Druckschrift 
Bd. 13 (1879) Metternich - Ostindien
Entstehung
Seite
422
Einzelbild herunterladen
 

422

Ncumaim-Spallart Ncimmrkt.

deutsch Lpz. 1884; Sisborx oktsts 6IÜNSSS l?iratss.Lond. 1831; übersetzte auch Meadows 'Urs Olrirrsssanäbiisirrsbsliions, Berl. 1857,n.gab heraus Gütz-lafss Geschichte von China, Stuttg. 1847. 4) Her-mann Kunibert, geb. 12. Nov. 1808 zu Marien-werder, erwählte den Militärdienst zum Beruf, trat alsPremierlientcnantansGesundhcitsrücksichtenzurMi-litärverwaltung über u. war seit 1853 Garnisonver-waltnngs-Oberinspectorin Steiße, wo er intiefsterZu-rückgezogenheituurseinemAiute, seiuerFamilieu.derPoesie lebte. Er starb daselbst nach längerer Krankheit8. Nov. 1875. Er schr.: Des Dichters Herz, Weselu. Lpz. 1836, 3. A. Neiße 1859; Jrisholdlcin undRosaliebc, Märchen, Elbers. 1835; Nur Jehan, Ge-dicht in 4 Gesängen, Torg. 1843, 2. A. Bresl. 1852;Jürgen Wullenweber, der kühne Demagoge, Lpz.1846; Das letzte Menschenpaar, Aschersl. 1844;Lazarus, Gedichte, Lpz. 1858; Geharnischte Sonette,ebd. 1859; Dinonht), Gedichte in 3 Gesängen, ebd.1865; Die Atheisten, Canzonen, Bresl. 1869; Her-zenslieder, Lpz. 1870; Die Auferstehung, dramatischeScene, Bresl. 1870; (weitere Versuche auf dramal.Gebiet, wie zuletzt das Drama Robert Burns, fan-den wenig Auklaug); Krieg dem Kriege, Canzonen,Bresl. 1871; Deutsches Schwert n. Lied, ebd. 1871;JuSchleswig-Holsteinn. daheim, Idyllisches Epos in6Gesang.,Neiße 1875. iMcguct. 2>r. S) Schott.-yBcycr.

Neumann- Spallart, Franz Xaver von,österr. Nationalökonom, geb. 11. Nov. 1837 inWien,absolvirte die Rechts- u. Staatswissenschaften an derWiener Universität im I. 1859 n. promovirte hierim 1.1862. Nach einjähriger Studienreise, welcheihn mit volkswirthschaftlichen Verhältnissen in Eng-land, Belgien, Holland n. Frankreich bekannt machteund mit den hervorragendsten Trägern der Wissen-schaft in Berührung brachte, kehrte er nach Wienzurück, veröffentlichte eine Reihe von Arbeiten inJournalen, Vorträgen und kleinen Broschüren undwurde im Herbste 1863 an Stelle Ad. Wagners zumProfessor an der Wiener Handelsakademie ernannt.1864 wurde er von Seite des österreich. Handels-ministeriums aus Anlaß der damals schwebendenVerhandlungen wegen des deutschen Handelsver-trages zur Bearbeitung u. Publication des daraufbezüglichen handelspolitischen Materials Verwenderund stellte sich bald mit einigen Gesinnungsgenossenan die Spitze der Freihandelspartei in Österreich,indem er den Verein für volkswirthschaftlichen Fort-schritt gründete u. für die liberale Richtung mit Er-folg agitirte. Im Frühjahre 1865 wurde N. von derösterreich. RegierungzumZwecke vonVorerhcbnngcnfür den Abschluß eines Handelsvertrages nach Eng-land entsendet und bei den weiteren vorbereitendenSchritten für das Zustandekommen dieses letzterenverwendet. Bei der Weltausstellung zu Paris 1867gab er als Chefredactenr den in 6 Bdn. erschienenen,mehr als 4000 Seiten umsassenden officiellen öster-reichischen Bericht heraus. 1868 wurde ihm die neubegründete Lehrkanzel der Volkswirthschaftslehre ander kaiserlich königlichen Kriegsschule (militärischeHochschule) übertragen und 1869 war er von derösterreich. Regierung zur Eröffnung des SnezkanalsLelegirt. 1871 wurde N. nachdem AbgangeSchäffleszum außerordentlichen Professor der politischen Öko-nomie an der Wiener Universität ernannt, ließ sichjedoch durch das österreich. Ackerbauministerium be-

