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Bd. 13 (1879) Metternich - Ostindien
Entstehung
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Nicolai Nicosia.

Irische Volksbelustigung (1856), u. 1860 folgte derfigurenreiche Jahrmarkt von Donnybrook. Nach-dem N. 1863 nach London übergesiedelt, entstandenseine null vvv^srn, Der Verläumdete, seinePachterneuerung rc. N. zählt zu den besten Colo-risten unter seinen Landsleuten. R-gnet.

Nicolai, 1) Philipp, geistlicher Liederdichter,lutherischer Streittheolog, geb. 10. Aug. 1556 inMengeringhausen im Waldeckschen; studirte in Er-surt u. Wittenberg, wurde 1583 Pfarrer in Herdecke,1587 in Nieder- u. 1588 in Alt-Wildnngen, wo ersich an dem Streite über die kkbiquität Christi aufSeiten der Orthodoxen betheiligte, 1596 in Unnaund 1601 an der Katharinenkirche in Hamburg; erstarb hier 26. Oct. 1608. N. schr. u. a.: Frenden-spiegel des ewigen Lebens, 1599; stLsoria vitnsaoternas, 1606; von ihm sind die bekanntenLieder:Wie schön leuchtet der Morgenstern, und Wachet auf,ruft uns die Stimme. Seine Werke gab herausDedeken, die lateinischen, Hamb. 1617, 2Bde., Fol.,die deutschen, ebd. 1617, 4 Bde., Fol. Vgl.Curtze,N-s Leben und Lieder, Halle 1859; Rocholl, DasLebenPH.N-s,Berl.1860. 2) Christoph Fried-rich, popularphilosophischeru.kritischerVielschreiber,geb.18.März1733inBerlin;erlernteseitdemJ.1749in Frankfurt a. d. O. denBuchhandel, arbeitete da-neben eifrig an seiner wissenschaftlichen Bildung,kehrte 1752 nach Berlin zurück, wurde hier mit Les-sing und Mendelssohn bekannt, übernahm 1758 dieväterliche Buchhandlung, st. 8. Jan. 1811 in Ber-lin. N. leistete der im vorigen Jahrhundert sichemporarbeitenden deutschen Nationalliteratur an-fangs gute kritische Dienste, wurde aber bald vonseiner Zeit überholt, war beschränkt und anmaßendgenug, über alles Mögliche, was er verstand u. nichtverstand, abzuurtheilen, und machte sich nach vielenSeitenhin verhaßt ».lächerlich (vgl. den Art. DeutscheNationalliteratnr, S. 193). Gegen ihn traten u. A.auf: L. Tieck in der Komödie: Prinz Zerbino oderdie Reise Zum guten Geschmack, 1799, u. Fichte inder Schrift: N-s Leben n. sonderbare Meinungen,herausgegeben von A. W. Schlegel, Tübing. 1801 .N-s Schriften: Briefe über den itzigen Zustand derschönen Wissenschaften in Deutschland, Berl. 1755;mit Mendelssohn: Herausgabe der Bibliothek derschönen Wissenschaften ».der freien Künste, Bd.l4,Lp;. 1757ff.; mit Lessiug u. Mendelssohn: Heraus-gabe der Briese, die neueste Literatur betreffend,Berl. 175964; Herausgabe der Allgemeinen Deut-schen Bibliothek, ebd. 176592, der Neuen allge-meinen deutschen Bibliothek, 18001805; Roman:Leben u. Meinungen des Herrn M.Sebaldus Noth-anker, Berl. 1773 ff., 3 Thle., 4. A., ebd. 1799,3 Bde. (auch ins Französische, Englische, Holländische,Schwedische und Dänische übersetzt); Reise durchDeutschland u. die Schweiz, Berl. 1781, 3.A., 1788bis 1796, 12 Bde. rc. Bgl. N-s Leben u. literari-schen Nachlaß, herausgeg. von Göckingk, ebd. 1820.3) Otto, talentvollerComponist, geb. 9.Juni 1810in Königsberg; wurde durch die rücksichtslose Strengeseines Vaters schon mit 16 Jahren aus der Heimathvertrieben und fand in dem Justizrath Adler inStargard einen Beschützer und Gönner, bei dem erdle vernachlässigte Schulbildung nachholte und derlhn 1827 in den musikalischen Unterricht Zeltersund Kleins nach Berlin schickte. Aus Veranlassung

