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Nickclchlorür — Nicol.
blüthe bei Riechelsdorf in Hessen, Saalfeld undGlücksbrunn in Thüringen, Annaberg und Schnee-berg in Sachsen, Joachimsthal in Böhmen, Dobschauin Ungarn, Allemont in Frankreich.
Nickclchlorür, Chlornickel, Nickelochlorid —chemische Verbindung von Nickel u. Chlor (lssiOlz).Wasserfrei erhält man es durch Erhitzen von Nickelin Chlorgas in gelben, goldglänzenden Schüppchen,durch Eindampsen der Lösung von Nickel in Königs-wasser als braungelbe, sublimirbare Masse. Diewässerige Lösung desselben ist grün und liefert beimAbdampfen grüne, wasserhaltige Krystalle mit 6Mol. Krystallwasser. Hetzer.
Nickclglanz (Min.), so v. w. Nickelarsenkies.
Nickelin, so v. w. Rothnickelkies.
Nickelkies, so v. w. Haarkies.
Nickellegirungen haben in den letzten Jahreneine große Wichtigkeit erlangt, a. Ans 75 Kupferu. 25 °/o Nickel werden die Nickelscheidemünzen vonDeutschland, Belgien und NAmerika (zu den zu 5-Centsstücken, für 1 -Centsstücke dient eine Legirnngvon nur 12 Nickel) geprägt. Diese Legirung em-pfiehlt sich hierzu durch ihre außerordentlich geringeAbnutzung, ihren relativen Werth und ihre weißeFarbe. Die Schweiz benutzt eine weniger schöne u.zu weiche Legirung von 10 °/» Nickel, 25°/o Zink,5—15"/oSilber u. 50—60"/vKupfer (letzteres rich-tet sich je nach der betreffenden Münzsorte), b. DieLegirungen von Nickel, Zink und Kupfer sind alsNeusilber, German Silver, Argentan rc.sehr verbreitet. Sie haben je nach dem Nickeb-gehalt eine gelbe bis weiße Farbe, lassen sich kalthämmern u. walzen, werden an feuchter Luft nurwenig verändert und eignen sich bes. aut zur Ver-silberung (Christofflemetall). e. Eine Legirung vonNickel u. Eisen findet sich in dem.Mcteoreisen,welches daher beim Anschleisen u. Ätzen eigenthüm-liche Figuren zeigt, ä. Nickel, Zinn u. Kupfer, auchwol Kupfer n. Nickel allein, sind verschiedentlich alsLegirungen für Geschütze, bisher aber mit ungünsti-gen Erfolgen versucht worden. Jungck.
Nickelocker, so v. w. Nickelblüthe.
Nickeloxyd, Nickelioxyd — chemische Verbind-ung von Nickel und Sauerstoff (dl^On), welche alsschwarzes Pulver beim vorsichtigen Erhitzen vonjalpetersaurem od. kohlensaurem Nickeloxydul erhal-ten wird. Beim Glühen geht es in Nickeloxydul über.In Salpetersäure u. Schwefelsäure löst es sich unterAbgabe von Sauerstoff zu einemNickeloxydulsalze, inSalzsäure unter Chlorentwickelung zu Nickclchlorür.
Nickcloxydul.Nickelooxyd — chemischeVerbind-ungvonNickel u.Sauerstoff MO); bildet ein grün-lichgraues Pulver oder kleine grüne Krystalle, diebeim Glühen mit Kohle oder im Wasserstoffstromezu Metall reducirt werden. Man erhält es amorphdurch Glühen seines Hydrates vd. des Kohlensäurc-salzes, krystallisirt durch anhaltendes Glühen vonNickel in Wasserdampf. Hetzer.
Nickcloxydulhydrat, Nickelhydroxydul,Nickelo-hydrat — Verbindung von Nickel, Wasserstoff undSauerstoff — lssi(O 8)2 — entsteht in Form einesapfclgrünen, flockigen Niederschlages, wenn man einNickeloxydulsalz mit Kali- oder Natronlauge fällt.Beim Erhitzen gibt es Wasser ab u. geht in Nickel-oxydul über; in Säuren löst es sich unter Bildungvon Nickeloxydulsalzen. Hetzer.
