Optiumtss -
genden Jahrzehnten nach allen Richtungen experi-mentell und mathematisch ansgebaut, vorzugsweisedurch Brewster (Stereoskop), Arago (farbige Pola-risation), Fresnel (Circular-Polarisatiou), Cauchy,Biot, Gauß, Schwerd, F. Neumann, Beer u. A.Weiterhin hat unser Jahrh. in zwei Richtungen be-deutende Fortschritte aufzuweisen. Einerseits wares die schon mit Kepler beginnende Untersuchungdes Auges, die physiologische Optik u. die Farben-lehre, die durch Fechner, Dove, Wheatstone, Brücke,Helmholtz, Kundt u. A. ansgebildet wurden, ander-seits hatte die genaue Untersuchung des Sonnen-spectrums durch Wollaston (1802) und Fraunhofer(1814, Frannhofcrsche Linien) das Gebiet der Spec-tral-Untersuchungen erschlossen, die späterhin auchder Chemie u. Astronomie wichtige Hilfsmittel botenu. neue Probleme stellten. Hierher gehören die Un-tersuchungen über die Spectra irdischer Körper, überAbsorption und chemische Wirkung des Lichts, überPhosphorescenz und Flnorescenz. In erster Reihestehen hier Bimsen und Kirchhofs (1860, Spectral-Analyse), Stokes, Zöllner, Wild, Noscoe, Draper,Becquerel, Brewster, Lommel u. A. Literatur:Des Cartes, Dioptrik, Leyd. 1637; Grimaldi, ?Irz--sioo-matlissis äs lumins, ooloribus st irläs, Bol.1665; Hooke,Malts cle Llilcrograpbls, 1664; Bar-tholinns, üzpsriinonta srz-stalli Islanäioi ciisckin-olastiol, Kopenh. 1670; Huyghcns, Maits äs InInmisrs, Leyden 1690; Newton, Optios, Genf undLausanne 1740; Lamb ert, ?!iutomstria ste., Augsb.1760; Fonng, Mroorls ob ligirt auä oolours, I?IuI.Iransaet. ob koz-al Loolstz-, Lond. 1802; Malus,1'üsoris cts In äoubls rskraotion, Par. 1810; A.Fresnel, Oeuvres eompl. publ. pur Lsnarmont,Veräst st I,. h'rosssl, Par. 1866—70, Bd. 1—3;Fraunhofer, Denkschrift der Mmrcheuer Akademie,1814 u. 15, Bd. 5; Hcrschel, On liglrt, deutsch vonSchmidt, Stuttg. 1831; Cauchy, Llöm. snr 1. äis-xsrslorr ck. I. Inmisrs, Prag 1836; Gauß, Dioptr.Untersuchungen, Abh. der König!. Ges. der Wissen-schaften zu Göttingen, 1838—41; Schwerd, DieBeugnngserscheinungen, Mannheim 1835; Radike,Handbuch der Optik, Berl. 1839; Beer, Einl. in diehöh. Optik, Brannschw. 1853; Dove, Farbenlehre,Berl. 1853; Kirchhofs,UntersuchuugenüberdasSon-uenspectrum und die Spectren der chem. Elemente,Abh. der Berliner Akademie für 1861; Scheffler,Physiologie der Optik, Braunschw. 1865, 2 Bde.;Zöllner, Photometr. Untersuchungen, Leipz. 1865;Wüllner, Einleit, in die Dioptrik des Auges, Leipz.1866; Becquerel, Im Inmisrs, sss oausss st sssetksts, Par. 1867: Helmholtz, Handb. der physiol.Optik, mit Atlas, Leipz. 1867; Briot, Pirsoris Ls1a Inmisrs, Paris 1863, deutsch von Klinkerfnes,Lpz. 1867; Schellen, Die Spectralanalyfe, Brann-schweig 1871; Hnggins, Ergebnisse der Spectral-Analyse, Leipz. 1873; Roscoe, Spectral-Analyse,Braunschw. 1873; Tyndall, Das Licht, Braunschw.1876; Lloyd, Abriß der Geschichte der Optik, übers,von Klöden, Berl. 1836; Wilde, Gesch. der Optik,Berl. 1838—43. 2 Bde. Stahl.
