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Bd. 13 (1879) Metternich - Ostindien
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Ncumarkli Neumen.

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dcrschlcs.-Mark. Eisenbahn; Tabak- und Cigarren-sabrikation, Tabak- u. Kardenbau; (1875) 5531 Ew.8) Bczirksamtssiadt im bayr. Negbez. Oberpfalz ander Sulz am Ludwigskanal n. der Bayr. Staatsbahn;Realschule, Gewerbeschule, zwei Fortbildungsschulen,Waisenhaus,Garnison rc. Man sabricirtCement,Holz-waaren,Klinker, Teigwaaren, Brod,Maschinen, auchbestehleine Kunstmühle ».bedeutende Bierbrauerei;1875 : 4 K 00 Ew. Inder NähedieBurgruineWolfsteinu. das Wildbad (schwcfelsaure u. kohlensaure Salze,EisenoxydnhreichlichSchwefelwasserstoffgasn. kohlen-sauresGas enthaltend). Hier23.Aug.1796SiegderÖsterreicher unter Erzherzog Karl über die FranzosenunterBernadottc.Vgl.Giehl,N. inderObsrpfalzmitdemMineralbad.Amb. 1873.4)(N.a.d.Rott)Markt-i flecken im Bezirksamt Mühldorf des bayer. Regbez.

! Öberbayern,andcrRott,Stationder Bayer. Staats-

bahnen; Wachsbleiche, besuchte Märkte; 1875:1237Ew. Hier 24. April 1809 siegreiches Gefecht derÖsterreicher unter Hiller gegen die Franzosen undBayern unter Besseres u. Wrede, 5 ) (Nowytarg),Stadt im glcichnam. galiz. Bez. (Österreich), am Zu-sammenfluß des Schwarzen und Weißen Dunajec;merkwürdige Kirche (1219 aus Lärchenholz erbautu. noch gut erhalten), bedeutender Wein- und Lein-wandhandel; 1869: 3459 Ew. I) 4) 5) H. Berns.

Neumarktl, Marktflecken im Bezirk Krainbnrgdes österr. Herzogthums Krain, am Fuß des Loibln. an der Fcistritz; zwei Schlösser, Eisen- u. Stahl-werke,Senseuschmieden, Fabrikation englischerFeilcn,Cordnan-, Saffian- u. Sohlenlederbereituug, Kat-tundruckerci, Strumpfweberei, starke Schuhmacherei,lebhafter Handel, bes. mit Leder; 1869: 1751 Ew.

Nemnayer, Georg, Wirkt. Admiralitätsrathu. Direktor der deutschen Seewarte, geb. 21. Juni1826 zu Kirchheim-Bolauden (Bayer. Pfalz); stu-dirte das Jngenieurfach, bes. au der Polytechnische»Schule in München, ging aber nach bestandenemStaatsconcurse, um seiner wissenschaftlichen Neigungzu entsprechen u. sich für das deutsche Seewesen aus-zubilden, 1850 zunächst als einfacher Matrose vonHamburg aus zur See, bestand bald das Steuer-mannsexamen u. machte verschiedene größere See-reisen (u. A. nach Süd-Amerika, dann wiederholtnach Australien). Im I. 1855 wurde er von demKönige Maximilian II. von Bayern zur Ausführ-ung eines wissenschaftlichen Auftrages in der slldl.Hemisphäre ausersehen und ging Ende 1856 nachAustralien. In Verbindung mit den ihm übertra-genen physikalischen Arbeiten wurde im 1.1857 einphysikalischesObservatorium in Melbourne errichtet,welches später (1859) ganz von der Colonial-Re-gierung in Victoria übernommen wurde. Bis 1864war er Direktor dieses Observatoriums, das 1861in größerem Umfange daselbst erbaut und in seinemArbeitspläne erweitert wurde, und des Lla^nobieLurvsz- des Landes. Während dieser Zeit machte erweite Reisen in das Innere des Continents. Bei- der Leitung der Angelegenheiten der verschiedenenExpeditionen in das Innere, welche (1861) zur Er-, schließnng des AnstralischenFestlaudes führten, nahm! er thätigcn Antheil u. kehrte Ende 1864 nach Europazurück, um in Deutschland ein Institut sür uautisch-; meteorologische Zwecke (Seewarte) zu errichten. DiePolitischenVerhältnissc injeucrZcitwarrnderDurch-sührung nicht günstig, u. er nahm daher zunächst in

