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Numisma — Nuoro.
(im heutigen Oran), u. Ost-N. unter König Masi-nissa, Sohn des Gala, König der Massyler (im heu-tigen Constantine). Beide lagen in Kampf mitein-ander und suchten fremde Hilfe; zuerst Masinissaauf karthagischer, Syphax auf römischer Seite; seit204 v. Ehr. dagegen tauschten sie die Rollen u. derSieg der Römer beiZama beraubte Syphax seinerHerrschaft u. machte Masinissa (s. d.) zum Herrn desganzen Reichs in dem oben angegebenen Umfange.Nach seinem Tode (149) wurde Las Reich unter seineSöhne Micipsa, Gulussa u. Mastanabal derart ge-thcilt, daß der erste die Verwaltung, der zweite dasHeer u. der dritte die Gerichtsbarkeit übernahm; je-doch war nach dem baldigen Tode der Letzteren Mi-cipsa, ein schwacher friedlicher Mann, bald wiederHerr des ganzen Reiches, welcher die Hauptstadtvon Hippo Regins nach Cirta verlegte. Nach ihmwurde 118 das Reich auf ähnliche Weise unter seineSöhne Adherbal u. Hiempsal u. seinen Neffen Ju-gnrtha getheilt, von denen aber der Letztere durchMord und Verrath sich bald zum Herrn des ganzenLandes machte, dadurch in einen längeren Krieg mitden Römern gerieth, der 104 mit seiner Gefangen-nahme endigte (s. unter Juguctha). Der westlicheStrich des Reiches zwischen der Küstenstadt Saldä(Bongic) u. dem Mulnchath wurde nun an Maure-tanien abgetreten, in den Ziest Gauda, Sohn Ma-stanabals, als König eingesetzt. Dieser u. sein Sohn,Hiempsal II., behaupteten sich mit römischer Hilfe.Des Letzteren Sohn, Juba I. (s. d.), war in demBürgerkriegeAnhängerdes Pompejus, weshalb nachder Schlacht von Thapsns (46 v. Chr.) das Reichaufgelöst, noch eine weitere Strecke im W. bis zumAmpsaga zu Mauretanien geschlagen, der Rest aberunter dem Namen Hova ^Iriog. zur directen röm.Provinz gemacht. Den Freibeuter Sittius, durchdessen Beistand Juba geschlagen worden war, be-schenkte Cäsar mit dem westlichen Districte um Cirtaunter römischer Oberhoheit. Jedoch blieb der NameN. für dieses Gebiet in der Volkssprache üblich. Baldentspann sich wieder der Bürgerkrieg zwischen denrömischen Statthaltern der alten u. neuen ProvinzAfrika, bis beide (40) in die Hände des TrinmvirnLepidus u. endlich an Augustus kamen, nnter dessenRegierung die Verhältnisse wieder geändert wurden.Judas Sohn, Juba II. (s. d.), erhielt das Reichwieder, aber in veränderter Gestalt, das alte Gebietdes Syphax im Westen und Mauretanien, welchesnun den »Namen Mauretanien (s. d.) bekam. Daseigentliche N. blieb unmittelbare römische Besitzungu. wurde zur Provinz Afrika geschlagen. Bei derThcilnugdesRömischenNeicheskam es andasWest-römische Reich; daun an die Vandalen, im 6. Jahrh.an das Byzantinische Reich u. im 7. Jahrh. an dieAraber. Die weitere Gcsch. s.u. Algier. Thielemann.
Numisma (griech., richtiger nomisma), Geld,Münze; daher N-tik, Münzkunde (s. d.). Mautheilt die N. in die antike (alte, welche die griechi-schen, d. h. die vor der römischen Herrschaft od. ohneAbzeichen derselben geprägten, sog. Äutonommün-zen, die unter römischer Hoheit in den griech. Staa-ten geschlagenen, ferner die Münzen der alten bar-barischen Völker u. die eigentlich römischen behan-delt), in die mittelalterliche u. moderne (occi-dctttalische) und orientalische. N-tographie,Beschreibung der Münzen.
