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Bd. 13 (1879) Metternich - Ostindien
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Ncuwerk Revers.

Unter-Elsaß (Elsaß-Lothringen), am Fuße des WaS-gaugebirges; guter Nothweinbau; 1875: 1559 Ew. N., das einer 723 gegründete» Benedictiner-Abtei seinen Ursprung verdankt, wurde 1269 mitMauern umgeben u. erhielt 1337 durch Kaiser Lud-wig den Bayer Stadtrechte.

Neuwcrk, eingedeichte Insel vor der Mündungder Elbe, zum Hamburger Amte Nitzebllttel gehörig;hat 2Leuchtthürme, von denen einer schon 1299 znmSchutz gegen Slrandräuber erbaut wurde, mehrerehohe hölzerne Signalgerüste, eine Station der Ge-sellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger, 29lra Marsch-land und etwa 69 Ew. Zur Ebbezeit besteht eineLandverbindung zwischen der Insel und den: DorfeDuhnen.

Neuwied, 1) sonst reichsunmittelbare Grafschaft(165 sÜslcm oder 3 (IM), im Westfälischen Kreise,deren Besitzer 1784 als Reichsfürsten Sitz u. Stimmebeim Westfälischen Reichsgrafencollegium erhielten.Sie kam 1896 unter nassauische und 1815 unterpreußische Hoheit und ist jetzt eine preuß. Staudes-herrschast des Fürsten von Wied, dem auch 1824 nachdem Anssterben des Wied-Runkelschen HauseS dieStandesherrschast Wied-Runkel zugefalleu ist. 2)Kreis im preuß. Regbez. Koblenz, längs dem rech-ten Rheinufer, durchschnitten von derLinie Speldorf-Oberlahnstein (Rechtsrhein.Bahn) derRhein.Eisen-bahn; 619,4g Usicm (11,2g UM) mit (1875) 79,864Ew.; Kreisort ist Heddesdorf. 3) Stadt darin, ansdem rechten Ufer des Rheins (über ihn fliegendeBrücke und Dampsbootverbindung), Station derrechtsrheinischen Eisenbahn, gegenüber dem Einflußder Nette u. der Eisenbahn zwischen Köln u. Kob-lenz; Residenz des Fürsten von Wied, hat fürstlichesSchloß nebst Sammlung von römischen in der Um-gegend gefundenen Alterthümcrn u. Park, Gymna-sium , Schullehrerseminar, Sitz eines Landgerichts(nach der neuen Organisation), höhere Töchterschuleu. Lehrerinnenseminar, Erziehungsanstalt der Evang.Brüdergemeinde für Knaben und Mädchen, außer-dem mehrere engl. Pensionate, sowie 6 Privatpen-sionate sür junge Damen, Taubstummen-Anstalt,Hospital; viele Fabriken, die Seife, Cichorien, höl-zerne Pfeifenköpfe, Kunsttischlerarbeiten, Tabak, Ge-sundheitsgeschirr rc. verfertigen, Essig- und Bier-brauereien, Schifffahrt, Handel mit deren Fabrika-ten, Wein, Holz u. Basaltsteinen: (1875) 9474 Ew.,darunter Herrnhuter u. Mennoniten. Hier Gefechtewegen desÜberganges über den Rhein vom 12.Aug.bis 15. Sept. 1795 zwischen Len Oesterreichern undFranzosen, siegreich für die Letzteren. Im Oktoberdess. I. nahmen aber die Österreicher den Brücken-kopf bei N. wieder, doch drangen die Franzosen, dortvon Neuem über den Rhein gehend, im Juni undJuli 1796 wieder vor, bis sie, im Sept. zurückge-drängt, das rechte Rhcinufer wieder räumten, jedochnur, um den Rhein unter Hoche 18. April 1797 wie-der zu überschreiten. Vgl. Wirtgen, N. u. seine Um-gebung, Nenw. 1872. Schroot.

Neu-Wied, Maximilian, Prinz von, s.Maximilian 19).

Neuwieder Blau, so v. w. Kalkblau.

NenwiederGrün, eine schöne, aber sehr giftigegrüne Farbe. Es ist essig- u. arsenigsaures Kupfermit Schwerspats, versetzt.

Nru-Vork, s. New Jork.

