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Bd. 13 (1879) Metternich - Ostindien
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ülvi-tiis di-Ldniitieus Mysterien.

tern. Bci uns werden sie bes. ihres zierlichen undstets frischen Ansehens, auch ihrer weißen Blllthenwegen gezogen; doch müssen sie im Glashaus, oderin gegen Frost verwahrten Behältern überwintertwerden; die Culkir ist leicht, ihre Vermehrung ge-schiehtgewöhnlichdurchStecklingeod.Wnrzelsprossen.Sie lieben eine fette, mit etwas Sand vermischte Erdeu. im Sommer viel Feuchtigkeit. Die schwarzblauenBeeren (Myrtenbeeren) u. die wohlriechenden Myr-tenblätter waren officinell. Bei den Griechen wardie M. der Venus heilig u. der Schmuck der telluri-schen Gottheiten, bes. der Demeter und des Tripto-lemos; Blätter und Zweige wurden zu Kränzen ge-flochten,mit welchen bes. Siegern in den Wettkämpfenund die Brautleute bekränzt wurden, wie auch jetztnoch der Brautkranz aus M. geflochten wird. Dader M. eine reinigende Kraft zngeschrieben wurde,so wurden Myrtenkränze auch bei feierlichen Lustra-tionen gebraucht u. die Priester der Eleustnieu damitbekränzt. Bei den esoterischen Dionysien trat dieM. an die Stelle des Ephens, bei den exoterischenwar sie Hauptpflanze. Aus M. bereitete man aucheineSalbe u. aus den Beeren wurde einÖl gepreßt.In Frankreich destillirt man aus der M. ein Schön-heitswasser unter dem Namen Lau ck'auAs. N.mmmmlaris, Lsi-F., auf den Falklandsinseln, diekleinste aller Myrtenarten, kriecht ähnlich der Moos-^ beere auf der Erde zwischen Moos u. Gräsern undträgt eine sehr wohlschmeckende, saftige, blutrotheBeere. Die getrockneten Blätter (Falklandsthee) sindein Surrogat des chinesischen Thees. 2l. ^.razmus LL.L, inPeru, liefert schmackhafte rotheBeeren,s ebenso einige andere Arten; von N.bomsutona^irb.in Ostindien stammen die sogen. Bergstachelbeeren;Ll. xixsraba IM', auf Jsle de France liefert Pfeffer-artige Beeren, welche als Gewürz dienen. Engter,lkstrlus brnbnntious der Officinen ist LlMva Oals.

^ Myschkin , Kreisstadt im rnss. Gouv. Jaroslaw(Großrußland), an der Wolga; lebbafter Handel,j namentlich mit Getreide, Eiern, Leinwand, Salz rc.;i 3014 Ew. Im Kreise der Stadt wird eine ansehn-liche Hühnerzucht betrieben.

Mysten, nordwestliche -Landschaft Kleinasiens,grenzte an die Propontis, das Ägäische Meer, Ly-dien, Phrygien u. Bithynien und begriff ungefährdas jetzigeVilajetChokawendkjar im türkischenKlein-aflen. Nach der Diadocheuzeit wurde der NameM. auch auf das hellespontische Phrygien (s. d.) undTroas (s. d.) ausgedehnt, welche früher von M.getrennt erscheinen. IN. war überaus gebirgig,nur an den Flüssen und der Küste gab es frucht-bare Ebenen. Gebirge waren der Jda im Westen,der Temnos im Süd-, der Olympos im NO., diemit ihren Ausläufern die ganze Landschaft durch-zogen. Von den Vorgebirgen sind bemerkenswerth:! Rhöteion,Sigeion, Lekton. Meerbusen des Ägäischen, Meeres waren der Adramyttenische und Eläatische.Von den Flüssen mündetenRyndakos mitMakcstos,Äsopos mit Granikos in die Propontis, Simois mitdem Skamandros in den Heüespont, Satniors undKaikos mit Ketios ins Aegäische Meer. Landseenwaren Artynia und Aphnitis. Die bedeutendstenStädte waren: Kyzikos, Lampsakos, Abydos, Dar-danos, Sigeion, Alexandria, Ilion, Pergamon, dieÄolischen Bundesstädte (s. u. Äolien) u. a. Die Älte-sten Bewohner von M. waren die Myser, nach

