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Bd. 13 (1879) Metternich - Ostindien
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' wegen seiner Vertheidigung des Lagers von AndayeBrigade- n. im selben Jahre Divisionsgenera!, erhielt1795 den Oberbefehl in den Pyrenäen, eroberte Na-varra nnd Unterzeichnete, nach mehreren glücklichenGefechten, den Waffenstillstand von S. Sebastian,dem später der Friede mit Spanien folgte. 1796 er-hielt M. die 11. Militärdivision in Bayonne u. 1799die 15. in Lyon, führte 1800 eine Colonne bei Na-poleons Überschreiten des St. Bernhard u. zeichnetesich in Italien ans, wurde 1801 Generalinspectorder Gendarmerie, 1804 Marschall nnd kurz darausHerzog von Conegliano; 1808 befehligte er das dritteCorps in Spanien, wurde aber, da er sich mißliebigüber Napoleons Politik äußerte, bald zurllckberusenu. erhielt 1812 u. 1813 den Befehl über die Reserve-armee des Nordens. 1814 wurde er Majorgeneralu. zweiter Commandant der Pariser Nationalgarde,zog sich nach dem 31. März mit dem Neste der Ar-mee nach Fontainebleau, unterwarf sich hier, wurdevon Ludwig XVIII. zuln Staatsminister und Pairernannt, setzte jedoch seine Verrichtungen als Gene-ralinspector der Gendarmerie fort. Weil er auchwährend der Hundert Tage seine Pairwürde ausübteund an der Verurtheilung Neys nicht theilnehmenwollte', verlor er nach der zweiten Restauration alleseine Stellen, kam auch auf 3 Monate nach SchloßHam. Erst 1819 wurde er restituirt und befehligte1823 in Spanien mit Glück. Nach seiner Rückkehrgehörte er in der Pairskammer zur gemäßigten Op-position, schloß sich 1830 der Juli-Revolution an,wurde 1833 an Marschall Jourdans Stelle Gouver-neur des Jnvalidenhotels, für dessen innere Einricht-! tung er viel that. M. st. 20.April.1842. Lagai.

Mönch (M-thum, M-wesen, v. griech. zcor-«-so v. w. Einsiedler). Die Moral u. Askese desChristenthums führte bei zunehmender Ausbreit-ung und Verweltlichung der Kirche u. mit dem Auf-hören des Märtyrerthnms ernstere Gemüther zu demBestreben, in äußerer Absonderung von der Weltdas Christenthum nach seiner ganzen ursprünglichen^ Strenge zur Darstellung zu bringen, u. diese Richt-ung wurde dann auch durch die ganze noch nicht über-wundene heidnisch-dualistische Lebens- und Weltan-schauung begünstigt. Das M-thum entwickelte sichin zwei Hauptzweigen: 1) das griechisch-orien-talische M-thum. Die ersten M-e od. Anacho-reten waren Paulus von Theben, Antonius (gest.358), Pachomius, welch letzterer 340 auf der Nil-iujel Tabennä zuerst eine Niederlassung zum gemein-! samen Leben der Anachoreten (Länodium) gründete,! um so die Vortheile des einsamen mit denen des ge-

! meiuschastlichen Lebens zu verbinden. Ihm folgten

Macarins, Hilarion, Ammonius, Eustathios u. A.,und im 4. Jahrh. war schnell die ganze griechisch-orientalische Welt mit Einsiedlern und Cönobiten er-füllt. Man sah darin die christliche Philosophie, eingeistliches Athletenthum, in dem man sich bis zur! extremen Askese eines Simon Stylita und ähnlicher! . an die indischen Büßer erinnernden Schwärmer stet-st gerte. Die berühmtesten Kirchenlehrer, die beidenGregore, Basilius, Chrysostomns waren begeisterteLobredner des M-thums, nnd Basilius stellte die Re-gel fest, die meist noch jetzt von den griechisch-orien-talischen M-en beobachtet wird. Mit der Gründungvon Klöstern in den Städten gewann das M-thumgrößeren Einfluß aus das öffentliche Leben, aber ge-