Bunsens, des preußischen Gesandten beim Papste,ging N. 1833 als Organist der Gssandtschaftskapellenach Rom, wo er unter Baini weiter studirte, des,aber durch die Musik Bellinis u. der neueren italie-nischen Componisten angelockt wurde. Nachdem er183738 als zweiterCapellmeister des Kärnthner»thortheaters in Wien gewirkt hatte, kehrte er nachRom zurück und schrieb im Sinne des herrschendenGeschmacks verschiedene Opern, wovon Lnrieo ss-ooncio, Rosruonäo ck'In»IMsro (1839), u. bes. IIIsmpliario (1840) Glück hatten. Im Jahre 1841ging N. als Hofkapellmeister nach Wien, wo er 1843die berühmt gewordenen philharmonischen Concertegründete u. seinen Templer, sowie die Heimkehr desVerbannten (II krosoriio) auffllhrte. Sein Bestesleistete er mit der nach Shakespeares gleichnamigemLustspiel von Mosenthal bearbeiteten komischen OperDie lustigen Weiber von Windsor; begonnen inWien,vollendet in Berlin, wohin er 1848 als Dirigent desDomchors und Hofkapellmeister übersiedelte. DieseOper wurde erstmals 9. März 1849 gegeben u. hatsich durch ihre entsprechende Melodik, humorvolleCharakteristik auf den Repertoires aller Theater er-halten. N. starb schon 11. Mai 1849 und hinterließviele ungedruckt gebliebene Manuscripte; eine Bio-graphie desselben schrieb Mendel, Berl., Heimann.

1) Löffler. 2) G. Zimmcrmann. 3t Siebenrock.

Nicolaithal, s. Visp.

St. Nicolas, 1) Arrondissementshauptort in derbelg. Prov. Ostflandern; Eisenbahnknotenpunkt zwi-schen Gent u. Antwerpen; hat Handelsgericht, La-teinische Schule; bedeutende Fabriken inBamnwollen-n. Wollenzeugen, Spitzen, Nähnadeln, Thonwaareu,Handel mir Getreide, Flachs, Garn, Leinwand;23,388 Ew.; eine der Kirchen enthält sehr beachtens-werthe Wandgemälde der Antwerpuer Maler Glissensund Sweerts. 2) (St. N. du Port) Stadt im Ärr.Nancy des franz. Dep. Meurthe-et-Moselle, an derMeurthe u. dem Rhein-Marnekanal; Wollen» undBaumwollenspinnerei u. -Weberei, Leinenweberei,FabrikationvonWatte, Strumpfwirker- n.Stickerei-waaren, Walkmühlen, Metallgießerei, Bierbrauerei,Gerberei; 1872: 3893 Ew.

Nicolay, Ludwig Heinrich von, deutscher,hauptsächlich epischer Dichter, geb. 29.Dec.l737 inStraßburg; war erst französischer Gesandtschafts-secretär, dann Professor der Logik in Straßburg,wurde 1769 Erzieher, 1773 Cabinetssecretär undBibliothekar des Großfürsten Paul von Rußland,1782 geadelt, 1796 Staatsrath, 1798 Director derAkademie der Wissenschaften, 1801 wirklicher Ge-heimer Rath u. Mitglied des Cabinets, st. 18. Nov.1820 auf seinem Gute Monrepos bei Wiborg inFinnland. Verm. Gedichte u. Pros. Schriften, Berl.1792 ff., 8 Bde. Vgl. Gerschau, Aus dem Leben desFreiherrn von N., Hamb. 1834. G- Zimmerm-na.

San Nicölo (Tino), Hauptort derJnselTinos(Eparchie Tinos, Nomarchie Kyklades), auf der Süd-küste der Insel; Sitz eines katholischen Bischofs,griechischen Protopen; Seidenspinnerei u. Weberei,Hafen; 1871: 2028 Ew.

Nicolsches Prisma, s. Polarisation.

Nicosia, 1) (a. Geogr.) so v. w. Levkosia. 2)(Herbita) Stadt in der italien. Prov. Catania; Bi-schofssitz, Collegium, Bibliothek von 10,000 Bänden,Salzmine, Schwefelquellen, Handel uni Vieh, Ge»