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Bd. 13 (1879) Metternich - Ostindien
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Österreich-Este Österreichischer Erbfolgekrieg.

od. Gmundnersee, die beiden Langbathseen, der Hall-städteksee, die beidenGosauseen,derZeller-od. Irrste,der Mondsee u. der St. Wolfgang od. Abersee. Unterden nur wenig zahlreichen Mineralquellen ist die jod-haltigeQucllevonHalldie wichtigste. Das Klima istim nördl. Theile rauh, im mittleren, namentlich inden Thälern des Salzkammergutes, milder, im süd-lichcndas desHochgebirges. DiemittlereJahrestem-peratur beträgt zu Linz-j-6,^° u. zu Ischl-l- 6,4s °R.Die jährliche Regenmenge beträgt zu Linz durch-schnittlich 08,42 am. Der Boden ist überall, die Alpenu. Voralpeu ausgenommen, fruchtbar; am ergiebig-sten ist er zwischen der Traun und dem Inn, sowiezwischen der Traun u. Enns. Die Bevölkerungwohnt in 15 Städten, 3V Märkten». 6058 Dörfernu. gehört, mit Ausnahme der Fremden, ausschtieß-lich der deutschen Nationalität an. Etwa 98 °/ der-selben bekennen sich zur römisch-katholischen n. nichtganz 2 °/o zur evangelischen Kirche; der Rest sindJuden (etwa 700) u. Bekenner anderer Confessionen.Über 56°/o der Erwachsenen treiben Land- u. Forst-wirthschaft u. ca. 20°/o Gewerbe; 7,5"/» gehören derdienenden Klaffe an; 6,^"/» sind Rentner; nur 2,x"/,>widmen sich dem Handel u. Verkehr u. ca. 2 °/» bil-den die sogen. Intelligenz. Ackerbau und Viehzuchtstehen auf einer sehr hohen Stufe, u. auch die Forst-wirthschast wird rationell betrieben. Von der Ge-sammtoberfläche sind etwa 35,z°/o Ackerland, 18,2°/»Wiesen u. Gärten, 3,g°/o Weiden (Almen) , 88,7Waldungen u. 9°/o uuproductivcsLand. Die Haupt-producte des Ackerbaues sind: Weizen, Roggen,Gerste, Hafer, Kartoffeln, Klee und andere Fmter-kräuter, Flachs, Hopfen, Weberkarde rc. Getreidewird über den eigenen Bedarf gewonnen. Des Kli-mas wegen ist der Weinbau nicht möglich, dagegenfindet ein ausgedehnter Obstbau statt und wird ausdem gewonnenen Obst meist Most (Ciber) bereitet.1869 betrug der Viehstand: 51,306 Pferde (darunterviele der norischen Rasse, Trauuroffe, sehr stark undausdauernd), 475,519 Stück Rindvieh (darunter243,443 Kühe), 125,594Schafe, 19,502 Ziegen u.182,512 Schweine; an Bienenstöcken waren vorhan-den 41,699. Von Bedeumng ist ferner der Fischfangu.auchdie künstliche Fischzucht (Saiblingen, Forellen).Die Products des Mineralreiches sind: Kochsalz (ge-wonnen in den Salzwerken zu Ischl und Hallstadt),Braun- und Steinkohlen, Gips, Bau-, Pflaster-,Mühl- u. Schleifsteine, ferner geringe QuantitätenEisen, Kupfer, Vitriol, Kobalt, Arsenik, Schwefel rc.Die Industrie steht der von Nieder-Ö. bedeutendnach, ist aber in einem erfreulichen Aufblühen be-griffen. HauptindnstriezweigesinÄ:dieEiscnindustrie,welche namentlich Sensen, Sicheln, Messer, Nägel,Eisendraht, Gewehre, Handwerkszeug rc. liefert,Flachs- u. Baumwollenspinnerei, Leinen- u.Baum-wollenweberei, Fabrikation von Chemikalien, Kunst,mehl, Papier u. Tabak, Bierbrauerei, Schiffbau rc.Der Handel ist sehr lebhaft; Einfuhrartikel sind:Colomalwaaren und Rohprodukte, namentlich Roh-eisen aus Steiermark; Ausfuhrartikel: Eisenwaaren,Salz u. Mehl, Baumwollen-, Leinen- und Töpser-waaren, Bau- u. Brennholz. Außer den schiffbarenFlüssen (s. oben) dienen dem Verkehr 8350 lcmStraßen, sowie 523 Icm Eisenbahnen. Für dieVolksbildung sorgen 506 Volks- und Bürger-schulen; doch besuchen noch 17,//y der Schulpflichtigen

