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Nadsched
ll.Sept. 1876 inRom. Lebte seit Jahre» in Rom,wo er namentlich groß gedachte Landschaften malte,so die Billa L'Este in Tivoli. Von ihm auch dieHexen aus Macbeth, die Kinder Eduards im Towerund der Auszug des wilden Heeres. Regnet.
Nadsched (Nedsched), Name für das noch wenigbekannte Plateau von Inner-Arabien; im südlichenTheile nur Sandwüste sNoba el Khali) und im N.von der Syrischen und der Nesud-Wüste begrenzt,wird es im mittleren Theile von einzelnenKettengebir-gen durchzogen (wie Dschebel Tueik, Tisch. Temama,Dsch. Adscha rc.), deren Thäler, soweit sie bewässertsind, eine große Fruchtbarkeit besitzen; natürlicheProducte sind: Salz, Salpeter, Naphta; gebaut wer-den namentlich Hirse, Weizen, Datteln; die Vieh-zucht ist bei guten Weiden recht bedeutend: Pferde,Kameele, Schafe. Das Klima ist eines der heißesten u.trockenstender Erde. Die Bewohner (etwa 1,200,000)sind meist vomStammederAniza od.Nedschdi, welchevonN.hereinwanderten, sowie nomadisirende Bedui-nen; ein geringer Theil hängt noch dem altarab. vor-niohamniedanischen Glauben an, die meisten gehörenzur Secte der Wahabiten (s. d.). Politisch zerfälltLas Land in das nördliche Reich Schomer (s. d.) miider Hauptstadt Hayel und das südliche der Wa-habiten mit der Hauptstadt Riad, in der Näheder von Ibrahim Pascha 1818 zerstörten altenHauptstadt Deraie. Dronke.
Nädudvar, Marktflecken im ungar. ComitateSzabolcs, am Kösely in sehr fruchtbarer Gegend;1869: 7879 Ew.
Nadworna, Stadt in Galizien (Österreich), amStrymba, Leiuenwebcrei; 5570 Ew.;brannie 10.Juni 1874 fast ganz ab.
Niifcls, Kirchdorf im schweizer. Kanton Glarus,an der Linth, Station der Schweizer. Nordostbahnu. der Vereinigten Schweizerbahnen; schöne Kirche,Kapuzinerkloster Mariaburg; Baumwollenfabri-katiou; 1870: 2490 Ew. N. war früher Hauptortdes ehemals katholischen Landestheiles vom KantonGlarus. Bei N. auf dem Rautiseld 1352 Sieg derGlarner über den österreich. Bogt Stadion. Hier9. April 1388 Sieg von 1300 (550) Glarnern über6000(12,000)Österreicher. DieStellen, wo die 11Angriffe erfolgten, sind durch 11 Steine bezeichnet.Der Jahrestag der Schlacht wird im ganzen Landedurch ein Volksfest, die stiäjelser Fahrt, gefeiert. Hierauch 1799 mehrere Gefechte der Franzosen gegen dieRussen u. Österreicher. H- Berns.
Naga, ein zu den Lohitavölkern gehörendes Volkin der inüobrit. Prov. Assam, au der Grenze gegenBirma in dem nordöstlichen Theile des im S. desBrahmaputra sich erstreckenden waldigen Gebirgs-landes wohnhast. Über 100,000 Köpfe stark, zer-fallenste in zahlreiche, in kleinen Dorfgemeinschastenunter Häuptlingen wohnende Stämme, die oft sehrverschied. Mnndarteneiner monosyllabischen Sprachereden. Sie sind noch sehr roh, räuberisch u. kriegerischu. sowol untereinander in beständiger Fehde, als zuEinfällen in das engl. Gebiet geneigt, was die indo-britischeRegiernng zu mehrfachen Expeditionen gegensie gezwungen Hai. Das Gebiet eines Theils vonihnen steht seit neuester Zeit unter directer britischerÖberhoheil u. bildet den District Naga Hills (12,690dslcm u. 68,918 Ew.) der Prov. Assam. Thiel-mann.Nägapatam(Negapatam, Negapatnam, so viel
— Nägel.
wie Schlaugenstadt), Stadt im District Tandschnrder indobrir. Präsidentschaft Madras, an der Münd-ung eines Armes der Cavery, Endpunkt der Süd-indischen Eisenbahn; bedeutender Handelsverkehrnamentlich mit Ceylon, Ruinen eines alten Budd-histen- od. Dschaiuaiempels; 48,525 Ew. N. warvon 1660—1782 holländisch.
