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Moluviah -
Hinterleib entspricht. An letzteren fügt sich der lange,bewegliche Schwanzstachel an. Der unterständigeMund ist von zahlreichen Greiffllßen umstellt, dienach dessen Öffnung umschlagbar sind. Fühler, Kiefern. die zwei ersten Kieferfußpaare beinartig, mit End-scheere, die Beinpaare des Hinterleibes tragen Kie-men. Meereskrebse, welche paarweise am Strande sichaufhalten. Hierher I,. mollueanns (Nns., Moluk-kenkrebs, 80 ein. lang; Fleisch u.Eier eßbar. Ost-indien. I-. polz'plismuL L., Küste von NAmerika.
Molnviah, s. Mnluya.
Nioly, beyHomereinKrautvon schwarzer Wurzelund weißer Blüthe, welches Hermes dem Odysseusals Mittel gegen die Zauberei der Kirke gab.
Molybdän (Nolz-bäaonum), chemisches Elementans der Gruppe der Metalle (chem. Zeichen No,Atomgewicht — 96). Es ist silberweiß, hart, etwasdehnbar; spec. Gew. — 8 ,s; es schmilzt nur imKnallgasgebläse. An der Lust läuft es langsam an,beim Erhitzen verbrennt es zu weißer M-säure. VonSäuren wirken nur concentrirte Schwefelsäure undSalpetersäure darauf ein. — Es findet sich in derNatur mit Schwefel verbunden, als M-glanz(Wasserblei), u. als molybdänsanresBleiim Gelbblei-erz. Man stellt es dar durch Glühen von M-chlorid imWasserstoffstrome. Der Name M. stammt her vongriech. molxbäaina, Graphit, mit dem derM-glanzlange verwechselt wurde; Scheele stellte 1778 darauszuerst die M-säure, Hjelm 1782 das Metall dar. —Von den bis jetzt bekannten Sauerstoffverbindungen:M-oxydul (No 0), M-oxyd (No Oy) u. M-säurean-hydri (No Og) ist nur die letzte wichtiger. Sie bildetein weißes, krystallinisches Pulver, welches in derGlühhitze schmilzt und sich als weißer Rauch ver-flüchtigt. Im Wasser ist sie ganz, in Säuren nachdem Glühen fast unlöslich. Mit Zink n. Schwefelsäurezusammengebracht, färbt sie sich blau, indem einTheilderselbenreducirt wird u. molybdänsaures M-oxyd sichbildet. ManerhältdieseVerbindung(M-blau),durchGlühen von molybdänsaurem Ammon. Die eigenst.P-säure (wahrscheinlich Hz No OZ scheidet sich alsKeißer, in Säuren leicht löslicher Niederschlag aus,»enn mancinM-säuresalz mitSalz- oder Salpeter-Mre versetzt; durch Dialyse ihrer salzsauren Lösungerhält man sie in gelber, wässeriger Lösung, die beimVerdunstengummiartige,zerfließlicheM-sänreznrück-läßt. Ihr wichtigstes Salz ist dasm 0 lybdänsanreAmmon MN 4 ) gNo, Oz« -i- 48z Oj; man stellt esdar durch Ausziehen von geröstetem M°glanz mitAmmoniak und Eindampfen der Lösung; es bildetweiße, gestreifte, prismatische Krystalle; seine mitSalpetersäure versetzte Lösung ist ein wichtiges Rea-genz auf Phosphorsäure. Hetzer.
Molybdänblau ist molybdänsaures Molybdän-oxyd (s. Molybdän).
Molybdänblei, so v. w. Wulfenit.
Molybdäneisen, s. u. Eisen II. L, b).
