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Bd. 13 (1879) Metternich - Ostindien
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Oddrun — Odcimtus.

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um das Jahr 1780 in Liverpool u. Manchester, u.soll seinen Namen von den sonderbaren Ceremonienerhalten haben, welche er annahm. Die 0. i?. ver-pflanzten sich 1799 von England aus nach NAme-> rika u. gründeten 1821 in Maryland ihre erste dor-tige Großloge; je eine solche entstand spater beinahein jedem Staate der Union. Unter den Großlogenbestehen zahlreiche einzelne Logen, über ihnen eineCentralgroßloge der Vereinigten Staaten, derenerster Würdenträger den Titel Oranck 8irs führt.Ursprünglich hatte der Orden drei Grade, welche alsder weiße, blaue n. scharlachrothe bezeichnet wurden,zwischen welche aber später zwei neue, der fleisch-rothe und der grüne eingeschoben wurden. Über dieseGrade wurden noch Hochgrade errichtet, welche dieje-nigen der Eingeweihten od. Patriarchen, der golde-nen Regel u. des königlichen Purpurs hießen. DieVereinigungen der Hochgrade nennt man Lager derPatriarchen. Seit neuerer Zeit gibt es auch Frauen-vereine der 0.§., Rebekka-Logen genannt. Die ein-zelnen Mitgliever nennen sich Brüder. Sie tragenin den Logen weiße Schürzen mit Einfassungen vonder Farbe ihres Grades, in den Lagern der Patri-archen aber schwarze mit Verzierungen. Zur Er-! kennung dienen Zeichen, Worte u. Händedruck. Einj Eid der Verschwiegenheit wird nicht mehr geleistet,j Die Zwecke der 0. bV bestehen in Besuch n. Unter-! stützung der Armen, Kranken, Witiwen u. Waisen u.

in Beerdigung der Todten. Außerdem zeichnen sichj die Bnndesmitglieder durch festes Zusammenhalten,Irene Freundschaft und Beistand in allen Lagen desLebens aus. Mit Len Freimaurern hängen die 0.

, nicht zusammen. Dieselben zählten 1873 in Eng-! land 470,000 Mitglieder, von denen 325,000 in4000 Logen der Manchester-Vereinigung angehörtcnn. ein Kapital von 40 Mill. Ll besaßen. Außer die-ser Vereinigung besteht in England noch der Ratio«nal-Ordenfmit 22,000 n. der große vereinigte Ordenmit 48,000 Mitgliedern. London zählt 10,000 O.bAIn den Vereinigten Staaten gibt es 48 Großlogenmit etwa 7000 Logen n. 900 Rebekka-Logen zusam-men mit 450,000 Mitgliedern. JmJahre 1875 be-trugen die Einnahmen der 0. §. in der Union über4H Mill., die gewährlenUnterstütznngen über IH-Mill.Dollars. In Deutschland fand der Orden 1871 Ein-gang u. verbreitete sich auch über Holland und dieSchweiz; er steht daselbst unter der Großloge desDeutschen Reiches, welche etwa 50 Logen unter sichhat, die mehreren Districts-Großlogen zugetheilt sind.Als Organe des Ordens erscheinen in Berlin Herz u.Hand u. in Leipzig der Oää §sI1orr. H-nm-Am Rhyn.

Oddrun (nord. Heldens.), Atlis Schwester; dadieser nicht zugab, daß sie sich mit Gnnnar ver-mahlte, wurde sie dessen heimliche Geliebte. Sie be-! wirkte durch Zanbersprüche die Entbindung der! Borgny, der Tochter des Königs Heithrek, der Ge«liebtenWilmnnds. Hiervon u. vonO-s unglücklichemLeben handelt Oüärrmar-sratr lOddruns Wehklage),vgl. Edda.

