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Mond.
Mönchgut
Mönchgut, sndüstl. vierspitze Halbinsel Rügens,mit Borgedirge Peerd (Pferd); die Bewohner habenin Sprache, Kleidung u. Sitten manches Eigenthüm-liche bewahrt. Unter anderem ist es gebräuchlich,daß Mädchen u. Wittwcn ans die Freiere! gehen undsich selbst den Bräutigam wählen und ihm den erstenAntrag machen, was man hier Jagen nennt.
Lloonokia (Hm.), Pflanzengattung, benanntnach Konrad Mönch (Professor in Marburg), ausderFam. d. Oar^opIrMaosas-Llsinoao (IV.l), naheverwandt mit Oerastium, ausgezeichnet durch 4—5-blätterigen Kelch u.4—5 ganze od. gestutzte Blumen-blätter. Arten: LI. sroöta I«'/. Isett, zerstreut in Eu-ropa; LI. inarckioa in den südlichen Alpen.
Monchilsuc, Stadt in der portngies. Prov. Al-garve, an der Serra de M.; in der Nähe heilkräftigeWarmbäder von 25—27° R.; etwa 5200 Ew.
Mönchsgeier, s. Geier.
Mönchslatein, so v. w. mittelalterliches Latein,das namentlich in den Klöstern gesprochen wurde;auch zur Bezeichnung von schlechtem Latein.
Mönchsorden, jene Mönchsgesellschaften, welchesich besondere Zwecke vorsetzten n. unter einer gemein-samen Regel dieselben verfolgen u. znsammenleben.
Mönchsrhabarber ist llnmsx kationtia und
II. akpinns.
Münchsschrift (gothische Schrift, neugothischeSchrift), im gemeinen Leben die seit dem 5. Jahrh.durch Einmischung gothischer Buchstaben und Buch-stabenznge aus den altrömischen Buchstaben gebildete(scharscckige Minuskel-) Schrift. Ihr allgemeinerGebrauch wurde in Italien durch die lombardischeSchrift verdrängt, wogegen sie in Spanien bei denWestgothen und in Deutschland gewöhnlich blieb, bissie auch dort von der römischen u. hier von der eigen-thümlichen deutschen Schrift verdrängt wurde.
Möi>chswcsen,Mö>ichthmu,s. Klöstern.Mönch.
Moncontour, 1) Flecken im Arr. St. Brieucdes franz. Dep. CvtcS-dn-Nord; stark besuchte Wall-fahrtskirche St. Mathurin, Fabrikation von Stärken. Wachs, Gerberei; 1872: 1328 Ew. 2) Dorf imArr. Londun des franz. Dep. Vienne, an der Dive,Station der Orleans-Bahn; 1872: 720 Ew. Hier3. Oct. 1569 Sieg der Katholischen unter dem Her-zog von Anjou über die Hugenotten unter Coligny.
Moncrif, Francois AugustinParadis de,franz. Dichter, geb. 1687 in Paris; wurde geheimerSecretär bei dem Minister Grafen d'Argenson undhierauf bei dem Grafen von Clermont; später wurdeer Lector der Königin Maria Leszcynska, General-secretär in der Superintendentur der Post n. st. 13.Nov. 1770 in Paris. Er schr.: Lssai snrlansosssitset sur los moxsns cke xlairo; Romane, z. B.: LssLmss rivalos, 1738; Lustspiele, z. B.: L'oraolsäoVvlpliss, 1722; bes. beliebt waren seine Romanzen;Oonvros äo LI., Par. 1751, 1801, 2 Bde. V-lchert.