stimmen , einem Rufe als ordentlicher Professor ander im I. 1872 neu errichteten kaiserl.königl.Hoch.schule für Bodencnltur in Wien zu folgen, wo er seit-her die Lehrkanzel der Volkswirthschaftslehre u. Sta.tistik inne hat. N. ist Mitglied der statistischen Cen-tralcommission u. mehrerer anderer in- u. ausländi-scher wissenschaftlicher Commissionen und Corpora-tionen. N-s umfangreichere Schriften sind: Oester-reichs Handelspolitik in der Vergangenheit, Gegen-wart u. Zukunft, Wien 1864; Volkswirthschaft undHeereswesen, ebd. 1869; Die Kunst in der Wirch-schaft, ebd. 1873; Volkswirthschaftslehre mit be-sonderer Anwendung auf Heerwesen u. Militärver-waltung, ebd. 1873; DieTheuerungderLebensmittel,Berl. 1874; Die Ernten u. der Wohlstand in Öster-reich-Ungarn, ebd. 1874; Übersichten über Produc-tion, Welthandel u. Verkehrsmittel in Behms geogr.Jahrbuche, 1870, 1872, 1874 n. 1876 (von 1878angefangen, selbständig als Übersichten der Welt-wirthschaft in Stuttgart erscheinend); außerdem Ichr.er eine Reihe von Abhandlungen in Fachblättern rc.n. zahlreiche statistische Arbeiten für die seit 1875 er-scheinende und seit Mitte 1877 von ihm selbst undSchimmer redigirte Statistischen Monatsschrift derkaiserl. königl. statist. Centralcommission. C°»tzen.

Neumark, I) sonst der östl. Haupttheil der MarkBrandenburg, grenzte im W. an die Mittel- nndUkermark, im N. an Pommern, im O. an Pommernu. Polen n. im S. an Schlesien n. die Niederlansitz,umfaßte 13,700 dsicin (249 f^W) mit etwa 333,00»Ew. Sie lag fast ganz auf dem rechten Odernfer u.bestand aus den sieben ursprünglichen Kreisen (Kö-nigsberg, Soldin, Landsberg, Friedeberg, Arns-walde, Drambnrg u. Schievelbein) nnd vier einver-leibten (Sternberg, Krossen, Zllllichau u. Kottbns).Der Sitz der Regierung und Collegien war Kiistrin.Jetzt bildet die N. größtentheils den Regbez.Frank-furt, nur die Kreise Schievelbein u. Drambnrg sindzum Regbez. Köslin geschlagen. Die Geschichte s. u.Brandenburg (Gesch.). 2) Kreisstadtim Kreise Löbandes preuß. Regbez. Marienwerder, an der Drewenz;Progymnasinm, Vieh- und Leinwandmärkte; 1875:2370 Ew. Dabei das Kloster Maria-Lonk, einberühmter Wallfahrtsort. H- Berns.

Neumark, Georg, deutscher Dichter, Coinponistn.Musiker,geb.6.März1621 zu Langensalza, stndirtein Königsberg die Rechte, trieb aber daneben eisrigPoesien. Musik, hielt sich 164950 in Thorn, dann inHamburg auf, wo er so lange in großer Dürftigkeitlebte, bis er beim schweb. Residenten v. NoseucrantzalsSecretär eintrat, kam baldnachheralsHauslehrernach Kiel, ging 1651 nach Weimar, erhielt daselbstdie Stelle eines Geheimen Archivsecretärs u. Biblio-thekars, wurde in die Fruchtbringende Gesellschaftaufgenommen, zum Kaiserl. Hof- u. Pfalzgrafen er-nannt, st. 8. Juli 1681 in Weimar. Sein berühmte-stes Kirchenlied ist: Wer nur den lieben Gott läßtwalten. Eine Auswahl seiner Gedichte enthält W.Müllers Bibliothek deutscher Dichter des 17. Jahrh.,Bd. 11, Lpz. 1827. G. Zimmermann.

Neumarkt, 1) Kreisimprcnß.Regbez.Breslau,wird vonderLinieBerlin-Breslauder Niederschlesisch-Märkischen und der LinieBreslan-Waldenburg derBreslau-Schweidnitz-Freiburger Eisenbahn durch-schnitten; 712g Iljicm (12,gz sljM) »Nt (1875)56,059 Ew. 2) Kreisstadt darin, Station der Nie-