rieth auch in jene Ausartungen, welche die griechischeKirchengeschichte anfweist, z. B. die fanatischen Ge-waltthätigkeiten der M-e bei der Bekämpfung desArianismus, bei der Räubersynode, bei der Unter-drückung der letzten Reste des Heiden- u. Judenthums.2) Das abendländische M-thum. Seine Be-gründer waren Athanasius, Martinus, Cassianus,Cäsarius, Hieronymus, Gregor d. Gr. Am meistentrug Benedict von Nursia 529 durch seine Gründungauf Monte Casino n. seine den abendländischen Ver-hältnissen angepaßte M-sregel zur Verpflanzungdes M-thums in den Occident bei. In seinem erstenmissionirenden u.culturv erbreitenden Sta-dium war dieses M-thum der Benedictiner von größ-ter Bedeutung für die Christianisirung der germani-schen Völker u. die Mittheilnng der Cultur der altenWelt an dieselben. Doch der zunehmenden Verwelt-lichung des M-thnms infolge dieser nach außen ge-kehrten Thätigkeit suchte die asketisch-contem-plative Richtung der Congregationen, der Hirsau-gienser, Cluniacenser, Cistercienser, sowie der Ordenvon Grammont, Fontevrand, Vallom Orosa, Char-treuse, Camaldulenser, Prämonstratenser, Karmeli-ter entgsgenzuwirken. Aber das M-thum konnte sichdoch der Aufgabe, auch nach außen zu wirken, nichtentziehen, wie denn die Ritterorden Pflege der Pil-ger u. Bekämpfung der Ungläubigen, die BettelordenPredigt u. Seelsorge unter dem Volk sich zum Zwecksetzten. Die Reformation beseitigte das M-swesenradical; aber das Streben der römischen Kirche, ge-gen den Protestantismus sich zu behaupten und ihnzu überwinden, gab dem M-thum eine ganz neueGestalt. Die ursprüngliche asketisch-contemplativeRichtung trat ganz zurück, und bestimmte praktischeZwecke wurden maßgebend, so für die Jesuiten dieBekämpfung des Protestantismus, für Theatiner,Oratorianer, die Congregation des Vincenz vonPaula die Mission, für Kapuziner u. Barnabiten dieSeelsorge, die Barmherzigen Brüder u. Schwestern,Elisabethinerinnen u. UrsulinerinnenWohlthätigkeit,Krankenpflege, Jugendunterricht, die Brüder desOratoriums u. die Mauritier Pflege der Wissenschaft.Vgl. Kloster. Hauptwerke: Helyot, Listoria ckssorckrss monastiguos, Par. 171419, deutsch Lpz.175358; Musson, Pragmat. Gesch. der vornehm-sten M-sorden, Par. 1751, deutsch Lpz. 177484;Holsteuius, 6oäsx rsZalarum mcmasbioarum, Rom1661; Miräi, Regulas eb eonotitutionss elorieorumin eonArsZationibus vivontium, Antwerpen 1638;Möhler, Gesch. des M-thnms, in den nachgelassenenSchriften, herausgeg. vonDöllinger; Henrion-Fehr,Allg. Gesch.derM-sorden, Tüb. 1845; Weingarten,Der Ursprung des M-thums im nachconstautiuischenZeitalter, Gotha 1877. Löffler.

Mönch , kleiner M., eine Art Grasmücke.

Mönch (Weißmönch, Jnuerer-Eiger), ein 4104 mhoher Berggipfel in den Berner Alpen, nordöstl. vonder Jungfrau. Der M., ein abgerundeter, ganz mitSchnee bedeckter Berggipfel, wirb in der Regel vomGrindelwald aus bestiegen (zuerst 1855 von der wa«lachischen Fürstin Kolzof-Massalski in Begleitungvon 6 Führern). Der sehr beschwerliche Weg führtüber das Möuchsjoch (zwischen Mönch und Viescher-grat), das bes. wegen des fast stets dort wehendenheftigen Windes (des sog. Gux) u.des oft plötzlich ein-tretenden Witterungswechsels berüchtigt ist. H- Berns.