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tärcommission gestellt, welche er alsPair für incom-petent erklärte, worauf sein Proceß der Pairskam-mer überwiesen ward; diese sprach 6. Dec. das To-desurtheil, welches N. mit eben der Ruhe vernahm,als er Unerschrockenheit bei der Hinrichtung, 7. Dec.früh 9 Uhr an der Sternwarte in Paris, im Gartendes Luxembourg, zeigte, wo er den Soldaten zurief:„Fehlt nicht! Es lebe Frankreich! Fener!" Erwurdeauf dem Pcre-Lachaise begraben. Auf dem Platze,wo er erschossen wurde, ward 7. Dec. 1853 einDenk-mal ausgestellt; auch wurde 15. Aug. 1860 in Metzseine Statue errichtet. Vgl. Nsmoirss äu Llarsolialkst., Par. 1333. Er hinterließ drei Söhne: 2) Jo-seph Napoleon, geb. 8. Mai 1803 in Paris;vermählt mit einer Tochter Lafittes, seit der Juli-revolution Fürst von der Moskwa und 1831 Pairvon Frankreich, 1832 Adjutant des Herzogs vonOrleans. Da die Pairskammer seinem Antrag aufCassation des Urtheils gegen seinen Vater nicht Folgeleistete, trat er erst 1841 in dieselbe u. war einer dersechs Pairs, welche im Febr. 1848 die Einladungzum Banket in Paris Unterzeichneten, trat 1849 indie Nationalversammlung, gehörte hier zu den Bo-napartisten, erhielt im Lause des Jahres diploma-tische Missionen nach Berlin u. Madrid und wurde1849 Adjutant des Präsidenten Ludwig Napoleon.Am 3. Dec. 1851 erklärte er sich sür Ludwig Napo-leon, wurde im Jan. 1852 Senator, später Brigade-general. 1356 ging er in diplomatischer Sendungnach Petersburg u. st. 25. Juli 1857 in St. Ger-main bei Paris. N. war ein großer Verehrer deraltclassischen Musik, componirte selbst einiges, bildeteunter der Jnlidynastie einen Musikverein unter denMitgliedern der höchstenAristokratie u. hat viel dazubeigetragen, in Frankreich Len Geschmack für alt-classischeMusik zu heben. 3) Michel Louis FelixNapoleon, Herzog von Elchiugen, Bruderdes Vor., geb. 24. Aug. 1804 in Paris, starb alsBrigadegeneral 14. Juli 1854 in Gallipoli an derCholera. 4) Graf Napoleon Henri Edgar,seitl857Fürst von der Moskwa, Herzog vonElchingen, Bruder desVor., geb. 20.März 1812,wurde im Dec. 1848 Rittmeister in nächster Umgeb-ung Ludwig Napoleons, 1852 Oberst der Cavalerieu. Flügeladjutant des Kaisers, ging 1859 als Bri-gadegeneral nach Italien, wo er in der Schlacht beiMagenta verwundet wurde. 1863 ward er Divi-sionsgeneral, Adjutant u. Großjägermeister Napo-leons III., den er auch 1870 in den Krieg begleitete.Chef der Familie ist jetzt der Sohn von N. 3),Michel, geb. 3. Mai 1835, Brigadegeneral in dersranz. Cavalerie. Lag-u.
Ney, Jenny, s. Bürde-Ney.
Neyba, Ort im südl.Theil der Republik S. Do-mingo, Insel Haiti; Steinsalzgrnben.
Neylia, Stadt im Staat Cundinamarca, slld-amerikan. Republik Colombien, am Magdalenen-strom; Pflanzungen, Viehzucht, Goldwäscherei;10,000 Ew.
