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Bd. 13 (1879) Metternich - Ostindien
Entstehung
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Momin, Mominwein Mömpelgard.

Advocat Grenus, Bost, Gaussen n. A. Das Volkverübte häufig Gewaltthaten an ihnen, die GenferObrigkeit verbot ihre Versammlungen und cxilirteI, mehrere ihrer selbst gewählten Geistlichen, mußtei! ihnen aber seit 1830 freie Neligionsübung gestatten,M Aus ihnen bildete sich 1831 die Evangelische Ge-L feilschaft in Genf, welche 1832 eine besondere Lehr-K anstalt mit Stipendien für gläubige Stndirende er-richtete, die von freiwilligen Beiträgen unterhaltenA wird. Im Waadtlande gaben die M. die AnregungH zur Entstehung der freien Kirche 1845, die unterK der Führung Vincis von der Staatskirche sich los-K riß und seit 1850 völlig ungehinderter Existenz sichK erfreut, sogar durch ihre theologische Schule in Lan-R saune Einfluß auf die Staatskirche hat. Vgl. Hist.H vsritablo äs N., Par. 1824, Bost, Ootsnss ässM üäelos äsl'sZIiss äs konsve, ebd. 1825; GeschichteZ der sogen. M., Bas. 1825, 2 Hefte; Malan, I.s pro-D eszäöMötiwäismsLnOonsvs, Genf1835. LSfsler.-^ Momin, Mominwein, s. Llammoa.

^ Mömlingen, Pfarrdorf im bäurischen Kreise

iss Uuterfrauken, am Flusse Ai., welcher bei Obernburg' s in den Main mündet; Holzhandel; 1875: 1290 Ew.i Monnnsen, 1) Theodor, Alterthumsforscher

si und Geschichtschreiber, geb. 30. November 1817 zuGarding in Schleswig, studirte in Kiel Jurispru-denz, Philologie u. Geschichte, machte 1845 bis 1847wissenschaftliche Reisen in Frankreich u. Italien, re-digirtel848seine Zeitlang dicSchleswig-HolsteinischeZeitung in Rendsburg, wurde Ende d. I. anßeror-LeutlicherProfessorderRechte inLeipzig, aber, wegenseiner Betheiligung an den Maiereignisscn 1849 inI Untersuchung gezogen n. 1850 abgesetzt; 1852 wurdeer ordentlicher Professor des Rom. Rechts in Zürich,1854 in Breslau , 1858 Professor der Geschichte inBerlin, wo er die Leitung des von der Akademieherauszugebenden Gorpus insoriptionum latinarnm' übernahm. Seit 1873 ist er Secretär der BerlinerAkademie u. leitet neben dem ebengenannten Werke^ einen Theil der Llonuwsnta Ksimanias (s. d.). Von! seinen vielen Schriften seien erwähnt: Die röm. Tri-! e bus, Altona 1844; Oskische Studien, Berl. 1845 f.;s P Unterital. Dialekte, Lpz. 1850; Insoriptionos reZuliS üoapol. latinao, Lpz.1852; Insoriptwnss Lontov-!? äsrationisHelv.,Zürich 1854:Röm.Geschichte,1854f-, 3 Bde., 6. A. 1874 f.; Die Rechtsfrage zwischeni ^ Cäsar u. demSenat, Bresl. 1857; Die röm. Chrono-s ^ logie bis auf Cäsar, Berl. 1858, 2. A. 1859; Röm.i Forschungen I., 2. A. ebd. 1864; Gesch. des röm.

Münzwesens, 1860; Röm. Staatsrecht, Bd.l, 2,2.A.s z 1876 f.; Lolini eollsotansa, 1864; Inäsr nominums k zu Llini sxisb., herausgeg. von Keil, 1870; Oorpuss s iuris eivilis (mit P. Krüger), 2. Aust., Berl. 1877;) s Aussätze in den Abhandl. d. k. sächs. Gesellschaft ders s Wissenschaften (über Cassiodor, Bd. 8), dem Hermes(Berl. 1866 ff.), Rh. Museum und v. a. Zeitschrif-i ten; auch lieferte er Beiträge zu mehreren Cicero-s Ausgaben. Auch als Mitglied des Abgeordneten-f Hanfes hat M. eine einflußreiche Thätigkeit ent-E wickelt. 8) Friedrich, Rechtsgelehrter, geborens is 3. Jan. 1818 in Flensburg, stand 184851 anz der Spitze des Justizdepartements in Kiel, betratZ dann in Göttingen den Lehrstuhl, wurde 1858 dortZ Professor; 1864 berief ihn die preußische Regierung^ ans Appcllationsgcricht nach Schleswig n. 1867 ins dasOberappellationsgericht für die neuen Provinzen

