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Bd. 13 (1879) Metternich - Ostindien
Entstehung
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Ncvcrs Ncville.

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des Pariser Thores (1746 zum Andenken an dieSchlacht von Fontenoy errichtet), Lycenm, großes n.kleines Seminar, Normal-Schule für Lehrerinnen,Kunstschule, öfsentl. Bibliothek von 6006 Bdn., Mu-seum, mehrere Wissenschaft!, u. gemeinnützige Gesell-^ schäften, Theater, bedeutendes Staatseisenwerk mit! Gießerei von Schiffsgeschützen und Fabrikation vonProjectilen und Nägeln, Fabriken für Schraubstöcke,

? Schmiedewerkzeuge, Feilen, Chemikalien, Porzellan,

^ Fayence (hier zuerst in Frankreich verfertigt), Glas,Wollenwaaren, Email,Metallwaaren,Zuckersiederei,Bierbrauerei, Gerberei, lebhafter Handel mitEisen-,Stahl-,Quincaillerie-u. Manufacturwaaren, Wein,Getreide u.Bieh, 9 Jahrmärkte; 1872: 22,276Ew.N. ist Geburtsort Mirabeaus. N. hieß zur W-merzeit Noviodunum, war eine Stadt der Äduerim Lugdunensischen Gallien, lag an der Mündungdes Riveris in den Liger (weshalb sie auch Niver-num hieß) u. galt zur Zeit Casars als ein strategischwichtiger Punkt. Unter dem Frankenkönig Chlodwigwurde N. Stadt u. 506 Bischofsitz. H- Berns.

Revers, das Geschlecht der Grafen von N. wirdbis auf Otto Wilhelm znrückgefllhrt, welcher 987 alsGraf von Nivernois vorkommt, u. Lessen Mannes-stamm, nachdem noch Auxerre u. Donnere dazu ge-kommen, mit Wilhelm V. ausstarb (1181); des Letz-teren Mutter Mathilde behieltTonnöre, seineSchwe-ster Agnes aber, Gemahlin Peters von Conrtenay,lateinischen Kaisers in Coustantinopel, erbte N. undAuxerre. Durch ihre Tochter Mathilde I. kamen N.u. Auxerre an den Baron Douzy u. dann durch de-ren Urenkelin Mathilde II. 1257 mit Tounere an^ Len Herzog Hugo von Burgund. Dessen älteste Toch-! ter, Jolantha, Erbin von N., heirathete 1265 Jo-! Hann Tristan von Frankreich, Sohn Ludwigs desHeiligen, und nach dessen Tode (1270) den GrafenRobert III. von Flandern, u. gebar Ludwig I., wel-chen Margarethe, Tochter des Königs Philipp V.vouFrankreich, heirathete. Für diese wurden N., Re-ihet n. Donzy zur Pairie erhoben, u. unter diesemTitel erhielt sie 1322 ihrSohnLudwig II. vonCrecyu. 1346 dessen Sohn Ludwig III. von Male. Die-sem folgte 1384 seine einzige Tochter Margarethe,vermählt mit dem Herzog Philipp dem Kühnen vonBurgund, welche die Grafschaft ihrem Sohn Johanngab, u. da dieser Herzog von Burgund wurde, über-ließ er N., Nethel u. Douzy seinem Bruder Philipp;als mit dessen Sohne Johann von Burgund auchdiese Linie imMannsstamm ausstarb,kamenAuxerre,N. n. Rethel an seine ältere Tochter Elisabeth, ver-mahlt mit Engelbert, Herzog von Kleve. Als LessenEnkel Franz I. 1538 Margarethe von Bourbon-Vendöme heirathete, erhob der König von Frankreich, N.zumHerzogthum, mit der Bestimmung, daß! der Titel in Ermangelung männlicher Nachkommen! auch an die weibliche Linie übergehen solle. 1564i erbte auch schon die Tochter Franz I., Henriette,? welche 1565 sich mit Ludwig von Gonzaga-Mantuavermählte, N. von ihren kinderlos verstorbenenBrüdern. Ludwig vonGonzaga, HerzogvonN., dritter Sohn des Herzogs Friedrich II. vonMantua, geb. 1538, diente mit Auszeichnung unterden französischen Königen Heinrich II., Karl IX.und Heinrich III. und wurde Statthalter von Cham-pagne. Obgleich eifriger Katholik, willigte er doch .nicht in das Unions-ELict, welches den König von!

