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Bd. 13 (1879) Metternich - Ostindien
Entstehung
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797
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Österreich-Ungarn (Gcogr.). 797

länder, 6,g °/» auf Niederösterreich, 5 auf Süd-tirol, 4,z °/v auf Steiermark, 4 °/ auf Dalmatien,3,s °/o auf Mähren, 2 auf das Küstenland, 1auf Krain, 0,2 "/« auf Böhmen rc. Der Obstbausteht, obwol der Ertrag ein bedeutender ist, noch aufkeiner hohen Stufe, indessen wird in neuester Zeitfür die Hebung desselben manches gethan. Der Er-trag an Obst wird auf durchschnittlich 35 Mill. Irljährlich geschätzt. Das obstreichste Land ist Mähren.Große Mengen Obst werden jährlich in frischem od.gedörrtem Zustande ausgefllhrt. Nicht unbedeutendist in den südl...Ländern (Dalmatien, Küstenland rc.)die Zahl der Ölbäume, die durchschnittlich jährlicheinen Ertrag von 127,000 Ctr. Öel liefern. DieZahl der Maulbeerbäume, die in neuerer Zeit häu-figer angepflanzt werden, beträgt ca. 4 Mill. DerReichthum an Waldungen ist sehr groß (daher Aus-fuhr an Holz), dieselben sind indessen sehr ungleich-mäßigvertheilt. Der Waldbestand beträgtvom Areal:in Salzburg 54 "/, in Kärnten 43"/», in Steiermark47 "/v, in der Bukowina 45,g "/, in Krain 42,^ "/«,in Siebenbürgen 37,^ "/g, in Kroatien 37 "/>,, inOberösterreich 33 °/, in Niederösterreich 32,2 "/, inBöhmen 28,g °/o, in Tirol 28 "/, inMähren 26 "/«,im Küstenlande 25,? °/o, in Galizien 25,^"/», in Un-garn 22,§ "/<> u. in Dalmatien 21,s "/. Neben demErträgniß anHolz sind auch dieNebennutzungsn derWälder von Wichtigkeit; sie liefern Eicheln (zumMästen der Schweine), Knoppern, Galläpfel, Ger-berlohe, Holzkohle, Pech, Theer, Terpentin, Pott-asche rc. Die Forstcultur steht in den ineisten Kron-ländern noch auf einer niederen Stufe. Nur etwa14 sämmtlicher Waldungen sind Eigenthum desStaates; er besitzt jedoch über alle übrigen Forstendas Obereigenthumsrecht, indem ohne seine Zustim-mung kein einmal mit Wald bestandenes Grundstückzu einer andern Cultur verwendet werden darf.

Die Viehzucht, für die in Ö.-U. sehr günstigeVorbedingungengegebensind, genügt gleichwolnichtdem inneren Bedarf. In einzelnen Gebieten, na-mentlich in den Alpenländern n. dem Niedcrungari-schen Tieflande, befindet sie sich in hoher Blüthe, inanderen Landstrichen dagegen ist sie gänzlich vernach-lässigt. Nach der letzten Viehzählung von 1869 be-trug der Viehstand in Ö.-U.: 3,569,434 Pferde(davon kommen 61 "/ auf die Länder der Ungar.Krone), 12,704,405 StückRindvieh (42°/» kommenauf Ungarn), 20,103,395 Schafe (75 °/o kommenaus Ungarn), 1,552,055 Ziegen (37 °/ kommen aufUngarn), 6,994,752 Schweine (62 "/o kommen ausUngarn) und 76,816 Esel und Maulthiere (44kommen auf Ungarn). In Bezug auf die Pferde-zucht nehmen Ungarn u. Siebenbürgen unter allenKronländern den ersten Rang ein; in elfterem Landewerdenvorwiegend kleine ».ausdauernde,in letzteremschöne Thiere, ferner in Nieder- und Oberösterreich,Salzburg, Pferde schwerer (norischer) Race gezüchtet.Von der Zahl der Maulthiere u. Maulesel entfallenauf Dalmatien allein 45 °/» u. auf Südtirol u. dasKüstenland 30"/», von der der Esel auf elfteres Land28 °/v u. auf die beiden letzteren Länder 21 °/. DieRindviehzucht weist fast nur in den Alpenländern,wo sie durch die Sennenwirthschaft begünstigt wird,schöne Racen auf. Die Schafzucht dagegen erfreutsich einer vorzüglichen Pflege und hat in einzelnenLändern wie Mähren, Schlesien, Böhmen, Nieder-