die Schule nicht. An höheren Lehranstalten bestehen:2 theologische Lehranstalten, 2 Gymnasien, 2 Real-Obcrgymnasien, 2 Realschulen, eine Biidungsanstaltfür Lehrer u. eine für Lehrerinnen, 2 Handels- undGewerbeschulen u. eine Landesackerbauschule. Nachder Landesordnung vom 26. Febr. 1861, zählte derOberösterr. Landtag 50 Mitglieder (Bischof von Linzu. 49 auf 6 Jahre gewählte Mitglieder); er sendet10 Abgeordnete in den Reichsrath. Oberbehörde fürdie Verwaltung ist die Statthalterei in Linz, unterder die Gemeindevorstände in Linz u. Steher u. 46Bezirksämter stehen; für die Justizpflege sind 1. In-stanz das Landesgericht in Linz, 3Kreis-, 4Bezirks-gerichte und 42 gemischte Bezirksämter, 2. Instanzdas Ober-LaudeSgericht in Wien. Finanz-Oberbe-hörde ist die Finanzdirection in Linz mit 4 Steuer-commissionen, 45 Steuerämtern, 6 Finanzinspecto-ren rc., für die Militär. Angelegenheiten steht Ober»Ö. unter dem Generalkommando in Wien. Landcs-wappen ein von Gold n. Roth gecheckter Schild, in demrechts ein schwarzer Adler, links zwei silberne Pfähle.Landeshauptstadt ist Linz. Vgl. Edlbachcr,Lan-deskunde von Ober-Ö., Linz 1873. H- Berns.

Österreich-Este, s. Este u. Modena.

Österreichischer Bohnenbaum ist OMvus

4rwtr1gous.

ÖstcrreichtscherErbfolgekrieg. Karlvi.vonÖsterreich war 20. Oct. 1740, ohne männliche Nach-kommen zu hinterlassen, gestorben, u. es foigte ihmauf Grund der sogen. Pragmatischen Sanktion seineälteste Tochter Maria Theresia in den ÖsterreichischenLanden. Diese Nachfolge erkannten jedoch die Kur-fürsten von Bayern ».Sachsen, sowie der König vonSpanien nicht an u. erhoben, gestützt auf vorgeblicheältere Erbrechte, selbst Ansprüche auf Theile derHabsburgischen Monarchie. Um diese sich zu erkäm-pfen, verbündeten sich die genannten Staaten durchden Vertrag zu Nymphcnburg (18. Mai 1741) mitFrankreich. Diesem Vertrage trat auch Preußen bei,dessen König Friedrich II. schon seit Ende 1740 sichmit Maria Theresia im Kriege befand u. nach Ero-berung vonGlogau, Brieg u. dem Siege bei Mollwitz(10. Aprill-741) ganz Schlesien besetzt hielt (s. Schle-sische Kriege). Der Kurfürst Karl Albrecht v. Bayerndrang 31. Juli 1741 in Österreich ein, rückte bis ge-genWien, wendete sich dann gegen Prag, besetztedieseStadt», ließ sich 19.Dec. 1741 znm König von Böhmenkrönen. Gleichzeitig war auch ein sächsisches Heer inBöhmen eingefallen, eine spanische Armee stand inder Lombardei u. französische Truppen waren vomOberrhein her längs der Donau nach den österrei-chischen Erblanden vorgerückt. Von allen Seiten hartbedrängt, schloß Maria Theresia einen geheimen Ver-trag (vonOberschnellenberg, 9.Oct. 1741) mit Eng-land u. Preußen u. versprach letzterem Niederschle-sien. Infolge der Veröffentlichung dieses Vertragesgriff jedoch Friedrich II. wieder zu denWaffcn. Vonden Ungarn, deren Hülfe Maria Theresia angerufenhatte, sowie von England unterstützt, eroberte eineösterreichische Armes unter Khevenhüller Oberöster-reich zurück, drang in Bayern ein u. besetzte Mün-chen. Weniger glücklich war eine zweite österreichischeArmee unter dem Herzog Franz von Lothringen; inderSchlacht beiChotusitz (17.Mai1742) von Fried-rich II. geschlagen, schloß Österreich 11. Juni 1742