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Oeynhaujen — Ofen.
Oeynhausen, Bad, s. Oynhausen.
Ofanto (der Ausidus der Alten), etwa 100 Linlanger Fluß in Italien, entspringt östl. bei Monte-Marano in der Provinz Avellino, nimmt den Oli-vento u. Loccone auf u. fließt in das Adriatische Meer.
O-Farill, Don Gonzalo, span. General, geb.22 . Jan. 1754 in Havanna, wurde in Frankreicherzogen, trat 1766 in spanische Dienste n. zeichnetesich vor Mahon u. Gibraltar ans. 1780 nahm erUrlaub u. studirte inParis u. Berlin dieKricgskunstu. leitete dann die Militärakademie zu Puerto de S.Marine bei Cadiz. 1793—95 zeichnete er sich gegenFrankreich ans u. wurde 1798 Generalinspector desFußvolks. Später war er Gesandter in Berlin, com-mandirte die spanischen Truppen in Toscana undwurde 1808 Generaldirector der Artillerien. Kriegs-Minister. Als Ferdinand sich nach Bayonne begab,ließ er O. als Mitglied der Regierungsjnnta zurück.Auch unter Köni^ Joseph Napoleon blieb er Kriegs-Minister u. huldigte nach Ferdinands VII. Rückkehrdiesem Letzter» schriftlich; doch ließ ihn dieser alsHochverräter verurtheilen u. seine Güter einziehen.O-F. fand Schutz in Paris, wo er mit Azanga eineVerteidigungsschrift ihres Verhaltens herausgab,u. st. hier 19. Juli 1831. T-ich-r.
Ofen (hierzu 1 Tafel), 1) im Allgemeinen ein Behältniß, um Fcnerdarin zu unterhalten. Die Ö fendienen entweder 1)zn technischenZwecken, wobeidie zum Verbrennen nöthige Luft entweder durch Zug,vst unter Zuhilfenahme von Rost u. Schornstein od. ineinem comprimirten Lnftstrome (Gebläse) zngeleitetwird;zu ihnen gehören z. B. die Gieß-, Töpfer-, Glas-,Kalk-, Porzellan-, Ziegelöfen u. die Öfen in Hütten-werken. Sie werden eingetheilt in a) Herdöfen(s. Herd), welche entweder ganz offen od. nur vonniedrigen Mauern begrenzt sind und da (wie beimRösten) in Anwendung kommen, wo entweder einegroße Menge von Lust und eine geringe Hitze zumGelingendes Processes erforderlich sindu.zwar bes.bei sehr großen geringwerthigen Erzmassen, derenVerarbeitung nur geringen Arbeitslohn erfordernsoll n. die (wie Schwefelerze u. Kohleneisensteine) diezum Rösten od. Calciniren nöthige Hitze, einmal an-gezündet, selbst entwickeln, oder nur einer geringenNachhilfe durch unter- und zwischengelegtes Brenn-material bedürfen. Ferner werden Herdöfen, welchenur an derben Gebläsewind zuleitenden Hinterwandgeschlossen sind, da angewandt, wo man einen mög-lichst großen n. freien Arbeitsranm haben will (wiebei Schmiedefeuern), od. wo allerlei UnreinlichkeitenLurch den starken Luftzutritt verbrannt, resp. ver-schlackt werden sollen (wie beim Rosettenkupser-schmelzen. b) Die Schachtöfen bestehen in einem»erticalen, prismatischen oder chlindrischen Raumevon sehr verschiedener Höhe. Die höchsten sind dieHohöfen (s. d.), die niedrigsten die tragbarenWindöfen. DieZugschachtösen dienen als Röst-öfen (s. Kiln), zum Brennen des Kalkes (s. d.) rc.;sie sind entweder unten durch einen Rost geschlossen,der von Zeit zu Zeit weggezogen wird u. das fertigeGut Herunterstürzen läßt, od. haben einen kegelför-migen Boden, von welchem dasGut mit Haken weg-gezogen wird, während der Luftzutritt durch inehrod. weniger verschließbare Seitenöfsnungen erfolgt.Die meisten Flammöfen werden aber zur Schmelz-ung angewandt. Man gibt das Schmelzgut und