Nevada, Staat der Nordamerikan.Union, grenztim Sk. au Oregon u. Idaho, im O. an Utah u. Ari-zona, im S. an Arizona, im SW. u. W. an Cali-formen; 269,799 km (4897,5 ÜZM) mit 42,491Ew., außerdem15,999nomadisirendeJndianer. DerStaat ist durchgehend Hochland, von etwa 699 bis ^

1699 m Seehöhe, das von verschiedenen von N. !

nach S. streichenden Gebirgsketten in eben so vieleMulden getheilt wird. Die Gebirge erreichen im Z. zmit dem Charlestou Peak 3539 ru. Im NO. liegt !das Great Basin (s. d.). Nur der nördl. Theil, dervon 1952 km der Union-Pacificbahn durchschnittenwird, ist genügend bekannt. Von der Gesaunmfläche !werden 25°/« als ackerbanfähig geschätzt. Der eigen!- !liche Reichthum des Staates beruht in seinen Mine-rallagern rc., die alles Mögliche, Kohlen, Steinsalzund Petroleum nicht ausgeschlossen, und zwar meistin ungeheuren Vorrätheu u. ausgezeichneter Qna- !lität enthalten. Einstweilen werden aber größten-theils nur Gold und Silber ausgebeutet. In dieserHinsicht steht N. in der ganzen Union seit 1871 oben-an u. hat jetzt das hochgeprieseue Califoruien weitüberflügelt. Werthe der Producte 1879: des Acker-baues 2,631,999 Doll., der Viehzucht 1,866,999,derJndustrie 15,8 71,999, desBergbaues 27,166,99»Dollars (letzterer 1877 etwa 59 Mill. Doll.). Ucbcrdas Verhältniß N-s zu den anderen Staaten derUnion, s. Nordamerikanische Unionsstaaten L. Vonhoher intellektueller Bildung kann selbstverständlichin einem so schwach bevölkerten Lande keine Rede sei».

Doch bestehen schon eine höhere Lehranstalt (Univer-sity) u. 198 Volksschulen. Eintheilung in löCoun-ties; Hauptstadt ist Carson City. Au der Spitze derVerwaltung steht ein aus vier Jahre gewählter Gon- «verneur, dem ein Vice - Gouverneur, ein General-Anwalt, ein Staatssecretär, ein Staatsschatzmeister, jein Comptroller und ein Superintendent des Schul- !Wesens, sämmtlich ebenfalls auf vier Jahre, beige-ordner find. Die Legislative besteht aus einem Se-nat von 25 Mitgliedern auf vier und einem Reprä-sentantenhaus von 59 Mitgliedern auf zwei Jahre.

Znm Congreß schickt der Staat 2 Senatoren u. 1 Re-präsentanten. Die Finanzen sind in ausgezeichneterVerfassung; 31. Dec. 1875 betrug die Staatsschuldnur 437,999 Doll. N. war ursprünglich ein Theilvon Mejico, von dem es 1848 an die Union abge-treten wurde. Am 2. März 1861 als Territoriumorganisirt, fand seine Zulassung als Staat durch Con-ngreßacte vom 21. März 1864 statt. Schroot.

Nevado de Sorata, Gebirgsspitze der Cordil-leren von Bolivia, 7566 m, höchster Berg Amerikas.

Ncvcrs, Stadt und Hanptort des franz. Dep.Nievre, sowie des 8 Cantone u. 93 Gemeinden mit123,687 Ew. umfassenden, gleichnam. Arrondisse-ments, am Einfluß der Niövre in die Loire, über dieeine steinerne Brücke von 17 Bogen führt, an einemArm des Seitenkanals der Loire, Station der Paris- ,Lyon-Mittelmeerbahn; Sitz des Präfecten und der iDepartemeutsbehörden, eines Bischofs, Gerichtshof1. Instanz, Assisenhof, Friedens-u. Handelsgericht,Succursale der Bank von Frankreich rc., große Ka- .thedralest.Cyr (919gegründet),KircheSt.Etienue >(aus dem I I.Jahrh.), alte u. interessante Kirche LaVisitation, Schloß (sonst Sitz der Herzöge von N.,um 1475 erbaut, jetzt Jnstizpalast), prächtiges Prä-fecturgebäude, schönes Stadthaus, Triumphbogen