nach Berlin, von wo er jedoch schon 1868 als Prä-sident des evang.-luth.Confistoriums für Schleswig-Holstein nach Kiel versetzt wurde. Literarisch bekanntist er durch seine: Beiträge znm Obligationenrccht,Braunschw. 185355, 3 Abthl.; Erörterungen ausdem Obligationenrecht, ebd. 1859; Entwurf einesdeutschen Reichsgesetzes über das Erbrecht nebst Mo-tiven, ebd. 1876. 3) Johann Tycho, Philolog,Bruder von M. 1), geb. 23. Mai 1819 in Garding,wurde nach einer Reise durch Italien und Griechen-land n., nachdem er Lehrer an den Gymnasien in Hu-sum u. Eisenach gewesen war, Director der Realschulein Oldenburg u. 1864 des Gymnasiums in Frank-furt a. M.; er übersetzte u. edirte den Pindar (Lpz.1846, Berl. 1864). Er schr.: Der Perkins-Shake-speare, Berl. 1855; Die Kunst ves deutschen Über-setzers ans neueren Sprachen, Lpz. 1858, und gabheraus: Shakespeares Romeo u. Julie, eine kritischeAusgabe ves Doppcltextes, Oldenb. 1859; Bemerk-ungen über Kritik, Exegese und Versabtheilung beiPindar, ebd. 1863; Bemerkungen zum 1. Buche derSatiren des Horaz, Franks. 1871; Uber griech. Prä-positionen, ebd. 1874. 4 ) August, Philolog, Bru-der des Vorigen, geb. 25. Juli 1821 in Oldesloe,wirkte als Lehrer zu Flensbnrg, Hamburg u. Par-chim, ist seit 1864 Conrector am Gymnasium zuSchleswig. Er schr.: Beiträge zur griech. Zeitrech-nung,Leipz. 1856; ZweiterBcitrag zur Zeitrechnungder Griechen u. Römer, ebend. 1859; Röm. Daten,Parchim u. Lpz. 1856; Heortologie (städt. Feste derAthener), Lpz. 1864; ^tbsnas cirristianao, ebd.1868; Mittelzciten (über griech. Klima); Schleswigu. Lpz. 1870; Griech. Jahreszeiten, Schlesw. 1873.

1) Eberhard. 2 ) Lagai. 3> 4) Brambach.

lAomorckioa L., Pflanzengattnng aus der FamilieOllourditaoöao-t!ll<:urbitss.o, kletternde Kräuter mitmonöcischen od. diöcischen Blüthen; männl. Bliitheneinzeln od. in Rispen mit 5 Staubblättern, von denenje 2 verwachsen sind; weibliche Bliithen einzeln, mitlänglichem, nicht aufspringendem od. dreiklappigemFruchtknoten. Nahezu 30 Arten, meist afrikanisch.Ll. Ualsamina L. (Balsamapfel, Wunderapfel), inO-n.WJndien gebaut; die unreifen Früchte werdenmit Salz eingemacht u. gegessen, die Samen werdenmit Olivenöl übergossen u. dieses gegen Verbrenn-ungen, Frostbeulen rc. angewendet. Ll. OiiarantiaL., in Ostindien wild u. angebaut; Früchte spindel-förmig, rothgelb, mit drei Leisten», dazwischenliegen-den Warzen, rothcm, süßem, häufig genossenemFleisch; die Blätter sind bitter u. werden häufig alsZusatz zum Zuckerbier benutzt; Ll. Liatsrium L. s.blebaUnm LZrosts LRib. (Springgurke, Spritzgurke,Eselsgurke, Eselskllrbis),in Südeuropa, mit rauhem,gestrecktem Stengel, gelblichen, traubenständigenBlumen u. abwärts gebogenen, 5 ein langen, cylin-drischen, stacheligen Früchten, welche sich, sowie beimehreren Arten dieser Gattung, bei der Reife oder,wenn sie berührt werden, vom Stiele ablösen u. ansder entstandenen Öffnung die mit Saft vermischtenSamen weit ausspritzen. Der Fruchtsaft ist sehrbitter u. wirkt stark purgireud. Engl-r.

Momos (Momus), vaterloser Sohn der Nacht-Persomfication der Tadelsucht u. des Spottes, dar,gestellt als Greis od. als hagerer Jüngling mit Satyr-gesicht n. der Narrenkappe.

Mömpelgard, f. Montbeliard.