Brennmaterial schichtenweise ein u. führt von unteneinen stark gepreßten Luftstrom durch seitliche Öff-nungen (Formen) ein: Gebläseschachtöfen. Jenach der Zahl der Formen unterscheidet man ein-u. mehrsörmige O. Im Schachtofen gelangt dasBrennmaterial der ringseingeschlossenen Hitze n. derdirecten Berührung von Brennmaterial n. Schmelz-gutwegen am meisten zur Ausnutzung, dagegen habensie u.dieHerdöfen den Nachtheil, daß sich in ihnen dieAsche des Brennmaterials mit dem Röst-od. Schmelz-gute direct mischt, was man durch seitlich angebrachteFeuerungen oder durch Anwendung gasförmigerBrennstofse(s.Generatoren)beiden Kalk-u. Porzellan--öfenzu vermeiden gesuchthat. DieFormenderGebläse-öfen liegen in den Seiten u. der Rückwand des O-s,während die Vorderseite zum Einträgen von Schmelz-gut u. Brennmaterial, wo dies nicht von oben ge-schieht, und zum Abfluß der geschmolzenen Massendient. Man unterscheidet nun Tiegelösen, wodie Massen sich auf dem Boden des O-s, demHerde ansammeln n. von Zeit zu Zeit durch eineenge gewöhnlich mit einem Thonpfropf geschlosseneÖffnung (Stichloch) abgelassen(abgestochen) werden;Snmp föfen, wo die Ansammlung im Herde undaußen im sogen. Vorh erd e, welche beide in be-ständiger Verbindung stehen, geschieht und Spur-oder Augenöfen, bei welchen die geschmolzenenMassen durch eine oder zwei unten befindliche Öff-nungen, Augen, sofort in den Vorherd fließen.Spnröfen mit zwei abwechselnd geschlossenen Abfluß-öffnungen u. zwei zugehörigen Vorherden heißenBrillenöfen. Bei den Flammöfen (s. d.) auchReverberiröfen genannt, wird vom Brennma-terial das Schmelzgnt getrennt und nur von derFlamme getroffen. Sie haben einen horizontalenmeist ovalen überwölbten Schmelz- resp. Röst- undCalcinirraum (Herd) u. eine davorliegende Feuer-ung, die Luft wird ihnen gewöhnlich durch den Rostmittels Zug-, seltener durch Gebläsewind zngesührt.Sie gestatten ein Beaufsichtigen u. Arbeiten in derschmelzenden od.zu röstenden rc. Masse, halten vonihr den größten Theil der Asche fern, haben jedocheinen größeren Aufwand an Brennmaterial, meistauch an Arbeitskraft nöthig als jene, geben abernatürlich meist ein besseres n. reineres Product. Zuvielen Processen ist indessen nur der Schacht-O. odernur der Flamm-Ö. anwendbar. Will man die be-treffende Substanz auch vor der Einwirkung derFlugasche der Brennmaterialien n. der der Fencrgase,sowie der Luft schützen, so wendet man ü) die Ge-fäßöfen an. Dies muß geschehen z. B. bei derDestillation von Flüssigkeiten, Alkohol, Säuren,Quecksilber, von Zink, Arsenik n. arseniger L-änre,von Schwefel rc. zurCokes- n. Leuchtgasfabrikationbeim Umschmelzen von Chemikalien und edlen Me-tallen , wo man Verluste vermeiden will und über-haupt bei allen feineren Arbeiten. Als Gefäße die-nen Tiegel (Tiegelöfen), Muffel (s. d.) (Muffelöfen),Retorten (Retorten- und Galeerenöfen, s. d.), Röh-ren rc., welche meist aus feuerfestem Thon oder Gra-phit, seltener ans Eisen, Kupfer, Platin oder Glas,letzteres nnr zur Destillation chem. reiner Säuren,bestehen. Die Gesäßöfen sind aber in ihrer Herstell-ung theurer n. erfordern weit mehr Brennmaterialals die übrigen Öfen. Nach ihrem Zwecke unterscheidetman Abdampf-, Abwärme-, Brenn-, Cal-