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Oberländischcr Kanal — Obernitz.
liche Entscheidungen erster Instanz, soweit nicht dieZuständigkeit der Strafkammern begründet ist, undgegen Entscheidungen der Strafkammern in der Be-schwerde- u. in der Berufungs-Instanz.
Oberländischcr Kanal, so v. w. Elbing-O.Kanal.
Oberlast, 1) Last, welche bei einem leeren oderbeladenen Schiffe sich oberhalb des Wasserspiegelsbefindetu.dieSchwankungendesSchiffes vergrößert;daher Oberlastig (toplastig), von Schiffen, welchezwischen den Verdecken oder auf Deck zu sehr bela-den sind; vgl. u. Stabilität. 2) das ans die Flößegeladene Holz, Getreide rc.; im Gegensatz hierzuheißen die Flöße selbst die Unterlast.
Ober-Lausitz, s. u. Lausitz.
Oberlanfitzer nebst Kottbus-GroßenhainerEisenbahn (Endei876), Länge 300,güm; Anzahlder Locomotiven 43, der Personenwagen 102, derGüterwagen 037; Einnahme(l876): 1,761,481N;Benennung der Linien: Oberlausitzer Bahn (Kohl-surt-Falkenberg, 148,zürn), Kottbus-Großcnhain,einschließlich der 31. Dec. 1876 eröffnetcn Streckeotottbus-Franksurt a. d. Oder (152,g üm); Anlage-kapital der Oberlausitzer Eisenbahn: 19,800,000 Ll,der Kottbus-Großenhainer: 15,675,000 ick; Privat-verwaltung; Directionssitz: Kottbns. DieVerschmel-zung mit der Berlin-Anhalter-Bahn ist vorbereitet.
Oberleutcnsdorf, s. Leutensdorf.
Oberlicht(Obertichtsenster), Fenster, welches überLhüren angebracht ist. Dann auch Licht, welches durchGlasdecken (s. Decke 1, ä) erzeugt wird.
Oberlin, Postort im Lorain County des nord-amerikanischenUnionsstaatesOhio, Eisenbahnstation;3000 Ew. Hier das nach Oberlin 2) genannteOberlin-Jnstitut, eine höhere, 1833 auf dasSystem von Handarbeit gegründete Bildnngsanstaltfür Knaben u. Mädchen, mit welcher seit 1835 aucheine congregationalistische theologische Facultät undeine Bibliothek verbunden ist.
Oberlin, 1) Jeremias Jakob, Archäologe,geb. 8. Aug. 1735 in Straßburg, wurde Lehrer amGymnasium n. 1778 Professor der Philosophie ander Universität, p. daselbst 10. Oct. 1806; er schr.:Orbis antügui urormmeutis suis iliustratä prockro-mus; — siusä. primae lürsas, Straßb. 1772—76;Uituum rom.tabulas, ebd. 1774;Lluseum8oboexk-iiuianum, ebd.1770—75; ^.Isabialiteraba, ebd. 1782bis 1786; Tricks ckiplomativas primae iiuoae, ebd.1788; lütsrarnm omuis asvi kata, 1789; und gabheraus: Scherz' Olossarinm Zermauieum msckiiaevi, ebd. 1781—84 Fol.; den Horatius, Tacitusn.Cäsaru.a.; vgl.Spach, Oeuvres oboisies 1323ff.2 ) Johann Friedrich, gen. der Patriarch desSteinthals, Bruder des Bor., geb. 31. Aug.1740in Straßburg, sludirte daselbst Theologie, war seit1762 Informator u. wurde 1767 an Stübers StellePfarrer im Steinthal zu Waldbach, wo er die vonStüber begonnene Eultivirung des Thales fortsetzten. erweiterte; hochgeehrt von seinen Steinthälern u.vom In- wie vom Ausland, st. er 1. Juni 1826; seineBüste wurde 1827 in der Kirche zu Waldbach auf-gestellt. Er ist der Begründer der Kleinkinderschulen.Hase nennt ihn „einen Heiligen der protestantischenKirche, zumZeugniß gesetzt, was ein rüstiger, schwär-merischer und doch einjacher Mensch durch Gott ver-mag für die geistige u. leibliche Wohlfahrt einer Ge-
meinde." Vgl. Burckhardt, O-s Lebensgeschichte u.Schriften, Stuttg. 1843, 4 Thle.; Bodemann, O.^ebd» 1855, 2. Aust. 1868; Spach, 0. Is pasteurStraßb. 1865. o Brambach. 2 ) Löffler' '
Obcrlungwitz, s. Lnngwitz.
