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Bd. 13 (1879) Metternich - Ostindien
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Xmiliur

(Zardinien); Bischofsitz, Gymnasium, Seminar;5739 Ew.

kuplisr KmrM., Pflanzengatt. ausderFam.X/m-MiLoaesas (XIII, 1); Kelch 5blätterig, Blumen-blätter kürzer als der Kelch, gelb, auf dem Rückenmit einem Honiggrllbchen. Art: X. luteum (L.)Ä». (Gelbe Seerose), in stehenden u. langsam flie-ßenden Gewässern in Europa, Asten, Amerika, mitbreiten, ovalherzförmigen Blättern. Aus den ange-nehm weingeistartig riechenden Blumen bereitet manin der Türkei ein wohlriechendes Wasser; Blätter u.Wurzeln sind ein gutes Viehsutter. Engler.

Nuptias (lat.), Hochzeit, Ehe. Der Nechtsspruchist: Xuptias non oononbituo, ssä oonsonsus ladt.Nicht der Beischlaf, sondern die Einwilligung wirktdie Ehe. Nupturient, Jemand, der hcirathenwill.

Nuraghen (Nnrhags, Noraghe), alte, von rohenSteinen aufgeführtc, meist kegelförmige Bauwerkeauf der Insel Sardinien, oben mit einer Terrasse ver-^ sehen; im Inneren find mehrere Kammern überein-ander, mit Nischen in der Mauer. Man erklärt sie! siir alte Grabmäler oder für Wohnungen zur Sicher-ung vor feindlichem Angriff.

Nureddin Mahmud, Sohn von Emam eddinZenghi, geb. 1116, folgte 1145 seinem Vater alsHerrscher von Mossul, dehnte seine Herrschaft durchglückliche Kämpfe gegen die christlichen Fürsten desMorgenlandes (von Jerusalem u. Edessa) u. gegendie Kreuzfahrer unter Konrad III. u. Ludwig VII.bei Damascus von Mesopotamien über das nörd-liche Syrien aus u. war im Begriff sich Ägyptens,über das er, bei der Schwäche der letzten Fatimiden,schon eine Art Oberherrschaft gehabt hatte, voll-ständig zu bemächtigen, als ihn 15. Mai 1174 zuDamascus der Tod traf. Er war ein durch edlenCharakter und viele Neqententuqenden ausgezeich-neter Monarch.

Nurelia (Neura Ellia), hochgelegener Ort der' JnselCeylon, unweitdes PeduruTallagalla, besuchtebritische Gesundheitsstatiou; 3000 Ew.

Nur-Mahal , mongolischer Abstammung, kam1611 in den Harem des Großmoguls Dschihangir,aus den sie bald großen Einfluß gewann. Von ihremSohne Dschihan wurde sie in Lahors bis zu ihremTode 1645 eingekerkert. Derselbe ließ alle Münzenmit ihrem Bilduiß (deren sie einst, als sie von ihremGatten die Erlaubniß, 24 Stunden lang zn regieren,

! erhalten hatte, eine große Anzahl schlagen ließ), ein-' schmelzen; dieselben sind als Nurmünzen (Nur-rupien) bekannt, aber sehr selten,j Nürnberg , unmittelbare Stadt iln bayer. Re-gierungsbez. Mittelsranken, erste Handelsstadt desKönigreichs, an der Pegnitz, welche sie in zwei ziem-! sich gleiche Theile (der nördliche die Sebalder u. der! südl, die Lorenzer Seite) theilt, u. dem Ludwigskanal;

! 7 steinerne Brücken (darunter die einbogige nach dem

1 Muster des Ponte Rialto 159698 erbaute Fleisch-i brücke von 30 m Spannung) und eine Kettenbrücke,sowie mehrere Stege fuhren über die Pegnitz, vonderenJnselndiegrößteu.östlichste(Schütt), mit einemSpaziergang von Linden, als Meßplatz, eine an-dere zum Trödelmarkt dient; wichtiger Knotenpunktder Bayer. Staatsbahnen n. Station der Ludwigs-bahn; Sitz verschiedener Gerichte, der Handelskam-mer von Mitielfranken, Geschwornengericht f. Mittel-sranken, Merkantil-, Schieds- und Friedensgericht

- Nürnberg.