Strabon aus Europa eingewandert, wahrscheinlicheraber aus dem JnnerenAsiens stammend n. mit denMösern verwandt. Frühzeitig wurden sie durch Pe-lasger, Troer, Äolcr von der Küste in das Innereznrückgedrängt, wo sie sich in den Gebirgsgegenden,in kleine Völkerschaften getrennt, lange Zeit gegendie Lydier n. Perser behaupteten, ohne indessen einehöhere Cultnrstnfe zu erreichen. Die westl. Küsten-gebiete erhielten nach den äolischen Colonien den Na-men Äolis(s. Äolien). Nach dem Sturz des LydischenReiches durch Kyros mußte sich ganz M. den Per-sern unterwerfen. Mit dem Persischen Reiche kamdann auch M. an Alexander d. Gr.; nach dessenTode war langer Streit zwischen Bithynien u. demPergamenischen Reiche um M. u. zuletzt riß Bithy-nien die nördliche Küste des Landes bis zum Rhyn-dakos an sich, während die Kllstenstrecken ämHelles-pont an Pergamum kam. Schließlich kam das ganzeLand an die Römer u. bei der Theilnng des Römi-schen Reiches znm Byzantinischen Kaiserthum. Jähnke.

Myslowitz, StaLtimKreiseKattowitz des preuß.Regbez. Oppeln, an der schiffbaren SchwarzenPrzemsa, über welche eine Brücke nach dem poln,Städtchen Modrzejow führt, Station der Ober-schlesischen und der Kaiser Ferdinands-Nordbahn;Hauptzollamt,Schlvß;FabrikationvonÖfen,Dampf-mühle, Grenzhandel mir Rußland und Österreich;1875: 6826 Ew. In der Nähe viele Steinkohlen-gruben u. Hüttenwerke. Hier 27. Juni 1866 Vor-postengefecht zwischen preuß. u. österr. Truppen.

Myson, Lakedämonier, welchen Plato zu denSieben Weisen rechnet. DemAnacharsis soll aus dieFrage, wer der Weiseste sei, das Orakel den M. ge-nannt haben, welcher dann pflügend angetroffenworden sei.

Mysore, s. Maisur.

Mystii, Mystai (griech.) diejenigen, welche dieVvrweihe in die Mysterien empfangen hatten.

Mystagog (griech.), der in die Mysterien ein-führende Priester; in Sicilien so v. w. Periegetesod. Cicerone, Fremdenführer. In der christlichenKirche der Litnrg, welcher die Sacramente admini-strirte; jetzt hier n. da Geheimnißvoller, Geheimniß-krämer, auch Geheimnißsorscher. ,

Mysterien (v. Griech.), 1) Geheimnisse, Dinge,deren Dasein zwar bekannt, aber von denen die Artuno Weise des Daseins unbekannt ist oder gar nichterklärt werden kann, z. B. die Verbindung zwischenLeib n. Seele. 2) Geheimculte, eine besondere Artgottesdienstlicher Gebräuche, denen bei den Griechentheils objectiv das Gehsimnißvolle u. Verborgene inden rituellen Gebräuchen (Mysteria), theils snbjectiveine besondere enthusiastische Gemüthsstimmnug (Or-gia) u. daraus folgende religiöse Erbauung (Telete)charakteristisch war. Die M. hatten ihre besonderenMythen (Hieroi Logoi), welche sich um die Geschichteder in ihnen gefeierten Gottheit, bes. um deren Ge-burt, Leiden u. Tod drehten n. welche bei der Feierder M. durch symbolische u. allegorische Handlungen,ans mimisch dramatische Weise, unter Ausrufungen,Gesängen, Tänzen u. Vorzeigung gewisser Wahr-zeichen der göttlichen Gegenwart (Symbole, Apor-rheta) vorgestellt wurden. Auch Handlungen, wie beiöffentlichen Cnlten, z. B. Reinigungen, Sühnungen,Büßungen, Opfern, Processionen rc. kamen bei denM. vor, unterschieden sich aber von jenen dadurch,