optimales (lat., Bestgesinnte), im alten Rom diearistokratische Partei, die herrschenden, eine Fami-lien-Aristokratie gegenüber den Demokraten bilden-den Familien der Glieder des Senats, welche diealte republikanische Verfassung aufrecht erhalten wis- j
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sen wollte, im Gegensatz zu der Vewegungspartei,(kopniarss); der Kampf zwischen beiden begann mirdem Auftreten der beiden Gracchen und dauerte biszur Kaiserzeit; dann überhaupt Optimalen, dieVornehmeren und Mächtigeren eines Staates.
vptnne (lat.), sehr gut, am besten.
Optimismus (v. Lat.), nennt man im gewöhn-lichen Leben die einseitige Ansicht, welche nur dieLichtseiten der Dinge ins Auge zu fassen sucht, derenSchattenseiten aber unberücksichtigt läßt. Man sprichtdaher von optimistischen Politikern, Charakteren rc.Man unterscheidet einen theoretischen u. praktischenO. Unter dem theoretischen O. versteht man diehauptsächlich von Leibniz vertretene Ansicht od. Lehre,daß Gott, in dessen Verstand unendlich viele Weltenmöglich gewesen seien, die besteWelt erkannt, gewähltund geschaffen habe. Diesem O. entgegen steht derPessimismus, der in neuerer Zeit hauptsächlichdurch Schopenhauer u. E. v. Hartmann ansgebildetwurde. Optimisten heißen Diejenigen, welchedas Leben von seiner besten und angenehmsten Seitenehmen. Specht.
Optimus (lat.), der Beste. Optimus maximus,der Beste und Größte, Beiname des CapitolinischenJupiter, s. unter Zeus.
Optio» (v.Lat.), Willkür, freie Wahl, Befugnißzu wählen; daher O -srecht (Optioniszus), Wahl-,Kührrecht, insonderheit das den Bewohnern einerannectirten Provinz bis zu einer gewissen Zeit ge-lassene Recht, das Vaterland oder die Staatsange-hörigkeit selbst zu wählen, so nach dem FrankfurterFrieden vom 10. Mai 1871 den Elsaß-Lothringerngewährt.
Optisch (v. Gr.), überhaupt auf Sehen, oderauch ans den Gang der Lichtstrahlen an sich, sich be-ziehend. O-e Achse und O-er Mittelpunkt, s.Linse u. Spiegel. O-e Instrumente, Werkzeuge,die zum deutlicheren Sehen sehr ferner (Fernrohr),oder sehr kleiner naher (Mikroskop) Gegenstände,ferner solche, die zum Studium n. zur Erläuterungder Gesetze des Lichts dienen. O-e Meteore, dieLichterscheinungen in der Atmosphäre (Farbe desHimmels, Regenbogen, Höfe, Nebensonnen, Luft-spiegelung). O-e Täuschungen, s. Augentäusch-ungen, Bd. II., S. 376.
Optische Telegraphen, s. unter Telegraph.
Optogramm, s. Sehpnrpur.
Optometer (gr.), Instrument zur Bestimmungder Grenzen des deutlichen Sehens oder des Fern-pnnktes und Nahepunktes des Auges.
Opulent (v. Lat.), mächtig, voll Einfluß, reich;daher Opulenz, Macht, Reichthnm, Herrlichkeit.
Opuntia ZIM., Pflanzengattung aus der FamilieOaetaosas-Oxuntisas, durch znsammengcdrllckteZweige ausgezeichnet, deren Stacheln an der Spitzemit Widerhäkchen versehen sind. Blüthen groß, mitaufrecht abstehenden Blumenblättern; Beere ziem-lich groß, stachelig. Arten zahlreich im tropischen u.warmen Amerika, einige in der alten Welt einge-bürgert, so namentlich 0. vulgaris JIM. (Oaotusopuntia L., Feigendistcl, Stachelfeige), von Süd-Amerika nach Süd-Europa verpflanzt, schon deiBotzen verwildert; läßt sich auch leicht in Töpfenziehen, wenn sie nur im Winter gegen den Frostverwahrt werden kann. Jedes abgenommcne u. injdie Erde verpflanzte Glied bestockt sich leicht. Die