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Mykcile —
früher alles am Axios gelegene makedonische Land;später imrdiezwischenKrestonia,Bisaltia u.der Chal-k,dike am Axios gelegene Provinz mit der StadtTheffalonike; 2) unter der Herrschaft der Seleukidender Name des nordöstl. Theiles von Mesopotamien,die Gegend um Nisibis (Lnbioeiisia U^§ckonia),durchflossen vouMygdonios (Hirmas), einem Neben-! fluß des Chaboras.
Mykäle (a. Geogr.), Vorgebirg in Lydien, Sa-mos gegenüber, jetzt Samsun Dagh; hier das Bun-deshciligthnm der 12 ionischen Städte. Hier 25.Sept. 479 Sieg der Griechen unter Leotychrdes undranthippos über die Persische Flotte.
Mykenii uralte Stadt im hintersten, nördl. Win-kel der Ebene von Argos zwischen den beiden erha-benen Kuppen des Berges Euboa gelegen, mit einerAkropolis auf einer mächtigen Anhöhe. Sie MarderSage nach von Perseus gegründet, dessen Dynastiemit Eurystheus endete, dann mit Atrens Sitz derPelopidendynastie, schon zu Anfang der historischenZeit zur Provinzialstadt herabgesunken u. wurde 468von den Argivern zerstört. Jetzt noch imposanteRuinen bei dem Dorfe Charvati, die sogen, kyklopischeMauer mit dem Löwenthor, das Schatzhans desAtrens, wahrscheinlich alte Königsgräber aus derAtridenzeit rc. 1876—1877 stellte Schliemann hier-mit Erfolg gekrönte Ausgrabungen an. Vergl. E.Cnrtius, Peloponnesos, 2 Bde., Gotha 1851—52;Schliemann, Oiooovsriss ou tbs sits ok aueisubLh-esnas, London 1877, deutsch, W. Bericht übermeine Entdeckungen in M., mit Vorrede von Glad-stone, Leipzig 1878.
Mykcrinos, s. Menkera.
Mykologie (v. Gr.), Lehre von den Pilzen,ü Mykö»o(Mikoni),1) eine felsige Insel, zur griech.
H NomarchiederKykladen gehörig, 1lüs^sim (2,i d>M)8 groß. Die Insel liefert viel Wein, Feigen u. Federwild(Zugvögel). Die hier bereiteten Schaf- u. Ziegen-käse u. die in Essig eingemachten Wachteln sind alsLeckerbissen in der ganzen Levante sehr gesucht. DieEinwohner (Mykonioten), etwa 6000 Köpfe, geltenfür treffliche Seeleute u. treiben Schiffahrt u. Han-del. 2 ) Hauptort darauf, an der Westküste der Insel;hat Hellenische Gemeindeschnle, Lazareth u. auf derganzen Insel den einzigen Brunnen mit trinkbaremWasser, offene Rhede. An der NOSeite liegt der? Hafen P ano rmo, und östl. von der Insel befinden! sich die kleinen Inseln Dragonisi u. Stapodia.
! M. hießimAlterthum Mykonos, dessen Einwohuer! wegen ihres Geizes verrufen waren; hierher verlegte
^ die Mythologie den Giganteukampf, u. alle getödte-
! ten Giganten sollten unter M. begraben sein. Als^ nach der Eroberung von Constantinopel durch dies Venetianer und die franz. Kreuzfahrer (1204) dasByzantinische Reich getheilt wurde (1207) und denVenetianern das Ägäische Meer zufiel, kam M. durchEroberung in den Besitz der Ghizis, welche hier meh-> rere Jahrhunderte lang herrschten, bis in der erstenl Hälfte des 16. Jahrh. Haireddin Barbarossa ihre^ Herrschaft vernichtete, u. diese Inseln in die Gewaltder Türken gelangten. M. nahm an dem Aufstandeder Griechen 1821 einen besondereuAntheil H. Berns.»
Mykophyceen (Pilzalgen) wurden früher solchePilze genannt, welche ihrem morphologischen Ver-halten nach gewissen Algenformen nahe stehen, phy-siologisch aber sich wie andere Pilze verhalten, so z. B.
