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Bd. 13 (1879) Metternich - Ostindien
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Nadaud Nador.

Staats- und Conferenzministers Grafen Michael,geboren 1. April 1801; er war seit 18. Mai 1857österr. Justizminister, trat aber nach Veröffentlichungdes Ocloberdiploins 1860 zurück u. war vom Nov.1861 bis Juli 1865 Hofkauzler für Siebenbürgen.Er ist Erbobergespan des Komorner Comitats,lebenslängliches Mitglied des Herrenhauses desReichsrathes und seit 1844 in kinderloser Ehe ver-mählt mit Amalie geb. v.Trautt, verw. Gräfin Te-leki von Szek. Lagai.

Nadaud, Gustave, geb. 20. Febr. 1820 zuRoubaix (Dep. du Nord); war seit 1834 Commis inRoubaix, etablirte sich dann in Paris u. gab 1849seinGeschäftauf. N. dichtete hübscheLieder, zu denener zum Theil auch die Melodie componirte, 1. A.1849, 5. A. 1865; verfaßte auch Operetten, z. B.Ls äootenr Vieux bswps. u. den reizendenRoman:Ins läMs, 1861. Bolch-rt.

Naddea (Nuddea), Distrikt in Bengalen, s. Kish-nagar.

Nadel, 1) im engeren Sinne dünnes, spitzigesWerkzeug zum Zusammenheften od. Nutzesten (Steck-,Näh-, Haar-N. rc.); im weiteren Sinne alle ähnlichgeformtenWerkzeuge(Strick-,Magnet-, Züud-N.rc.),bes. die zur Anwendung der blutigen Naht gebräuch-lichen Instrumente. ManbedientsichzuderKnopfnahtu. verwandten Nähten (s.Naht) der Hest-N-n, diegekrümmt od. gerade, stets an der Spitze zweischnei-dig und breit sind, um ohne Quetschung einen hin-reichend weiten Stichkanal zu bilden, daß der Fadenihn leicht passiren kann. Soll die Naht in eine Höhleangelegt werden an einer Stelle, zu der die Fingernicht gelangen können, so bedient man sich entwedereines N-Halters (^.ontsnasuluiu, kort-ai^uills),od. einer gestielten stk. Das erstere sind zangenartigeInstrumente, die durch irgend eine Vorrichtung imgeschlossenen Zustande fixirt werden können. Dieletzteren sind entweder einfache krumme N-n mitlangem Stiel u. einem Öhr dicht hinter der Spitze,oder mit einer Vorrichtung versehen, die auch nochin der Tiefe, nachdem der Wnudrand durchstochenist, das Einfädeln mit Leichtigkeit erlaubt (N-n vonLangenbeck,Bruns,Mitscherlich). Zu der umschlun-genen Naht bedient man sich der Steck-N-n, nachDieffenbachs Vorgang derKarlsbaderJnsecten-N-n,die in derWunde liegen blieben. Außerdem bezeich-net man als N-n im weiteren Sinne in der Chirur-gie nadelsörmigeJnstrumente,diezuanderenZweckenals der Naht gebraucht werden, z. B. Staar-N-n,Jmpf-N-n, Unlerbindungs-N-n rc. 2) Schmallinea-lisches stechendes Blatt, wie das der Nadelhölzer.

Nadelbank, die unterseeische Terrasse, welche sichder ganzen SKüste des CaplandeS vorlagert undwegen ihrer stellenweise geringen Tiefe den See-fahrern bisweilen gefährlich wird; sie reicht bis zum37° südl. Br.

Nadelcap (Cabo Agulhas), Vorgebirge an derSSpitze von Afrika; 34° 51' 12" südl. Br. u. 37°36' 15" östl. L. (v. Ferro); bildet das Ende einerlangen, vomFestlande ausgehendenZunge ».wurdeirrigerweise für die südlichste Spitze des Continentsgehalten, während ein kleiner benachbarter Felsen-Vorsprung noch weiter nach S. reicht.Nadeleisenerz, so v. w. Göthit.

Nadelerz (Patrinit), Mineral, erscheint in nadel-sörmigen, längs gestreiften, oft gebogenen u. geknick-

ten Krystallen des rhombischen Systems; Härte 2zspec. Gew. 66,g; blei- bis stahlgrau, oft bräun-'lich angelaufen, metallglänzend, undurchsichtig, be-steht aus Schwefelblei, Schwefelwismuth u. Schwe-felkupfer; findet sich bei Beresowsk in Sibirien u. inGeorgia (NAmerika). Lehmann.

Nadelgeld (Spillgeld), die jährliche SummeGeldes, welche der Ehemann während der Ehe seinerFrau zur freien Disposition, in Sonderheit für PutzLuxussachen rc. übergibt. Beim hohen Adel, fürst,'lichen Personen wird die Höhe derselben im Ehe-contract festgestellt. In manchen Ländern muß dieLandesvertretung, resp. das Volk bei der Vermählungdes Erb- u. Landesherrn der Gemahlin desselben eingewisses N. aussetzen, ähnlich der Prinzessiusteuer.

Nadelgrund, s. u. Grund.

Nadelhölzer, so v. w. Ooniksras.

Nadelköroel ist 8oanäix.

Nadeln der Kleopätra, s. u. Obelisken.

Nadelpapicr, Papier ans mit Graphitpulvergemischtem Papierbrei gefertigt u. mitBlauholzabsndgefärbt. EsdiemzumEinpackenseinerStahlwaaren(Näh- u. Stricknadeln), die es vor Rost schützen soll.

Nadelstnhl, ein Webestuhl, welcher als Einricht-ung znm Broschiren (s. d.) den Nadelstab hat.Beim Nadelstab sind statt der Broschirschützen aneiner Latte verschiebbare Eisenstäbchen angebracht.Unten enthalten dieselbe Nädelöhre, durch welche dieBroschirfäden, welche den Kettfäden analog anfge-bäumt sind, hindurch gezogen werden.

Nadir, der demZenith gerade gegenüberliegendePunkt an der scheinbaren Himmelskugel, auf welcheneine von dem Standort des Beobachters durch denMittelpunkt der Erde gezogene Linie treffen würde.

Nadir Schah, geb. 1688 in dem Dorfe Kelatin Khorasan; nahm früh Kriegsdienste bei MclclMahmud, Statthalter von Khorasan und zeichnetesich 1720 als Befehlshaber der Reiterei gegen dieUsbeken aus. Bald darauf stellte er sich an die Spitzeeiner ihm blind ergebenen Schaar, mit der er sichzuerst der Herrschaft in Khorasan bemächtigte, dannsich, beiden damals herrschenden ThronstreitigkeiteninPersien zwischen Thamasp n. Aschraf, zum allmäch-tigen Feldherrn des erstcren, den er wieder in seinReich einsllhrte, emporschwang. Er nannte sichThamasp Kuli (Knecht Thamasps) u. mit Hin-zufügungdes Titels Khan Thamasp KuliKhan.Dieselbe Stellung behielt er nach der Ermordung vonThamasp 1732 unter LessenNachfolgerAbbas III.,dem er dann 1736 selbst als Herrscher folgte. Wieschon als Feldherr, erhob er das persische Reich durchglückliche Feldzüge gegen die Russen und Türken,gegen Bokhara n. Khiwa und besonders gegen denGroßmogul in Delhi wieder zu einer großen Machtund Ausdehnung (s. Persien, Gesch.). Der Wider-stand, den sein Bestreben, Len Bedrückungen derGroßen zu steuern, u. sein großartiger Gedanke, dasSchisma im Islam zwischen Sunniten u. Schiitenzu beseitigen, fanden, hatte seinen Charakter ver-bittert und in den letzten Jahren seiner Regierungzu den blutigsten Grausamkeiten verführt, weshalber 7. Juni 1747 von mehreren Offizieren in Kha-buschan in Khorasan mit dem größten Theil seinerFamilie ermordet wurde. Thiel-mann.

Nador, Franz, deutscher Maler, Lithograph,Radirer und Bildhauer, geb. 1794 in Anhalt, gep.