Nickeloxydulsalze, Nickelsalze, Nickelosalze-entstehen beim Auflösen von Nickeloxydul od. Nickel-oxydulhydrat in einer Säure, indem der tvvückeWasserstoff derselben durch Nickel ersetzt wird- dieunlöslichen, z. B. das Kohlensäure- u. Oxalsäure-salz, erhält man durch Fällung eines löslichen Sal-zes mit dem betreffenden Alkalisalze. Sie sind imwasserfreien Zustande meist gelb, im wasserhaltigengrün gefärbt; durch Zink, sowie durch den elektrischen k?Strom wird aus ihnen leicht das Metall abgeschst.den. Kali- n. Natronlauge erzeugen in ihnen einenapfelgrünen Niederschlag (Nickeloxydulhydrat); koh-leusaure u.oxalsaureAlkalien einen ähnlich gefärbtenvon kohlensaurem, resp. oxalsaurem Nickel; Schwesel-ammonium fällt schwarzes Schwefelnickel. Ammo-niak u. Ammonsalze geben keinen Niederschlag, dasich sofort leicht lösliche Doppelsalze bilden. MitBorax geben N. in der äußeren Löthrohrflamme eineheiß violett, nach dem Erkalten rothbraun gefärbtePerle. In der Natur findet sich nur das Arsensäure-salz als Nickelblüthe. Hetzer.
Nickelsmaragd (Emerald-Nickel), Mineral, fin-det sich als Überzug auf dem Chromeisenerz vonTexas in Pennsylvanien, am Cap Ortegal in Spa-nien und bei Pregatten in Tirol; besteht aus kohlen-saurem Nickeloxyd u. Wasser MzOOs-s-öllzO).
NickclsPießglanzerz, so v.w.Nickelantimonkies.
Nickelsulfurete, gemeinschaftlicher Name fiirdie beiden Verbindungen von Nickel und Schwefel,das einfach Schwefelnickel M 8 ), auch Nickel-snlfür, Nickelosulfid u. zweifach Schwefelnickel,Nickeldisulfid (MLz). Der Nickelarsenkies u. dcrNickelantimonkies enthalten beide das letztere rzSulfuret. Hetzer.
NickeltvisM«thglanz(Wismuthnickelkies,Say-nit), Mineral, in sehr kleinen tesseralen Würfeln n.Octäcdern; Härte 4 bis 5, spec. Gew. 5,,«; stahlgranins silberweiße, grau oder gelb angelaufen, metall-glänzend , undurchsichtig; besteht aus Nickel, Wis-muth, Schwefel, Eisen, Kupfer, Blei und Kobalt.
Nickhaut (Blinzhaut), das bei denVögeln, aberauch vielen Säugethiereu, Reptilien, Amphibien u.einigen Fischen vorhandene dritte, durchscheinendeAugenlid, welches im inneren Augenwinkel befestigtist und durch eine besondere Musculatur quer vordas Auge gezogen werden kann.
Nicodemus, im Evangelium Johannes der„Meister in Israel", Nathsherr, reich, heimlicherAnhänger Jesu, der ihn bei Nacht besucht, ihn imHohen Rath in Schutz nimmt, sein Begräbniß be-sorgt, ohne Zweifel eine frei erfundene Figur, Sei-tenstück zu dem Joseph von Arimathia bei den Sy-noptikern, vielleicht Erinnerung an den talmudischenNacdimon od. Buni, Sohn Gorions, den srommen,reichen Jünger Jesu, der ein Beweis dafür seindürfte, daß es im späteren Rabbinerthnm eine Jesugünstige, aber furchtsame Richtung gab, als derenVertreter eben der johanneische N. eingesührt wird. z
Nicol, Erskine, engl. Genremaler, geb. imJuli 1825 in Leith; ward für den Handelsstand be-stimmt , trat aber bald bei einein Stubenmaler inEdinburg in die Lehre und ward 1888 Schüler derAkademie daselbst, ging dann nach Dublin u. maltedort eine Zeitlang Porträts. 1850 kehrte N- nachSchottland zurück u. malte eine Reihe irischer Stoffe.Seinen Ruf verdankte N. zunächst seinem Bilde: