NeucnkamP -
Landdrostei Osnabrück, an der Dinkel; Bildnngsan-stalt für Schullehrer, Bauniwollenweberei, Fabrika-tion von Tabak, Cigarren und Liqneur, Schifffahrt;1875 : 13SS Ew. Geburtsort Miguels.
Neuenkamp , Dorf auf der Insel Rügen, amRügenschen Bodden; Denkmal des Großen Kurfür-sten (seit 1854), der hier 18. Sept. 1678 über dieSchweden siegte.
Neuenrade, Stadt im Kreise Altena des prenß.Ncgbez. Arnsberg; Fabrikation von Eisendraht, Kla-vierstisten, Schrauben, Schnallen, Nieten, Ahlen rc.;1875: 1562 Ew.
Neue Philippinen, so v. w. Carolinen (s. d.).
Neuenstadt, 1) (N. an der Linde), Stadt amKocher u. an der Brettach im Oberamte Neckarsulmdes Württemberg. Neckarkreises; Schloß; 1871: 1420Ew. N. war von 1618—1787 Sitz einer Nebenliniedes Württemberg. Hauses, der Herzoge von Würt-temberg-N. Die Stadt gehörte ehedem den Herrenvon Weinsberg, von welchen sie (1485) an die Pfalzkam, der sie in dem Pfälzischen Kriege (1504) vomHerzog Ulrich abgenommen wurde. 2) Stadt undHauptort in dem gleichnam. Bezirk des schweizer.Kantons Bern, westl. am Vieler See u. am Fuße desChasseral, Station zweier Eisenbahnen; Progym-nasium, Wein- u. Obstbau; 1870: 2022 Ew. Da-bei die Ruinen der Burg Schloßberg. Die Stadtwurde 1309 vom Bischof Gerhart von Wippingenfür die aus der zerstörten Stadt Bonneville (1301)Geflohenen gegründet.
Neuenstcin, Stadt an der E-ppach im OberamteÖhringen des Württemberg. Jagstkreises, Stationder Württemberg. Staatsbahnen; Schloß (Armen-anstalt), alte Kirche (mit prächtigem Grabmal desGrasen Wolfgang von Hohenlohe -N.); etwa 1500Ew. N. ward schon 1351 Stadt.
Nencrburg, Marktflecken im Kreise Bitburg desprenß. Regbez. Trier, an der Enz (4,s m hoherWasserfall); Wollenspinnerei, Tuchweberei; 1875:1464 Ew.
Neue Sterne (Ismxorar^ Stars), s. Fixsterne.
Neuer Stil, in Bezug auf Kalender, s. d.
Neues Testament, s. unter Bibel.
Neue Assel, s. umer Rhein n. Issel.
Neufahrwasser, 1) (Westerfahrt) Kanal, führtseit dem 17. Jahrh. aus der an der Mündung ver-sandeten Weichsel nordwestl. zur See bei N., ist seit1844 sehr erweitert (jetzt 38 na breit und 5,§ in tief)u. verbindet das Danziger Hafenbecken mit der Ost-see. 2) Vorstadt von Danzig, 8 Icm davon entfernt,am linken Ufer und der Mündung des westl. Weich-jelarmes (Danziger Weichsel) in die Ostsee, der Fest-ung Weichselmünde gegenüber, Station der prenß.Ostbahn; 2 Kirchen, Hafen, 2 Leuchtthllrme, Lootsen-anstalt, Stationen zur Rettung Schiffbrüchiger, Ha-fenbau-Jnspection, Seebad (aus der Westernplatte);1875: 4496 Ew.
Neufchäteau , Stadt und Hauptort in dem fünfKantone u. 132 Gemeinden mit 56,600 Ew. Umfas-senden, gleichnam. Arr. des franz. Dep. Vosges, amZusammenfluß des Mouzon n. der Maas, Stationder Ostbahn; ehemaliges Schloß der Herzoge vonLothringen, Gerichtshof erster Instanz, öffentliche Bi-bliothek von 7200 Bänden, Bronzestatne der Jeanned'Arc (seit 1860), Wollenspinnerei, Fabrikation vonWatte,Nägeln,Ketten, Messern, Feuerspritzen, Holz-
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schuhen, Essig rc., Handel mit Tuch, Leinwand, Quin-cailleriewaaren, Holz rc.; 1872: 3776 Ew.