österreich einen hohen Grad der Vollkommenheit er-reicht; in einigen dieser Länder überwiegt sogar dieZucht edler Schafe die der gewöhnlichen. Die Zie-genzucht ist namentlich in Dalmatien (29 °/o) undSüdtirol verbreitet; von großer Bedeutung ist dieSchweinezucht. Die erzeugte Kuh- u. Ziegenmilchwird größtentheils zur Gewinnung von Butter undKäse (zusammen etwa 5 Mill. Ctr.) verwendet. DieSchafwollproduction beträgt durchschnittlich jährlichwenigstens 600,000 Ctr. Die Bienenzucht (die Zahlder Bienenstöcke wird auf mehr als 1 Mill. geschätzt)liefert etwa 282,000 Ctr. Honig und 63,000 Ctr.Wachs, die Seidenzucht über 30,000 Ctr. Cocons(in Südtirol allein 20,000 Ctr.). Nicht unbedeutendsind die Erträgnisse der Jagd u. Fischerei. Die Fluß-fischerei ist am ansehnlichsten in Ungarn, die Teich-fischerei in Böhmen; die Seefischerei beschäftigte1872: 1874 Fischerboote mit 5433 Tonnen Gehaltu. 7017 Personen.

Bergbau, Hüttenwesen n.Jndustrie. DieProducte des Bergbaues sind mannigfaltig. DerGesammtwerth derselben wird nach dem statistischenJahrbuche des K. K. Ackerbau-Ministeriums für1876 zu stark 125 Mill. 21 veranschlagt, wovon aufSteinkohlen ungefähr 37 Mill., auf Braunkohlen29,g Mill., auf Eisenerze stark 4 Mill., auf Silber-erze circa 5 Mill., auf Quecksilbererze 2,2 Mill. u.auf Salz 32,2 Mill. LI kommen. Die Zahl der inden Berg- u. Salzwerken beschäftigten Arbeiter be-trägt 90,674, darunter 10,941 Frauen u. Kinder.

Der gesammte Productionswerth des Hütten -betriebs wird nach oben angeführter Quelle für1876 auf circa 47,g Mill. 21 veranschlagt, wovonauf Roheisen allein stark 30 Mill. 21, Zink 1,g Mill.,Blei 2,2 Mill., Silber 4,7 Mill., Quecksilber circa2,2 Mill. 21 kommen. Die Hüttenwerke lieferten1876: 5,460,916 Ctr. Roheisen (in 73 Werken),79,582 Ctr. Zink, 85,820 Ctr. Blei, 64,754 Ctr.Glätte, 8838 Ctr. Kupfer, 50,331,Pfd. Silber,27.EPsd.Gold, 750,704Pfd.Quecksilber, 44,200Pfd. Nickel, 4148 Ctr. Zinn, 2892 Ctr. Antimon,6940 Ctr. Schwefel, 29,300 Ctr. Eisenvitirol, 38,604Ctr. Alaun u. 318,141 Ctr. sonstige Metalle. Inden Hüttenwerken waren beschäftigt 9318 Arbeiter(in den Eisenwerken allein 7691), darunter 573Frauen u. Kinder. DieVertheilung derProductionauf die einzelnen Länder ist sehr ungleich. An derProduction von Roheisen ist z. B. Steiermark mit28 "/o, Kärnten mit 15 °/o, Böhmen mit 12,^"/»,dagegen Krain nur mit 1 betheiligt, an der vonKupfer Oberungarn mit 80°/», dann Tirol mit6°/o,u. die Bukowina mit 4 °/o, an der von Gold Sie-benbürgen mit 54 °/o u. Ungarn mit 44 "/», an dervon Silber Ungarn mit 65 "/o, Böhmen mit 27 »/ou. Siebenbürgen mit 5,5 °/» rc.

An Stabeisen wurdel873producirtannähernd9 Mill. Ctr., wovon ungefähr 80 °/o auf die imReichsrathe vertretenen Länder entfallen. Die wich-tigsten Productionsstätten sind Niederösterreich,Oberösterreich, Steiermark, Kärnten, Böhmen, dernördl. Theil von Mähren und Schlesien. Die ge-sammte Stahlproduction, schon seit langer Zeitvon Bedentnng, wird für 1872 auf 2,g Mill. Ctr.(darunter ca. l,z Mill. Ctr. Besfemer-Stahl) ge-schätzt; sie ist in Steiermark, Kärnten, Nieder- undOberösterreich zu Hause u. wird außerdem in Schle-