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Bd. 13 (1879) Metternich - Ostindien
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Älvristlüeas 21)-ro3fi>srinuiil.

bende, mehrfach zerschlitzte, markige, frisch carmin-rothe, getrocknetorangerotheSamenmantcl genannt,welcher angenehm gewllrzhaft riecht und schmeckt; er! enthält ein ätherisches u. vier fette Öle: gibt ausge-Preßt einen, dem aus den Missen bereiteten ähnlichen,doch fast blutrothen, sehr kostbaren und selten nachEuropa kommenden Mnskatbalsam (Mnskatbut-ters u. wird in der Küche als Gewürz, selten medici-nilch verwendet. Die besten sind die Hellen von Jslede France. Gute Mnskatblüthe mußhell,dick, ölreich,dabei aber trocken sein nnd gewllrzhaft schmecken undriechen, LI. tuwcntoss K/r(v/., mit eirunden, untenfilzigen Blättern, länglichen,filzigen Früchten, derenSame länglich n. weniger gewürzhast, als die echteMuskatnuß, jedoch bisweilen mit ihr im Handel vor-kommt. LI. sobikors Km., Baum in Guiana; ausden Früchten wird durch Anspressen ein ätherischesk Öl enthaltendes Fett, Virolatalg, erhalten n. zuAchtern benutzt. LI. okücinsiis Mart., Baum in denUrwäldern Brasiliens; der bittere, als Arzneimittelbenutzte Kern, liefert ein butterartiges, säuerlich-scharfes, kein äther. Öl enthaltendes Fett: Bicuhi-(Ncui-) balsam. Engl-r.

NMtleese, Pflanzenfam. ans der Klasse i?oi/-enrxicns Kuck/.. Bäume oder Sträncher, mit ab-wechselnden, lederigen,ganzrandigenBlätternn. zwei-häufigen Blnthen; Kelch zwei- bis vierspaltig, mitklappiger Knvspenlage; Blumenkrone fehlt; die 3 bis15 Staubblätter einbrüderig; Fruchtknoten frei, ein-sächerig, mit 1, selten 2 am Grunde aufrechten Eichen;Frucht zweiklappig; Samen aufrecht, mit fleischigem,vielspaltigem Samenmantel (LIseis); Keimling sehr) klein, im Grunde des Eiweißkörpers; Gattung:sshmistion.

Myristinsäure, bildet als Glycerid

den Hauptbestandthcil der Muskatbutter (des Fettesder Früchte von ÄlMstics krsstrsno), findet sichaußerdem im Walrat, im Cocosnußöl nnd im Fetteder Jnsectengattung Oooeus. Krystallisirt aus Al-kohol in seideglänzenden Nadeln, welche bei 54° L.schmelzen. Broglie.

klvrmeooleon, s. Ameisenlöwe.

Myrmekldes, griech. Bildner aus Milet, Meisterin Anfertigung der minutiösesten Elfenbeinschnitze,reien; schr.: Ein Distichon ans ein Sesamkorn rc.;vgl. Kallikrates 2).

Myrmekophilen, Ameisenfreunde, s. Ameisen.

Myrmidönen, nach der Sage ursprünglich Ein-wohner der Insel Ägina, welche Zeus, nachdem dieInsel durch eine Pest entvölkert worden war, auf' Bittendes Äakos ans Ameisen (zLv(>^L,heißtAmeise)entstehen ließ; darauf sollen die M. zum Theil nachThessalien ausgewandert sein, wo sie als kriegerischeUnterthanen des Peleus und Achilleus erscheinen; sie^ zogen unter Achilleus mit vor Troja.

? Myrobalanen lLIvroimIani). getrocknet aus Ju-

' dienzuunskommende,sonstalsArzneimittelgebranchteFruchte von mehreren Bäumen: s) LI. Lmplioso! sgraueM-jvonbimbliosotkicinsiis L-ae-'tm.,schwärz-'' lich, sechseckig, bitterlich zusammenziehend, von derGröße einer kleinen Wallnuß; b) LI. Ostsbnlss, vonüerminaiis Odsbnls KetL., eiförmig, dunkelbraun,mit 10 Nippen; e) LI. eitrrnss, von lorwinslisCitrins. Komb., länglich rund, über 2 ein lang, etwasrunzelig, mit 5 hervorstehenden Eckest, gelblich; ä)Ll. kslsrlvss (Belerische M.), von V. boieries Komb.,

länglich rundlich, fünfeckig, graubraun, von der Größeeiner Ölive; s) LI. in liese, unreife, durch Jnsecten-stiche verkümmerte Früchte der Vsrminsiis Olwbnis,länglich eirund, fllnf-bis achtrippig, schwarz; in China

u. Java macht man die M. mit Zucker- od. Salzwasser

ein u. genießt sie entweder für sich oder mit anderenSpeisen. Engter.