Nez Perees, Stamm der Saptin-Indianer,im nördl. Theil des Idaho-Territoriums, zwischen,den Clark's und Saptin (Lewis) Rivers; treibt be-deutende Pferdezucht u. lebt hauptsächlich von Jagdund Fischerei. Sie sind kräftig gebaut, von ausge-sprochen mongolischem Typus, dabei üben sie dieUnsitte des Kopsabplattens (vgl. Körperverunstalt-
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nngen), doch tragen sie ihren Namen mit Unrecht,da sie die Nasen nicht durch Anhängsel verunstalten.Siehaben ein reservirtes Terrain im NW. von Idahovon etwa 3000 HHKm, dessen Beziehung jedoch diemeisten geweigert haben. Im Sommer 1877 be-gannen sie wegen eines von ihnen beanspruchtenJagdgrundes einenKrieg, in dem sie anfangs gegendie Uuionstrnppen Vortheile errangen, aber imSeptember zu Paaren getrieben wurden, wobei aberder größte Theil auf canadisches Gebiet entwich. Eswar dies der erste Conflict, den sie mit der Unionhatten, Schroot.
N'gämi, See in Südafrika, etwa unter 20° 23'bis 20" 40' südl.Br. u. zwischen 40" 11' u. 40° 46'östl. L. von Ferro, liegt nördl. der Wüste Kala,hart in einer Höhe von 807 in, hat einen Flächen-gehalt von 14 IHM., ist znm großen Theil von sehrgeringer Tiefe u. empfängt von dt. her den Tinga,von O. einen Arm des Tamalukan als Zufluß, ohneeinen Abfluß zu haben. Der Suga, welchen Li-vingstone für einen solchen hielt, ist nur ein nach SO.sich wendender Arm des letztgenannten Zuflusses.Die Ufer des Sees sind flach, schilfig u. sandig oderschlammig. Die Umgebung ist fruchtbar, Wald- undweidereich, dicht von Betschnanenstämmcn bewohnt.Der N. wurde zuerst 1. Aug. 1849 von Livingstoneu. seinen Begleitern Oswell und Murray gesehen,später von verschiedenen Reisenden besucht. Dronke.
Nganhoei (Nganhwi), chines. Pro»., eine vondem unteren Jantsekiang u. dem Hoeiho durchströmteEbene, die zu den fruchtbarsten u. bevölkertsten Ge-
gendender Erde gehört, 139,875 ßZkm u. 36,596,988
Ew. Hauptproducte: Reis, Thee, Baumwolle, Sei-denwaaren rc. DieHauptstadt Nganking, am linkenUfer des Jantsekiang, ist ein Hauptsitz des Binnen-handels.
Ngari (Gnari), der westl. Theil von Tibet (s. d.).
kü., chemisches Zeichen für Nickel.
Niagara, Fluß in NAmerika, das Verbindungs-glied des Eriesees (172 m ü. d. M.) u. des Ontario-sees (71m), liegt auf der Greuzezwischen dem StaateNew Jork und der cauadischeu Prov. Ontario, ist53 Icm laug, geht etwa in der Hälfte seines Laufesin Stromschuellcn über und bildet 5 Icm weiter ab-wärts Lieberühmten N.-Fälle, nachdemderStromdurch die Ziegeninsel (GoatJsland) in zwei ungleicheTheile gespalten, von denen der größere auf kanadi-schem, der kleinere auf Unionsgebiet liegt. Elfterer,von seiner gebogenen Form Hufeisenfall genannt, istbei einer Höhe von 46 m etwa 600 m breit, derzweite, 53 m hohe u. 346 m breite Fall wird durchdie Jrisiusel wieder in zwei sehr ungleiche Canäle ge-spalten (der schmälere nur 8 mbreit), so daß im Gan-zen dreiFLlle bestehen u. es unrichtig ist, von einem N.-Fallznsprechen.WenigerwegenihrerperpendiculärenHöhe, die immerhin imposant genug ist, als wegen derungeheuren Wassermasse (etwa 11,000 obm in derSecunde) nehmen die N.-Fälle unter allen bis jetztbekannten Wasserfällen den ersten Rang ein u. bietenein Naturschauspiel, das kaum von einem anderenan Großartigkeit u. Majestät übertrofsen wird. IhrGetöse, das in unmittelbarer Nähe jeden anderenLaut übertänbt, ist bei ruhigem Wetter auf 40 lcmweit hörbar. Mächtige Dampswolken, die sie eben-falls schon aus weiter Ferne ankündcn, bilden imSonnenstrahl die herrlichsten Regenbogen und im