Navarra vom Throne ausschloß, und nach Hein-richs III. Tode behauptete er strenge Neutralität,bis er sich für Heinrich IV. erklärte und sich ihmzugleich mit 500 Edelleuten zur Schlacht von Jvrystellte. Auch ging er, als der König wünschte, sichwieder mit dem Papste zu versöhnen, für ihn nachRom. Er starb 1595. (Seine ülsmoirss. heraus-gegeben von Gomberville, 1665, 2 Bände, Fol.).Sein Sohn, Karl II., Herzog von Mantua u. Mont-ferrat, folgte ihm nach Henriettens Tode als Herzogvon St. u. Rethel, u. dessen Enkel, Karl III., ver-kaufte N. an den CardinalMäzarin, welcher vonLud-wig XIV. erlangte, daß auf ihn auch der Titel u. diePairie von N. übergingen, u. seinem Neffen, Man-cini, PhilippJnlius, das Herzogthum hinterließ.Louis Jules Barbon Mancini - Mazarin,letzter Herzog von N., franz. Staatsmini-ster u. Grand von Spanien, geb. 16. Decbr.1716 in Paris; diente unter Villars in Italien, spä-ter in Deutschland, nahm aber als Brigadier 1743seinen Abschied, um den Wissenschaften zu leben.1748 wurde er Botschafterin Nom, kehrte 1752 zu-rück und wurde 1756 nach Berlin gesandt, um dieAllianz des Königs von Preußen mit England zuhindern, kam jedoch erst an dem Tage an, woder König den Tractat Unterzeichnete. Nach demKriege ging er 1763 als Gesandter nach London, woer den Friedens-Tractat Unterzeichnete. 1771 stander an der Spitze der französischen Pairs im Streitgegen das Ministerium Maupeou u. trat unter Ver-gennes selbst auf kurze Zeit ins Ministerium. 1793ward er wegen seiner Anhänglichkeit an den Königeingekerkert, und dichtete, als er glaubte hiugerichtetzu werden, die berühmt gewordenen Stanzen: Xna-ekarsis sn prison. Robespierres Sturz rettete ihn,und er lebte nun, nach Verlust seiner Titel und fastseines ganzen Vermögens, still in Paris als der Bür-ger Mancini. Er starb daselbst 25. Februar 179fSeine Gedichte, geschichtlichen Fragmente rc., Par.1796, 8 Bde.; Oeuvres poststumss, herausgeg. vonFran;ois de Neufchateau, Par. 1807. Lagai.

Ncvesignc, Stadt im türk. VilajetBosna (Her-zegowina) am gleichnam. Flüßchen; 3000 Ew.Hier 24. Juli 1876 Niederlage der Montenegrinergegen die Türken.

Neviges, Flecken im Kreise Mettmann des preuß.Regbcz. Düsseldorf, Station der Berg.-Märk. Eisen-bahn; höhere Knabenschule, Zanellaweberei, Knopf-fabrikation, Gerberei, sehr besuchter Wallfahrtsort;etwa 1500 Ew. N. bildet mit den OrtschaftenDönberg, Richrath rc. die Bürgermeisterei Harden-berg mit (1875) 11,042 Ew.

Neville, altes engl. Adelsgeschlecht, als dessenStammvater der angelsächsische Graf Uchtred vonNorthumberland (1010) gilt. Sein Nachkomme N o-bert-Fitz-Maldred,Herr vonRaby inderGraf-schaft Durham, heirathete um 1290 Isabel de N.,die Erbtochter eines mächtigen normannischen Ba-rons, nahm deren Namen an u. brachte ihn so aufdie Familie. Sei» Urenkel, Ranulph de N., er-hielt 1294 als Lord N. die Peerswllrde, und dessenUrenkel, Ralph, einer der Hauptträger der politi-schen Bewegungen jenerZeit, wurde 1397 zum Gra-fen von Westmoreland erhoben. Er hinterließ 1425aus seinen zwei Ehen zehn Söhne u. zwölf Töchter,!von welchen die jüngste, Cecily, sich mit Richard