(Marktgewölbe), einer Schuldentilgungskasse für dasKönigreich, der Königl. bayer. Bank, eines Haupt-zoll-. Reut- u. Salzamtes, der Kanaldircction undeines Magistrats erster Klasse mit der Polizeiver-waltung. N. hatte sich von allen deutschen Städtenbis jetzt am meisten seinen alten historischen Charakterbewahrt; die Doppelmauern, Basteien u. Thore sindjedoch zur Demolition bestimmt u. nur die 4 großenDürerschenThürme bleiben stehen. Plätze: Haupt-markt, der schönste Marktplatz in Deutschland, mitdem Schönen Brunnen (gothische Spitzsäule mit Bild-werken u. eisernem Gitter), Maximilians-, Albrecht-Dürersplatz (mit Dürers Denkmal, von Rauch ent-worfen und von Burgschmiet in Erz gegossen, 1840ausgestellt), Obstmarkt mit dem Gänsemänuchen,Aegidien-, Jakobs- u. Spitalplatz, aus letzterem LasDenkmal von Hans Sachs in Erz. Straßen sindzum Theil breit und schön aber auch viele eng undwinkelig; die Häuser sind alterthümlich, viele mitErkern u. vorspriugenden geschnitzten Holzfigurcn rc.Die königl. Burg (Reichsveste), früher häufig Sitzdeutscher Könige, liegt auf einem Hügel an der Nord-ostseite (1030 von Konrad II. erbaut), mit Kunst.-Merkwürdigkeiten, 2 Kapellen, dem Hekdenthurm,einem 339 Fuß tiefen Brunnen u. einer alten Linde(von Kaiser Heinrich II. gepflanzt); dabei ein fünf-eckiger Thurm mit weiter, prächtiger Umsicht; 8 luth.Kirchen, eine reformirte,zwei katholische,unterihneudie St. Sebalduskirche im gothischen Baustil, mitdem höchsteuHeiligthums deutscher Kunst, dem Grab-male des Sr. Sebaldus von P. Bischer (unter denFiguren an demselben die der 12 Apostel und desKünstlers), die katholische Frauenkirche, die Kirchedes Heiligen Geistes, sonst (14241796) mit denReichskleinodien, die St. Lorenzkirche, mit A. Krafstsberühmtem Sacramentshäuschen, Veit Stoß Eng-lischem Gruß, dem Bolkamerscheu Fenster, St. Ja-kobskirche, St. Johauniskirche, mit Johauuiskirch-hof (worauf die Gräber von M. Behaim, A. Dürer,W. Pirkheimer, Hans Sachs rc.). Weltliche Ge-bäude: Rathhaus (alter Saal mit Wandgemäldenvon A. Dürer), Justizpalast, Deutschhaus - Kaserne,Bahnhof im goth. Stil, Nassauerhaus, AlbrechtDürerhaus, Petersenhaus, Pellerhaus, Hall- undMauthgebäude, Schauspielhaus, neues städt. Ar-chiv rc. Wissenschaftliche u. Erziehungsan-stalten: Gymnasium, mit Denkmal Melanchrhons(welcher das Gymnasium 1526 einweihte), 1826aufgestellt, Realschule, Realgymnasium, Handels-schule,bedentendeKunstgewerbeschule,Industrieschule,Baugewerbcschule, ferner seit Juni 1853 das Ger-manische Museum (s. d.) in der früheren Karthause,Stadtbibliothek mit 800 Handschriften u. werthvollenJncunabeln, Kunstsammlungen, Gewerbemuseum,Gemäldegalerie, altdeutsche Galerie in der Moritz-kapelle, Gesellschaft des Pegnesischeu Blumenordens,Centralbibelgesellschast für Bayern, Albrecht Dürer-verein, Gesellschaft zur Erhaltung der Alterthümer(s. Alterthumsvereinc), Historischer Verein jür Mit-telsranken (s. ebcnd.), Industrie- und Culturverein(Verein Merkur) u.m.a. DieWohlthatigkcitsaustal-ten sind sehr zahlreich u. vortrefflich. Der Kunst-fleiß Nürnbergs ist weltberühmt u. liefert nament-lich Spielsachen (Nürnberger Maaren), Lebkuchen,ferner Spiegel, Papiermachearbeiten, kurze Maaren(welche jedoch zum Theil aus dem Thüringer Wald