Nenfchatel, s. Neuenbürg.
Ncufchatel, Fürst von, s. Berthier.
Ncufchätel-en-Bray, Stadt u. Hauptort indem 8 Cantone n. 142 Gem. mit 78,386 Ew. um-fassenden, gleichnam. Arr. des französ. Dep. Seine-Jnferieure, an der Böthune, Station der Westbahn;Gerichtshof erster Instanz, öffentliche Bibliothek von8000 Bänden, Antiquitäten-Museum, Fayence- undGlasfabrikaiion, berühmte Käsebereitung, Handelmit Geflügel, Butter, Eiern, Vieh und Käse; 1872:3571 Ew. (Gem. 3641).
Neufchäteler See, so v. w. Nenenburger See.
Neuffen, Stadt an der Steinach im OberamteNürtingen des Württemberg. Schwarzwaldkreises, indem weinreichen Neu ffener Thal; Kirschgeistfabri-kation, Corsett- u. Bauniwollenweberei, Obst- undWeinbau; etwa 1800 Ew. Dabei die großartigenRuinen der 1802 theilweise abgebrochenen FestungHohen-N. und in der Nähe die Höhle Banrenloch.Stadt n. Feste gehörten in früheren Zeiten den Herrenvon Neuffen, einem durch den Minnesänger Gottfriedvon N. berühmten Geschlechts. Die Herrschaft N.kamschon 1284 durchHeirath an Konrad von Weinsberg,und dieser verkaufte sie 1301 an Württemberg; dasHaus selber aber erlosch bald darauf. Von dem Ortenannte sich (1441) die N-er (od. Stuttgarter) Liniedes Württemberg. Regentenhauses im Gegensätze zuder Uracher Linie, welche letztere 1496 mit Eberhard I.ausstarb. Im Jahre 1610 raffte die Pest sämint-liche Einwohner von N. bis auf ein einziges Ehe-paar hinweg. H- Berns.
Neufundland (Newfoundland), eine Insel desbritischen NAmerika im Atlantischen Ocean, östlichvon der Mündung des St. Lorenzstromes, wird vonLabrador durch die20icm breiten Straßen vonBelle-Jsle getrennt. N. mißt der Länge nach etwa 592 Icmu. der Breite nach etwa 464 Icm, während sie einenUmkreis von nahe an 1600 Icm hat, mit einem Flä-cheninhalt von etwa 104,000 Hstcm. Die Küsten sindvon zahlreichenBnchten eingeschnitten, namentlich imO. u. SO. Nach SO. springt die .große HalbinselAvalon, die mit drei kleineren Halbinseln endet, zwi-schen Trinity- u. Placentia-Bai vor; 110—120 Icmwestlich von ihrer Spitze liegen die französ. InselnMiquelon, Langley und St. Pierre. Die SOKüstebesitzt auch die meisten guten Häfen. Am regelmäßig-sten erscheint die WKüste gebildet, an deren südlichemEnde die große Bai von St. George liegt, welche ander Einfahrt im S. vom Cap Anguilla und im N.vom Cap St. George begrenzt wird. Neufundlandbietet von der See aus einen rauhen, nnwirthlichenAnblick dar und die steilen Klippen seiner Küste er-heben sich zu bedeutender Höhe. Seine Oberflächewechselt ab mit Hügeln, Marschen, Barrens (frucht-bares angeschwemmtes Flnßland), Teichen u. Seen.Die Berge aaf der Halbinsel Avalon erheben sich ineinzelnen Fällen bis zu 170 m, während sowol hierwie au der WKüste die Durchschnittshöhe 250 m be-trägt. Etwa H der Insel ist mit Wasser bedeckt. DieHauptflüsse sind: der Exploits mit seinem Neben-fluß Great Rattling u. der Hnmber. Der Boden istunfruchtbar n. unprodnctiv bis auf geringe Strecken,weshalb auch der Ackerbau unbedeutend. Die Be-völkerung (161,374 in 1874) beschäftigt sich Haupt-