejenigen der Ungar. Land-wehr mit 7318 M. und 461 Off., endlich dieSicher-hcitstruppen 8808 M. n. die Gestüte mit 5095 M.und 148 Off. Alles in Allem 280,332 M., 15,886Off., 174 Batterien u. 49,391 Pferde. Die Kriegs-macht zählte 1877 einschließlich der Land-wehren 1,021,692 M., 29,729 Off., 179,054Pferde und 1628 Geschütze. Die Einheiten für dieArmee im Felde bilden die Infanterie-Division unddie Cavalerie-Div. Elftere besteht aus dem Stabe,2 Jnf.-Brigaden (ä 2 Jnf.-Negtr. u. 1 Jägerbat.),

1 Batteriediv. (24 Geschütze) der Divisions-Cavalerie(24 Esc.), 1 Geuiecomp. rc. Die Cavaleriediv.zählt23Brigaden,2reitendeBatterien(12Gesch.)rc.Je 3 Jnfant.-Divisionen bilden 1 Armeecorps, derenetatsmäßig 13 aufgestellt werden. Festungen:Die Gruppiruug der österr. Festungen läßt einen ein-heitlichen Plan zur Landesvcrtheidigung nicht erken-nen. Nach 1866 wurde ein Plan zur systematischenBefestigung der jetzigen Landesgrenzen ausgearbeitet, zu dessen Durchführung indessen bisher die er-forderlichen Gelder fehlten. Die hauptsächlichstenFestungen sind in Böhmen: Theresienstadt, Köuig-grätz n. Josephstadt; in Mähren: Olmütz; in Gali-cien: Krakau u. Przemyl; in Siebenbürgen: Karls-burg u. Kronstadt; in Ungarn: Komorn, Arad, Te-mesvar; in Slawonien: Petcrwardein, Eszek,Brod,Karlstadt; in Dalmatien: Cattaro, Ragusa, Zara; inIstrien: Pola n. Triest. Die Grenze gegen Italien,Schweiz u. Bayern deckt eine Anzahl von Sperr-forts u. Paßbefestigungen wie Gradiska, Malborg-hetto, Finstermünz,Kufstein. Die Brennerbahn wirddurch die Franzeusfeste u. Forts bei Trient gesperrt.Endlich werden in vielen der größeren offenen Städtedie alten Citadellen erhalten, so in Brünn, Lemberg,Graz, Linz, Salzburg rc. Auch sind noch die 1866zur Deckung von Wien auf dem linken Donanuferangelegten Florisdvrfer Schanzen zu erwähnen. 2)Seemacht. Der Efsectivbestand der österr.-ungar.Kriegsflotte zählte Mitte 1877 59 Fahrzeuge von105)890 Tonnen Gehalt mit 324 Geschützen n. 9970Köpfen Bemannung. Darunterbefandensich 11 Pan-zer von 56,320 T. mit 158 Geschützen u. 5324Mann,

2 Douaumouitors mit 4Gesch., 31 Dampfer mit144Geschützen rc. Hanptkriegshafen ist Pola; in Trieststeht ein See-Bezirkscommando. An Bildnngsan-stalten bestehen: eine Marine-Akademie, das Hydo-graphische Amt, das Marinc-Arscnal, eine Schiffs-jungen- und eine Maschineujnngeuschule rc.

Die Staatsverfassung O.-U-sist eine re-präsentativ - monarchische. Staatsob er-h aup t der gesammten Monarchie ist der Kaiser (ge-genwärtig Franz Joseph I. seit 2. Dec. 1848) mitdem Titel Kaiser von Österreich, König von Böhmen,Dalmatien, Kroatien, Slawonien, Galizien, Lodomerien u. Jllyrien, u. Apostolischer König von Un-garn rc. Prädicat des Kaisers ist: Kaiserlich-König-liche Apostolische Majestät, der Titel für das Reich:Österreich-Ungarische Monarchie. Die Person dev

Picrers 6. Aufl. XIII. Band,

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