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> Nordamerikanischen Freiheitskriege war N. D. füri die Briten höchst wichtig. Anfangs (1776) von Leej und Washington besetzt, später nach dessen Rückzug!j Long Island von den Amerikanern geräumt u.von Rochambeau 1780 durch Capitulation den Eng-ländern übergeben, blieb sie in deren Gewalt bis1783 wo sie sie für immer räumten. N.S). litt oftvon Feuersbrünsten; die gefährlichste war 16. Dec.1835, wo in der Altstadt, dem Sitz der reichsten Kauf-leute, 670 Häuser abbrannten. Vgl. Pelz, N. Y. u.seine Umgebungen, mit Karte, 4. A., Hamb. 1867;Ders., Transatlant. Federzeichnungen, Leipz. 1867;i D-rs. (E. Pilger) Transatlantische Visionen, 2 A.,ebd. 1871; Mary Booth, Ilwtorx ok tbg 6it^ ok17 L., New Jork 1859; Duensing, N. I., cultur-! histor. Beschreibung, Lpz. 1872; Richmond, 17. V.
! anä its Institutiono 1609—1871, ebd. 1872; Pach-i mayr, Leben u. Treiben der Stadt N. S)., Hamburg' ^874 > Disturnell, dl. 1. rvitd statisties, New Dort1876 ' Ratzel, Städte- und Culturbilder aus Nord-amerika, Lpz. 1876,1. Th. Schr°°t.
Nexöe, Hafenstadt auf der Slldostküste der dän.
!> Insel Bornholm; Hasen u. Rhede, Handel, Schiff-fahrt; etwa 1600 Ew.
. 'lloxus(lat.),1) Verknüpfung, Verbindung; 17. ksu-l äslis, Lehnsverbindung; 17. xaroedialls, Verbind-! ung mit einer Kirchengemeinde; 2) Das ckus usxus! (Das Nexum) trat in den älteren Zeiten Roms ein,wenn ein Schuldner nicht bezahlen konnte, woraufcrdem Gläubiger, um die Schuld abzuarbeiten, über-leben wurde, jedoch an sich frei blieb.
' Ney, 1) Michel, Herzog von Elchingen,Fürst von der Moskwa, Marschall n. Pair vonFrankreich, geb. 10. Jan. 1769 in Saarlouis alsGohn eines Böttchers; arbeitete erst im BureaueinesAdvocaten, war dannAnfseher bei einem Berg-werk, trat 1787 in ein französisches Husarenregimeut,wurde, ein eifriger Republikaner, 1792 Offizier,dannAdjutant, machte dieGefechte vonNeerwindeu,Löwen, Valenciennesu.Grandprezmit, wurde 1794Capitäu u. von Kleber bemerkt, zum Escadronschefu. Adjutanten ernannt, zeichnete sich 1796 bei meh-reren Gelegenheiten sehr aus, nahm Würzbnrg undForchheim u. wurde deshalb Brigadegeueral. 1797übergab ihm General Hoche ein Corps leichter Ca-valerie, mit dem kämpfte er bei Neuwied, wurdeaber bei Dierdorf gefangen. Nach seiner Auswech-selung befehligte er 1799 am Rhein und nahm hierMannheim durch Überrumpelung. Als Divisionsge-neral trat er unter Massen» zurDonanarmee, wurdeaber bei Winterthur schwer verwundet u. dann zurRheinarmee versetzt, bei welcher er interimistisch den' Oberbefehl führte. 1800 stand er unter Moreau u.zeichnete sich vor u. nach dem Waffenstillstände mehr-fach aus, bes. bei Zürich u. Hohenlinden, wo er undGrouchy hauptsächlich die Schlacht entschieden. 1802l vermählte sich N. mitDemoiselle Auguie, der Freun-l di: von Hortensia Beauharnais, u. wurde von Bo-naparte, der diese Heirath zu Stande gebracht, umden Republikaner für sich zu gewinnen, zum Gene-ralinspecteur der Cavalerie ernannt. 1802 vermit-telte er als Gesandter bei der Helvetischen Republikden Vertrag vom 19. Febr. Im Oct. 1803 zurück-berufen , befehligte er das 6. Armeecorps im Lagerbe, Boulvgne und wurde 1804, als Napoleon denÄalsertitel annahm, Marschall. Den Feldzug gegen
Piirers Universal-Tonversations-Üexikon. 8. Ausl.. XII!
