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Niederlande.
näherten sich der span. Partei, und im Sept. 1579wurde der Vergleich zu Mons proclamirt. Die zurUtrechter Union getretenen Provinzen Pflogen dage-gen mit England Unterhandlungen, u. dieses schoßihnen bedeutendeSmnmen vor, wodurch die 7 Pro-vinzen in den Stand gesetzt wurden, die im Mai mitSpanien begonnenen Friedesunterhandluugen zuKöln abzubrechen. Unterdessen hatte der Krieg im-mer fort gewüthet. Mastricht war von Farnese 29.Juni zerstört worden; Groningen u. Wechsln erga-ben sich den Spaniern. Das Jahr 1580 vergingohne bedeutende Ereignisse. Philipp II., eingedenkder Zuneigung, welche die N. zu seiner Halbschwester,Margarethe, Mutter des Statthalters Alexander Far-nese, gehabt hatten, sendete diese wieder als Ober-statthalterin nach denN-n, doch bald übergab sie ihrAmt ihrem Sohne. Die Niederländer dagegen er-neuerten die Unterhandlungen mit dem Herzog vonAnjou, nach denen derselbe die Oberstatthalterstelleerblich bekommen, dagegen die alten Rechte und dieReligionsfreiheit aufrecht erhalten sollte, worübermit Frankreich der Vertrag zu Plessis les Tours 19.Sept. 1580 geschlossen wurde. Der Erzherzog Mat-thias kehrte nachDeutschland zurück. Brabant, Flan-dern,Geldern mit Zlltphen,Holland, Seeland, Fries-land u. Mecheln aber erklärten 26. Juli 1581 Phi-lipp II., König von Spanien, der Oberherrschaftüber die N. für verlustig u. proclamirten die Re-publik der Vereinigten N. Hierauf kam derHerzog von Anjou mit einem Heere nach den N-n,entsetzte Cambrai u. nahm Chateau Cambresis, wo-gegen der Statthalter Alexander Farnese Touruaieroberte. Am 19. Febr. 1582 wurde von den N.,mit Ausnahme von Holland, Seeland und Utrecht,welche Oranien für ihren Oberherrn anerkannten,dem Herzog Franz von Anjou als Herzog vonBrabant zu Antwerpen gehuldigt, der wegen Be-günstigung der katholischen Religion schon verhaßt,den allgemeinen Unwillen gegen sich losbrechen sah,als er sich 17. Jan. 1584 Antwerpens mit List, abervergeblich bemächtigen wollte (Französische Furie) u.endlich nach Frankreich zurückkehrte; die Spanierhatten nun wieder freie Hand. Um diese Zeit (1583)hatten die Stände bestimmt, daß von nun an dieRefvrmirte Confession allein geduldet werden solle,und erklärten 1584 Wilhelm von Oranien zumGrafen u. Herrn, dieser aber, gegen welchen schonseit 15. März 1580 von Philipp II. die Acht aus-gesprochen n. wiederholtMordversuche gemacht wor-den waren, wurde 10.Juli 1584 wirklich von einemJesuitenzögling, Balthasar Gerard, in Delft ermor-det. Die Stände von Holland übertrugen nun demkaum 17 J-Hre alten zweiten Sohne Wilhelms vonOranien, Moritz von Nassau-Oranien, die Ober-leitung des Slaatsraths, welcher unter dem Namender Vereinigten Räthe der Stände von Holland dieN. regieren sollte. Alexander Farnese benutzte dieerste Bestürzung nach Oraniens Tode, u. außer ver-schiedenen wichtigen Plätzen fiel auch Antwerpen(17. Aug. 1585) in seine Hände; alle AntwerpenerProtestanten mußten auswandern, aber mit ihnenzog sich auch derHandel vonAntwerpeu nach Amster-dam. Von neuen Unfällen betroffen boten die Nie-derländer die Herrschaft über sich dem König vonFrankreich und dann der Königin von England an.Diese bewilligte im Oct. 1585 nur eine neue Hilfe