Myron, griech. Bildhauer, Schüler des Ageladasaus Argos, älterer Mitschüler des Phidias u. Poly-klet (seine Blüthezeit spätestens um Ol. 80 460

v. Ehr.), aus Eleutherä in Böotien, aber, wie esscheint, den größten Theil seines Lebens in Athenthätig, starb in tiefer Armuth. Er schuf fast aus-schließlich Statuen in Erz, nebenbei war er Ciseleur.Er bildete Götter und Heroen; doch wurden unterseinen zahlreichen Werken die Athleteugestalten nnddie Thiere am höchsten bewundert. Hervorznheben:Der Lakcdämonier Ladas, ein Schnellläufer (im an-gestrengtesten Laufe, so, als ob der letzte Athen: ausden leeren Lungen auf seinen Lippen schwebe); DerDiskoswerfer(wovonmehrereNachbildungenübrig);Die Kuh, in 36 noch vorhandenen Epigrammen we-gen ihrer täuschenden Wahrheit u. Natürlichkeit ge-priesen; Eine betrunkene Alte (Genrebild) in Mar-mor; Vier Stiere rc. M. erscheint auf der Vorstufezur Idealität des Phidias u. ist wesentlich Naturalist,der einen gewaltigen Fortschritt durch Erreichungvoller Lebendigkeit und Wahrheit macht. Er bildeteden Körper in seiner ungetrübten Wesenheit, in derganzen Entfaltung seines lebendigen Organismus(Overbeck). M-s Einfluß auf die attische Kunst warsehr bedeutend. Eine bestimmte Schule M-s läßt sichfreilich nicht Nachweisen. Vgl. Overbeck, Gesch. dergriech. Plastik, 2. A. I. 185 ff.; Welcker, Alte Denk-mäler, I. 417 ff.; Goethes Aufsatz; Myrons Kuh(Werke XXVIII. 459 ff., herausgcg. von Hempel.

Myronsäurc, II,gX 8, Oi, ein indeu schwar-zen Senfsamen als Kaliumsalz enthaltenes Glycosid.Im freien Zustande konnte die Säure, da sie sich zurasch zersetzt, noch nicht dargestellt werden. Das my-ronsaure Kali krystallisirt in farblosen, seideglänzen-Len Nadeln; es wird durch Einwirkung des in denSenfsamen gleichzeitig enthaltenen Fermentes My-rosin rasch in Senföl, Traubenzucker und sauresschweselsaures Kali zerlegt. Broglie.

ll/I^rospermum Krog. (incl. Llvroxz-Ion K. til.),Pflanzengatt, aus der Fam. ImAuminosso-i?spi-iiouscsss-8opstorsso, Bäume SAmerikas, mit un-paarig gefiederten Blättern u. weißen, in TraubenstehendenBlüthen; Hülse einsamig,nichtaufspringend.Arten: LI.xsrnilernm K(7. (Peruanischer,Balsam -banm), in Neugranada, Peru, Mejico rc., mit glatter,balsamreicherRinde, gefiederten, immergrünen, leder-artigen Blättern, u. bis 1 ckem langen, lederartigen,auf einer Seite geflügelten, einfächerigen, einsamigenHülsen; galt lange Zeit für die Mutterpflanze desPerubalsams; sicher liefert solchen LI. xubesesnsTX7., in Neugrauada heimisch und cultivirt; aus denSamen wird durch Auspressen der weiße Peru-balsam erhalten; er ist dickflüssig und riecht ange-nehm nach Zimmet n. Vanille, kommt jedoch nicht inden Handel. Der in den Handel kommende ist derschwarze Perubalsam, welcher aus der Rindegewonnen wird, syrupartig, klar u. durchsichtig undbraun- oder schwarzroth ist. Er wird vorzugsweiseäußerlich beischlimmen Geschwüren angewendet. Eine