Ntond (Luna), Trabant eines Planeten; bes. derTrabant der Erde. Der M. bewegt sich um die Erdein einer excentrischen Bahn von 326,187 geographi-schen Meilen u.in einem Abstande von der Erde, zwi-schen 54,644 und 48,961 Meilen. Seine mittlereEntfernung betrügt daher 51,822» Meilen, seineExcentricität2842Meilen. DieNeignngderM-bahngegen die Ekliptik zwischen 5° 0' n. 5° 18' schwan-kend ist im Mittel 5°8'49". Die beiden Durchschnitts-Punkte seiner Bahn mit der Ebene der Ekliptik j
l heißen die Knoten. Die Knotenlinie bewegt sich fort-während von Ost- nach West u. macht gegenwärtigeinen tropischen Umlauf in 18 Jahren 223 Tagen18ß Stunden. Auch die Apsidenlinie, d. h. die Ver-bindungslinie der Erdnähe u. Erdferne (Perigäumu. Apogäum), bewegt sich, aber von West nach Ost,und macht einen Umlauf in 8 Jahren 309 Tagen11 StnuLen. Der M. durchläuft seine Bahn imMittel in einer Zeit von 27 Tagen 7 Stunden 43Minuten 11H Sccunden. Im Verhältnis; zu denTrabanten der übrigen Planeten ist diese Bewegungsehr langsam. In 1 Stunde, während welcher derM. mit der Erde zugleich auf deren Bahn um dieSonne über 14,000 Meilen durchläuft, legt er inseiner eigenen Bahn nur etwa 498 Meilen (in einerMinute nur etwa 8H Meilen) zurück. Der Durch-messer des M-es beträgt 468 geogr. Meilen, seineOberfläche enthält 688,640 HjM., sein körperlicherInhalt beziffert sich auf 53,800,000 Knbikmeilen,mithin ca. ^ des Volums der Erde. Seine Massebeträgt^, seine mittlere Dichtigkeit ^ der Erde, alsodie Z^fache Dichtigkeit des Wassers. Da der M. inder verhältnißmäßig kurzen Zeit seines Laufes amHimmel ebenso den ganzen Thierkreis durchwandert,als (wegen der entgegengesetzten Bewegung der Erde)die Sonne in dem Zeiträume eines ganzen Jahres,so verändert der M. auch täglich seinen relativenStand gegen die Sonne und gelangt erst nach etwa24 Stunden 50 Minuten 28 Secuuden wieder inden Meridian. Da er selbst kein eigenthümliches Lichtbesitzt, sondern bloß durch reflektirtes Sonnenlichtsichtbar ist, so sehen wir ihn, wenn er zwischen derErde und der Sonne (in Conjnnction) steht, garnicht: Nen-M. In der ersten Hälfte seiner Be-wegung heißt der M. zunehmend und erscheint ander Westseite, anfangs nur am Rande, sichelförmig,dann, bei Vollendung des ersten BiertelsseinerBahn,halb helenchtet: erstes Viertel. Später wird erallmählich auch auf der noch dunkel gebliebenen Hälftebeleuchtet und erscheint, wenn die Erde zwischen ihmund der Sonne (in Opposition) steht, in voller Be-leuchtung: Vollmond. In der zweiten Hälfte sei-ner Bewegung heißt der M. abnehmend; er wirdauf der westl. Seite wieder dunkel; bei Vollendungvon ^seiner Bahn ist er nur noch östl. halb: letztesViertel, von da an aber nur noch östl. sichelförmigerhellt, bis er dem Auge sich wieder gänzlich verliert.Diese verschiedenen Stadien der Sichtbarkeitdes M-s(Phasen) bilden zusammenden periodischen M - w e ch-sel. Es stimmt aber die Wiederkehr dieser Phasennicht mit der Zeit eines einmaligen Umlaufes desM-es um die Erde überein. Während nämlich derM. diesen vollendet, ist die Erde selbst in ihrer Bahnum die Sonne um etwas über ^ fortgerückt, dahermuß sich der M. in seiner Bahn noch weiter bewe-gen, bis er wieder in die gleiche Phase cintritt. Dasbedingt der Unterschied zwischen demsiderischen n.synodischen Monat, s. Monate.
Wenn der M. als Voll- od. Nen-M. zugleich ineinem seiner Knoten, oder auch nur in dessen Nähesich befindet, so gelangt er, als Voll-M. ganz oderzum Theil in den Kernschatten der Erde (M-finster-niß), od. wirft als Neu-M., ebenfalls ganz od. zumTheil, seinen eigenen Kernschatten ans die Erde(Sonnen- (besser Erd-j Finsternis;). Bei M-fin-sternisscn sieht man den Kernschatten der Erde wie