der Pfalz seinen Wohnsitz, wo er auf Kosten der Co-lonial-Negierung von Victoria seine vielfachen undreichen Beobachtungen ans dem Gebiete der Physikder Erde während der nächsten sieben Jahre verar-beuete und in einem umfassenden Werke (4 Quart-bände) publicirte. 1871 siedelte er nach Berlin über,wo nunmehr seine Ideen bezüglich Ausbildung derwissenschaftlichen Institute des deutschen SeewesensBeachtung fanden. Nachdem er zunächst als Hydro-graph der kaiserl. Admiralität in Las ueugegrllndeteHydrographische Bureau eingetreten war, ward er1. Jan. 1876 mit dem Titel eines Wirkl. Admira-litätsraths zum Direktor der nach seinen Entwürfen1875insLebengernfenendentschenScewarteernannt.

Neumayr, 1) Max von, bayr. Staatsminister,geb. 29. Juli 1808 in München, machte daselbst feineStudien, arbeitete erst im Ministerium des Innern,wurde 1836Secretärdaselbst, 1842 Ministerialassessoru. 1847Oberstudienrathim Cnltusministerium; 1848in die Nationalversammlung zu Frankfurt gewählt,stimmte er mitden Großdcutsch-Couservativen; nachder Auflösung der Versammlung im Mai 1849 warder im Nov. bayerischer Geschäftsträger u. später Mi-nisterresident in Stuttgart, von wo er im Mai 1859nach München als Minister des Innern berufenwurde, um die Trennung der Justiz von der Ver-waltung, das Polizeistrafgesetzbnch rc. durchznführen.1865 gab er seine Entlassung u. wurde Staatsrathim außerordentlichen Dienst. Von 186870 war erAbgeordneter im Zollparlament, von gemäßigt kon-servativ-großdentscher Richtung. Er lebt meistensauf einem Besitzthum zu Miesbach. 2) Ludwigvon,Bruder des Vor., widmete sich dem Justizfache, wardRichter, war 186369 Mitglied der bayer.Abgeord-neten-Kammer, dann zum lebenslänglichen Reichs-rath u. Präsident des Ober-Appellhofes ernannt.

Neumeister,Erdinaun,geistlicherLiederdichterans dem Kreis der orthodox-lutherischen Bekämpferdes Pietismus, geb. 12. Mai 1671 in Üchteritz beiWeißenfels,studirteinLeipzig, war zuerst 1697Pfar-rer in Bibra, wurde 1704Hofdiakonus in Weißenfels,1706 Superintendent in Sorau (Niederlausitz) und1715 Hauptpastor an der Jakobskirche u. Scholarchin Hamburg, wo er 19. Ang. 1756 starb. Von ihmist u. A. das bekannte Lied: Jesus nimmt die Sün-der an; er gab heraus: Der Zugang zum Gnaden-stnhl, Weißenfels 1705,6 . A. 1740; EvangelischerNachklang, Hamb. 1718, 2.A. 1726, 2.THI. 1729;Sammlung seiner geistlichen Poesien als Psalmen n.Lobgesänge, 2. A., ebd. 1755. Löffler.'

Ne» Mejico, s. New Mexico.

Nenmen (von r-ovzr«, der Wink, auch 7r--riN»-der Hauch, das Leben, der Geist, die Seele), die Be-zeichnung sür gewisse Tonreihen auf dem letzten Vo-cal eines Wortes; ferner die Notenschrift, mit derdie frühesten Kircheugesänge ausgezeichnet wurden.Da die ersten Christen des neuen Gesanges, wie ersich besonders unter Gregor dem Großen festgestellthatte (s. Kirchenmusik, Kirchentöne, auch DeutschesLied), gänzlich unkundig waren, anfänglich sogareine Ausschließung vom Cultusgesang nöthig mach-ten, wurden kurze melodische Tonreihen auf dieSchlnßvocale der allgenieinen Ausrufe Lz-ris elei-son und Lilolujair eingeführt, deren sich das Volkbemächtigte und die sich nach und nach zu kirchlichenGesängen (Sequenzen) erweiterten. Damit war die