Nagar, 1) Division des indobrit. VasallenstaatesMaisur, der nordwestl. Theil desselben, in 3 Districtezerfallend; 27,354 sZIcm und 1,364,261 Ew. 2)Hauptstadt davon, auf einer waldigen, fruchtbarenHochebene gelegen. Es ist das frühere Bednur,seitdem 17. Jahrh. Sitz eines kleinenFürstenthmns,dessen letzte Fürstin (Begum) 1763HaiderAli stürzteund die Stadt Haidernagara (Hydernuggnr, abge-kürzt Nuggur, Niagara od. N.) nannte. 1783 wur-den hier die Engländer von demselben besiegt.
Niagara, s. Nagar 2).
Nagasaki (Nangasaki), Stadt auf der SWKüsteder japan. JnselKinsin, in einer gebirgigen Gegendgelegen, mit einem vielfach gewundenen, vortreff-lichenHafen, der durch inehrereJnseln unterbrochenist; 80,000 Ew. L>ie liegt weit ausgedehnt in einemengen Lhale und zählt über 60 (darunter einigeprächtige) Tempel. N., im 16.Jahrh. Bischofsitz derJesuiten, war dann lange Zeit der einzige PunktJapans, in dem die Chinesen u. die (auf die vor derStadt liegende und mit ihr durch eine steincrneBrücke verbundene Insel Desima als Wohnsitz be-schränkten) Holländer unter steter BeaufsichtigungHandel treiben durften. Seit 1854 ist auch sie allenNationen geöffnet, der Handel jedoch gegen Joko-hama weit zurückgeblieben. Sie istSitz vonKriegs-u. Marinearsenalen und mit Shanghai durch regel-mäßige Dampjschifsfayrl im Verkehr.
Nägel, 1) spitzige Körper aus Metall od. Holz,welche bestimmt sind, in zwei übereinander liegendeGegenstände eingetricben, dieselben zu verbinden,oder auch, in einen festen Körper eingeschlagen, mitdem hervorragenden Theile einen Haltepunkt fürdaran zuhängendeKörpcrdarzubieten. Die metalle-nen Nägel sind vorwiegend aus Schmiedeeisen ge-schmiedet; auch aus Blech geschnitten, gegossen, ansDraht gefertigt; kupferne werden vom Kupferschmiedu. beim Schiffbau, Bronze- u. Zinknägel beim Dach-deckcn und erstere auch beim Schiffbau, goldene undsilberne von Gold- u. Silberarbcitsrn u. Uhrmacherngebraucht; hölzerneNägel vom Schiffszimmermann,Zimmermaun und Schuhmacher. Die metallenenNägel haben gewöhnlich oben einen dachförmigen,runden, eckigen, flachen od. sonst nach dem besonderenZweck geformten Nagelkopf; Querköpsc bildenmit dem N. die Form eines T; Dücker haben kleine,dicke, abgedachle oder flache Köpfe, welche sich leichtganz in Las Holz einfenkett lassen. Die Größe derNägel wird im Handel nach dem Gewicht von 1000Stück (0,s—500 Ic§) bestimmt. Nach Größe, Gestaltu. Gebrauch unterscheidet man Schiff-, Mühl-,Sparren-, Boden-, Brettnägel(Brettspieker),Spund-, Latten-, Schindel-, Kreuz-,Koffer-, Decker- oder Bleinägel, Sattler-nägel, mit gelben und weißen Köpfen, Schiefer-nägel, zum Ausnageln der Dachschiefer, Schloß,nägel, Huf- od. Kleppernägel. Die Schiff-,Boden- und Knaggennägel sind die größten;Zwecken (Schuhnägel oder Schusterzwecken) die