U^osotis.
die Saprolegniaceen, welche den Vaucherieeu unterden Algen sehr nahe stehen. Doch hat mau jetzt denAusdruck fallen lassen n. nennt eben Pilze die chloro-phyllosen Thollophyten.
Mylii (a. Geogr.), Stadt auf Nordsicilien, mitCitadelle u. Hafen, um 716 v. Ehr. von Zankle ausgegründet; jetztMilazzo. Bei M. schlug 260 DuiliuSdie Karthager, 36 v. Ehr. Agrippa die Flotte desS. Pompepls.
Wack? (engl.), so v. w. meine Lady, Anrede aneine Lady.
Mylasa (Mylaffa, alte Geogr.), bedeutende Stadtder kleinasiat. Landschaft Karten, in einer kleinenKllstenebene gelegen, in älterer Zeit Sitz karischerFürsten, mit einem altberühmten Tempel des Zeus;etzt Milasa od. Melisos.
Mylau, Stadt in der königl. sächs. Amtshaupt-mannschaft Planen, an der Göltzsch; altes Berg-chloß, Kammgarnspinnerei, Wollen-u. Halbwollen-waaren- und Baumwollenweberei, Zeugdruckerei,Färberei, Bleicherei; 1875: 4486 Ew.
Mylitta, auchBcltis od. Belit genannt,beiBaby-loniern u. Assyrern als Gattin des Baal, als frucht-bare Mutter Erde verehrt, auf den assyr. Inschriftengenannt: Mutter der Götter. Als Göttin der Frucht-barkeit mußte nach Herod. 1,199 jede Frauenspersoneinmal im Tempel der Göttin dem ersten Beliebigensich preisgeben gegen ein Geldgeschenk an die Göttin.Dagegen warnt 5. B. Mos. 23, 19.
Mplockon, fossile Fam. der Edentaten, den Mega-therien ähnliche, plumpe, unbeholfene Thiere. Einvollständiges Skelett in London ist gegen 3 m lang.
käplorck (engl.), so v. w. mein Lord, Anrede aneinen Lord.
Mymenstng (Mymensingh), s. Maimansingh.
Mynster, Jakob Peter, dänischer Theolog,geboren 8. Nov. 1775 in Kopenhagen, wurde 1801Landprediger ans Seeland, 1811 Prediger in Ko-penhagen, 1828 Hofprediger, 1834 Bischof von See-land u. st. 30. Jan. 1854 in Kopenhagen. Er schr.:Predigten, aus dem Dänischen übersetzt, Riga 1830;Christlicher Hausaltar, aus dem Dänischen, Hamb.1834; Betrachtungen über die christlichen Glaubens-lehren, aus dem Dänischen, 3.A., Gotha 1856; Or-dinationsreden, ans demDänischen übersetztvonKal-kar, Hamb. 1834, u. gab sonst einzelne u. gesammeltePredigten heraus; Selbstbiographie, Hamb. 1854.
Dockes, s. Lemming. (Löffler.»
Myom, ^Muskelgeschwulst, s- Geschwulst.
Myonnesos (a. Geogr.), Stadt Joniens, amgleichnam. Vorgebirge, unweit Teos. Bei M. EndeAugust 190 v. Chr. Sieg der römisch-ryodischeuFlotte über die syrische.
Myopie (v. gr. blinzeln), so v. w. Kurz-sichtigkeit (s. d.); myopisch, kurzsichtig.
Myorrhexis (griech.), Zerreißung von Muskelnmeist infolge einer übermäßigen Contraction dersel-ben, so z. B. häufig im Tetanus; in selteneren Fäl-len durch eine Gewalteinwirkung von Außen. DieHeilung findet spontan statt.
Myosts (gr.), Verengerung der Pupille, künstlichhervorzurufen durch Calabarin (s. d.).
lV^osotis L. (Mäuseohr), Pflanzengatt, aus derFam. L,8psriko1iLs-LorrLAillsae-^.neimssg.s (V. 1);Blumenkrone regelmäßig, tellerförmig, am Schlunddurchstumpfe,kahleHohlschnppen geschlossen; Klausen