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Österreich 1805 begann er mit dem 6. Torps beiGünzburg, erfocht 14. Oct. den Sieg von Elchingen(wofür er 1807 den Titel Herzog von Elchingen er-hielt), besetzte Tirol, vertrieb den Erzherzog Johannvon dort n. drang bis Kärnten vor, wo ihn der Preß-burger Friede aufhielt. 1806 focht er mit seinemCorps bei Jena, 1807 bei Soldau, Mohrungen,Preuß. Eylau, Gutstadt u. Friedland; 1808 ging er,ohne mit Napoleons Politik einverstanden zu sein,mit dem 6. Corps nach Spanien, wo er die Eng-länder an das Meer zurücktrieb u. dann 1809 Gali-cien besetzte. 1810 führte er unter Massena einCorps bei dem resultatlosen Feldzug gegen Portugal,entzweite sich auf dem Rückzuge mit diesem u. wurdewegen Ungehorsam von ihm des Commandos ent-hoben. Nach Frankreich zurückgekehrt, wurde N. erst1812 bei Ausbruch des Krieges gegen Rußland wie-der angestellt, erhielt das Commando des 3. Armee-corps, focht bei Smolensk und namentlich an derMoskwa, wo ihn Napoleon den Braven der Bravennannte u. ihm den Titel: Fürst von der Moskwa,gab. Aufdem Rückzuge von Rußland bis auf 1200Mann geschwächt, umringt vom Feinde und Drang-salen des härtesten Winters, capitulirte er doch nichtu. schlug sich überall, bes. bei Krasnoi und an derBeresina, durch. 1813 führte er bei Großgörschendas 3. Corps u. leitete bei Bautzen die die Schlachtentscheidende Umgehung des rechten feindlichen Flü-gels; nach dem Waffenstillstand commandirte er zu-erst die schlesische Armee, folgte dann dem Kaiser zurSchlacht bei Dresden, führte hierauf die gegen Ber-lin bestimmte Armee, mit der er jedoch bei Benne-witz geschlagen wurde u. focht bei Leipzig u. beiHanau.In Frankreich erhielt er Anfang 1814 den Befehlüber das Corps bei Nancy, harte aber später keinbestimmtes Commando, sondern hielt sich meist beiNapoleon auf, den er nach der Einnahme von Pariszur Abdankung drängte, um den Bürgerkrieg zu ver-meiden, wurde nach der Restauration Mitglied desKriegsconseils, Pair, General der Cllrassicre u. Dra-goner u. Chef der 6. Militärdivision, zog sich jedochim Jan. 1815, von den Royalisten beleidigt, aufsein Gut Condreux bei Chateaudun zurück, begabsich aber, als Napoleon 1815 landete, wiederauffeinen Posten nach Paris. Hier erhielt er ein Com-mando gegen Napoleon u. gab demKönig beim Ab-schied die Versicherung, daß er sich mit allen Kräftenden Fortschritten des Usurpators widersetzen wollte.Indessen zu Besantzon 10. März angelangt, ergriffihn die Stimmung der Armee u. des Volks für Na-poleon; er ging in Auxerre zu demselben über, be-fehligte dann in Belgien den linken Flügel und ver-fuchte vergebens die Engländer bei Quatrebras 16.Juni zu werfen; bei Waterloo führte N. die großeColonne zum Sturm gegen die englischen Linien beiMont St. Jean, welche das Centrum durchbreche»sollte, allein der Angriff scheiterte. Er focht bis zu-letzt, suchte den Tod, wurde aber von der allgemei-nen Flucht fortgerissen und eilte nach Paris, wo erder Pairskammer erklärte, daß Alles verloren sei.Als Ludwig XVIII. zurückkehrte, wollte er über Lyonnach der Schweiz entfliehen, allein die Österreicherhielten die Grenze besetzt; er verbarg sich daher ineinem Schlosse bei Aurillac, jedoch sein kostbarer ägyp-tischer Säbel verrieth ihn, er wurde verhaftet, 19.Aug. nach Paris geführt u. 9. Nov. vor eine Mili-!. Band. 29