Ober-Loire, Dep. in Frankreich, s. Loire 3).
Ober-Marne, Dep. in Frankreich, s. Marne 3).
Obcrmarsberg, Stadt, s. Marsberg i). !
Obermoschel, Städtchen im Bez. Kirchheimbo-landen des bayer. Negbez. Pfalz (Rheinpfalz) an derMoschel; wenig bedeutende Steinkohlengruben (diefrüheren Quecksilbergrnben liefern nach halbtausend-jährigen Betrieb keine Ausbeute mehr); 1875: 1281Ew. — Nahebei die Burgruinen Landsburg u. Lö- rweustein; nordwestl. davon das Dorf Niedermoschel, 'an der Moschel, mit Steinkohlenbergbau und etwa !560 Ew. !
Obermüllner, Adolf, namhafter österr.Land-schastsmaler, geb. 1833 zu Wels (Ober-Osterreich); swarfürden Handelsstand bestimmt, bezog aber 1851 l
die Wiener Akademie, wo er unter Steinbach studirte, ßward dann 3 Jahre in München Richard Zimmer- kmanns Schüler, bereiste darauf Ober-Italien, Hol-land u. Frankreich, kehrte 1860 nach Wien zurück, woer noch lebt; übernahm die künstlerische Leitung derphotographischen Alpen- u. Gletscher-Expedition indienördl.Central-AlpenbiszumGroßglockner(186l)u. lieferte die meisten Zeichnungen zum Kupferstich- !werk: Das bayer. Hochgebirge, Tirol u. die Bren- !nerbahn (300 Blätter). Seine Bilder zeigen einegewisse Großheit in der Auffassung der Formen undeine wahre u. harmonische Farbengebung. Haupt-werke: Chamouny mit dem Montblanc; Achensee;Himmelswand im Kötschachthal bei Gastein; Stils- jserjoch u. Ortler (1867); Das Naßfeld bei Gastein >(1868 in der Landesgalerie zu Linz); Der Friedhos jin der Natur; Der Rauriser Goldberg-Gletscher (imBelvedere zu Wien); 12 Nordpol-Landschaften nachSkizzen u. Zeichnungen von Jul. Payer. Regnet. !
Obernbnrg , Stadt u. Hauptort in dem 334, g, i
Hsüm (6,gg HjM) mit (1875) 27,389 Ew. umsas- ^senden gleichnam. Bezirksamt des bayer. Regbez.Unterfranken u. Aschaffenburg, au der Mündung derMümling in den Main, Station der Bayer. StaaiL-bahnen; Schifffahrt, Steinbrüche, Weinbau; 1875:1684 Ew. !
Oberndorf, Stadt u. Hauptort in dem 281,!ÜZIcm (5,is UM) mit (1875) 25,129 Ew. umfas-senden gleichnam. Oberamte des wllrttemb. Schwarz-Waldkreises, am Neckar, Station der Württemberg.Staatsbahnen; königl. Gewehrsabrik, Lederfabrik»-tion, Tuchmacherei, Fabrikation von Tricotwaarenu. Uhren, mehrere Mühl-, Schleif- u. Polierwerke,besuchte Viehmärkte; 1875: 2544 Ew. — O-, be-reits 782 erwähnt, gehörte ehemals zur GrafschaftHohenberg und kam 1805 von Österreich an Wärt- itemberg. H- Berns.
Obernitz, Hugo von, prenß. General, geb.
16. April 1819 in Bischofswerder in Ostpreußen;trat als Lieutenant aus dem Cadettencorps in einInfanterie-Regiment, wurde 1852 Hauptmann undkam 1853 in den Generalslab ; 1856 wurde er Majorund 1858 znm persönlichen Adjutanten des PrinzenFriedrich Wilhelm von Preußen ernannt. 1863 wurdeer Oberst u. Commaudeur der Gardefüstliere, 1886führte er diel. Garde-Infanterie Brigade bei Soor,