von 7000 Mann unter des Grafen von LeicesterBefehl u. ließ zum Pfand für die Kosten VlissinqenSchloß Rammekens u.Briel besetzen. Jan vanOl-'denbarneveldt, einer der holländischen Unterhändlerin England, bewirkte, noch vor Leicesters Ankunstim Nov. 1585 die Ernennung des Grafen Moritzvon Nassau zum Statthalter von Holland und See-land. Graf Leicester dagegen wurde 1586 Ober-statthalter aller vereinigten Provinzen, sann abernur auf Befestigung seiner Macht, u. da die Spaniersein Zaudern benutzend, bedeutende Eroberungenmachten, u. noch dazu ein Anschlag, sich des PrinzenMoritz, Oldenbarneveldts, Hohenlohes u. 12 ande-rer Häupter des Staates zu bemächtigen u. diesel-ben nach England zu schaffen, entdeckt wurde u. seineÜberrumpelung von Amsterdam u. Leyden mißlang,sah er sich geuöthigt, dem allgemeinen Unwillen zuweichen u. kehrte im Dec. 1587 nach England zurück,während die spanischen Waffen keine nennenswertheFortschritte mehr machten. Nun wurde Moritz auchStatthalter von Geldern, Utrecht u. Overyssel, u. derKrieg beschränkte sich von dieser Zeit an fast nur aufÜberfälleund Belagerungen von Städten. Dagegenschlossen sich die 7 Provinzen jetzt fester an einander.Jede derselben wurde von Ständen (Adel u. Abge-ordnete der Städte) regiert. Die Stände einer jedenProvinz sandten Deputirte auf Lebenszeit zu denGe-ueralstaaten, u. von diesen ging die executiveGewaltaus. Die Statthalter waren durchaus aus demHause Nassau, und zwar die in Holland, Seeland,Utrecht und Overyssel aus dem Hause Nassau-Ora-nien. In Friesland war eine andere Linie desHau-ses Nassau Statthalter u. wurde zeitig erblich. Andieses schloffen sich die dem Hause Nassau geneigte-ren Provinzen Groningen u. Geldern mit Drenthefast stets an. Daneben bestanden dann noch die Ge-neralitätslande (Niederländisch Brabant, Nie-derländisch Flandern und ein Theil von Limburg),welche später (1648) im Westfälischen Frieden denN-n verblieben, aber weder Sitz noch Stimme inden Generalstaaten hatten. Die Admiralitäten vonHolland und Seeland leiteten die Marineangelegen-heiten und ein ebenfalls aus Deputaten bestehenderStaatsrath das Finanzwesen. Indessen eroberteMoritz verschiedene Plätze, während Farnese 2. Dec.1592 zu Arras starb. Ihm folgte der Graf PeterErnst von Mansfeld, dem aber 2 Spanier, derGraf von Fuentes und Don Estevau d'Jbarego, fürdie Kriegssachen beigegeben waren. Fuentes trat indie Fußstapfen Albas, bald aber nöthigten Repressa-lien der Generalstaaten zu milderem Verfahren. Am24. Juni 1593 wurde Gertruidenburg von Moritz er-obert. Da 1593 die spanischen Truppen wieder meu-terten, ersetzte Philipp II. den Grafen Peter vonMansfeld 1594 durch den milden Erzherzog Ernst.Seine Friedeusauträge wiesen die Generalstaaten zu-rück, weil Moritz indessen wieder gesiegt hatte u. auchGroningen nun in die Hände der Niederländer ge-fallen war. Zugleich revoltirten die unbezahlten spa-nischen Truppen u. schloffen mit Moritz Waffenstill-stand. Am 20. Febr. 1596 st. der Erzherzog Ernst.Ihm folgte Fuentes. Philipp II. ließ auch jetztwieder den Generalstaaten Friedensvorschläge ma-chen, aber wieder vergeblich. Als nun Philipp denErzherzog Albrecht sandte,der im Anfänge einige Vor-theile erfocht, schloffen die dt. mit Heinrich IV. von
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