Numltor, Sohn des Procas, sagenhafter Komavon Alba, aber von seinem Bruder Amulius ver-trieben; er wurde der Sage nach durch Nhea SilviaGroßvater des Romulus u. Remus, welche ihn wie-,der in sein Reich zurückfllhrten.
klummulites (Rummuliten, Münzsteine), fossileGatt, der Foraminiferen, von runder scheiben- oderlinsenförmiger Schale, mit innerer spiraliger Kam-merung. Sie finden sich in großer Menge im Ter-tiärgebirge n. erfüllen oft ganze Schichten im Kalk-stein (N-kalk, bes. im südl. Europa) und Sandstein(N-sandstein). Lehmann.
klummus (Humus, lat.), Münze (s. d.). DaherHummarias 1o§ss, römische Gesetze, welche aus dasMünzwesen Bezug hatten; dann so v. w. Sestertius.
Nun,1)Cap N.,in NWAfrika.imsüdl.Marokko;3) Ort in der Landschaft Sns (Marokko), liegt östl.vom Vorigen u. ist ein wichtiger Stationsplatz fürdie nach dem Innern gehenden Karawanen; 3) derHauptmündungsarm des Niger, welcher Vorzugs-weise zur Beschiffung des Stromes benutzt wird.
Nuncnpation (v. Lat.), so v. w. Nennung, Be-nennung, Ernennung in rechtlich verbindlicher Form;von Zeugen eine mündliche Erklärung, welche vorZeugen gegeben wird; sie kam bes. bei Mancipa-tioneu n. Erbeinsetzungen vor.
IWmImao (röm. Aut.), Markttage, an welchem dierömischen Landleute nach Rom gingen, um zu kaufen,verkaufen u. andere Geschäfte zu besorgen; zugleichwurden die H. benutzt, um die Comitien n. die andenselben zu verhandelnden Gegenstände bekannt zumachen. Diese lös. fielen alle 9 Tage, doch so, daßdie Markttage selbst mit gezählt wurden, also zwi-schen den einzelnen Markttagen (Xunämalos äios)nur sieben Tage lagen. Daher die Buchstaben, wo-mit die H. bezeichnet wurden (L.—H) Nundinal-buch staben hießen. Früher Oiss nslasdi, wurdensie erst um 288 v. Chr. durch die I-ex Lortsusia alsDies kasti erklärt, so daß an ihnen rechtliche Hand-lungen vorgenommen und außer Tribus-Comitienauch Centuriat-Comitien gehalten werden konnten.
Nuncaton, Stadt in der engl. Grafschaft Mar-wick, Eisenbahnstation; Lateinische Schule; Band-sabrikation; 1871: 7399 Ew.
Nuirez (Nunnez, Honius, Hounius), Pedro,Mathematiker, bes. um die Nautik verdient, geb.1492 in Alcaxar do Sal; unterrichtete den PrinzenHeinrich von Portugal in der Mathematik u. lehrtedarauf Liese Wissenschaft in Coimbra und st. 1577.Er schr.: Vs arks naviganäi, Coimbra 1578, Fol.;Opera matlremaüoa, Basel 1566, 1592, Fol. Ergilt für den Erfinder der Loxodromischen Linie,klunguam rekrorsum (lat.), niemals rückwärts,diuntiatlo (lat.), Meldung, Verkündigung, An-zeige.
dluntlus (Umwius, lat.), 1) Bote; 3) Abgesand-ter; so Hunbii tsrrsstrss, zur Zeit der Selbständig-keit Polens die Landboten; H. apostolious, päpst-licher Gesandter an katholische Negierungen (s. Lega-tus 5). Diese Gesandtschaft: Nuntiatur.
Nuolcn, Kirchdorf und kleiner Badeort im Bez.March des schweizer. Kantons Schwyz, am ZüricherSee und der Mündung der Aa; Dampfschiffstation;Bad mit erdig-muriatischer Stahlquelle; Baumwol-len-Industrie.
Nuöro, Kreisstadt in der italien. Prov. Sassari