Ode (v. gr. cuckrj), bezeichnet in dieser Spracheüberhaupt ein Gedicht, das gesungen wird, insbe-sondere ein Volkslied; in die klassische Sprache Romsfand das Wort keine Aufnahme, seine Stelle wurdedurch «armen vertreten. Der jetzt herrschende Sinndes Wortes O., wonach es eine erhabene n. gedan-kenreiche lyrische Dichtung bezeichnet, hat sich in den

germanischen u. romanischen Literaturen der letztenJahrhunderte erst allmählich herausgebildet, u. zu-gleich ist es üblich geworden, da, wo die O-nbegci-sterung sich mit besonderer Kühnheit aufschwingt n.jede Schranke der Form abwirft oder abznwerfenscheint, das Wort Hymne (s.d.) zu gebrauchen. Un-ter den deutschen O-ndichtern in diesem modernenSinne des Wortes nehmen Klopstock, Goethe undPlaten die erste Stelle ein. Auch gehört eine AnzahlSchillerscher Gedichte, wenn auch nicht dem Namen,doch dem Geiste n. der Haltung nach, in das GebietderO. Es bleibt uns heutzutage unbenommen, vonPindarischen u. Horazischen O°n zu sprechen; aberdie Griechen u. Römcrdes class.AlterthumshabendasWort für die Gedichte beider Männer nie gebraucht.

Odelsthing, in Norwegen die zweite Abtheil-ung des Storthings. S. Norwegen, Verfassung.

Ödem (v.Gr.), Ansammlung wässeriger Flüssig-keit in den Maschen des zwischen den feineren Or-ganbestandtheilen gelegenen Bindegewebes. Wässe-rige Ansammlung in den Maschen des unter derHaut gelegenen Bindegewebes, heißt Hautwasser-sucht (Anasar«a), eine solche in den Maschen deSunter der Schleimhaut des Kehlkopsseingangs undder Stimmbänder gelegenen Bindegewebes Kehl-kopfs-, Glottisödem, die in den Maschen deszwischendenHirnfasern ».Hirnzellen gelegenenBinde-geweben statifindende Hirnödem rc. In den Lun-gen besteht das Ö.in einerAnsammlung von wässe-riger Flüssigkeit in die Lnngenzellen (Lungen-Ö.),der Begriff ist hier sonach etwas abweichend. Dieödematöse Flüssigkeit entspricht der Zusammensetzungdes Blutserums, jedoch ist sie wässeriger wie letzte-res. „Enthält sie sehr reichlich Lymphzellen, so heißtdas Ö. ein entzündliches. Die Ursachen des Ö.bestehen entweder in bedeutender Blutstauung inVenen, in welchem Falle die Lähmung der betreffen-den Gefäßnerven das Durchsickern der Flüssigkeitdurch die Gefäßwandungen unterstützt; oder sie lie-gen in vermehrtem Blntzuflnß in die capillarenSeitonäste eines Gefäßbezirks (collaterales Ö.).Eine solche ursächliche Blutstauung tritt z. B. ein,wenn wir mit einer Binde den Arm fest umschnüren,so daß der Rückfluß des Blutes ans den Venen er-heblich gehindert wird, während wir das collateraleO. z. B. in der Umgebung von Entzündungsherdenbeobachten. An äußeren Körpertheilen charakterisirtsich das. O. durch Anschwellung n. teigige Resistenzdes betreffenden Theils, durch Schmerzlosigkeit derAnschwellung u. dadurch, daß die äußere Haut ihrenormale Färbung behält od. allenfalls etwas durch-sichtiger, glasig wird. Diese Eigenschaften treten andem häufig unter dem unteren Augenlide vorkom-menden O. meist sehr deutlich hervor. In innerenOrganen gibt das Ö. gewöhnlich zu den bedenk-lichsten Erscheinung» Veranlassung; so beobachtetman beim Hirn-O. Betäubung, bei Lungen-Ö.höchste Athemnoth. Die Behandlung fällt stets mitdem das Ö. verursachenden Leiden zusammen. Kunze.

Odenättts (Odenathns), Septimus, vorneh-mer Palmyrener, schloß sich gegen Sapor von Per-sien an Rom an, besiegte den auch gegen ihn über-müthig und geringschätzig austretenden König 261n. Ehr. am Euphrat und legte sich den Königstitelbei; er trieb die Perser aus den Enphratgegendenu. sorgte für die Sicherheit der Grenzen, wofür ihm