Molybdänglanz (Molybdänit), unter dem Na-men Wasserblei bekanntes Mineral, krystallisirtin kleinen, undeutlichen, hexagonalen Tafeln; meistkrystallinischeMassen,derb u. eingesprengt in schaligenu. krummblätterigenAggregaten; Härte 1 bis 2 , spec.Gew. 4,s bis 4,g; mild, in Blättchen biegsam, fettiganzusühlen, bleigrau, metallglänzend, undurchsichtig,färbt aufPapier ab, daher zum Schreiben gebraucht;besteht ausSchwefelmolybdän, findet sich eingewachsen
- Momicrs.
in krystallinischen Gesteinen am St. Gotthard undMontblanc, Brieg im Canton Wallis, am Ural w.a. O., auf Erzlagerstätten, bcs. des Zinnerzes, inAltenberg und Ehrenfriedersdorf in Sachsen, Zinn-wald und Schlackenwald in Böhmen, auch auf denMagneteisenlagerstätten in Norwegen. Der M. wirdzur Darstellung einer blauen Farbe benutzt. Lehmann.
Molybdänocker, Mineral, citrongelb bis pome-ranzgelb, zerreiblich, derb, als Überzug od. Anflug,auch eingesprengt, ist im Wesentlichen Molybdän»säure; findet sich mit Molybdänglanz im PfälzerThal in Tirol, Lindäs in Schweden, Nummedalenin Norwegen, Caldbeck Fell in Cnmberland und istwohl in den meisten Fällen ein Zersetzungsproductdes Molybdänglanzes.
Momemphis (a. Geogr.), Stadt im ägyptischenDelta, am wesst. (Bolbitischen) Nilarm, oberhalb derbeidenNatronseen; jetzt Menuf. Hier schlugPsamme-tich um 660 v. Ehr. seine Nebenbuhler entscheidendu. besiegte 570 v. Ehr. Amasts den König Apries.
Mombas (Mombasa), kleine Koralleninsel, dichtan der OKüste von SAfrika, nördlich von Zanzibar,4" südl. Br., mit gleichnam. Stadt, gehört seit 1858dem Sultan von Zanzibar, hat guten Hafen, einehemals portugiesisches Fort, lebhaften Handel mitGummi u. Elfenbein u. 12—15000 Ew. — Die StadtM. ist sehr alt u. wird schon 1330 von Jbn Valutaals eiu bedeutender Ort erwähnt; zu Anfang des16. Jahrh. bemächtigten sich die Portugiesen derInsel und Stadt, verloren es aber um 1660 wiederan die Araber. Dronte.
Mombuy, s. Caldas 4 ).
Moment (v. lat.), 1) das M., das Bewegende,Ausschlaggebende, Wesentliche, Entscheidende; so bes.inder Mechanikverschiedene mathematische Ausdrücke,die für die Bestimmung von Gleichgewicht u. Beweg-ung bes. wichtig sind u. bei Maschinen vorzugsweisezur Schätzung des Effects dienen. Man unterscheidetM. der Bewegung, das Product der Kraft in derGeschwindigkeit, mit welchem sie einen Punkt (derMaschine) angreift; statischesM.od.Drehungs-M. einer Kraft in Bezug auf einen Punkt als Dreh-ungspnnkt, das Product ans der Größe der Kraft u.dem rechtwinkligen Abstand ihrer Richtungslinie vomDrehungspunkt; M. eines Kräftepaares (d. i.eines Paares entgegengesetzter, gleichgroßer Parallel-kräfte), das Product aus einer der Kräfte in die Breitedes Paares; M. der Trägheit, das Product einerMasse in das Quadrat der Entfernung vom Umdreh-ungs- od. Bewegungspunkte; M. d er Friction,beiAchsenbewegnngen das Product der Friction einesZapfens in den Halbmesser desselben; 2) der M.,Augenblick; kurzer Zeitraum; in der bildenden Kunstder Zeitpunkt der Handlung od. Begebenheit, in wel-chem diese dargestellt ist.
Momentan (v. Lat.), augenblicklich, vorüber-gehend.
Momiers (von Nomsris, so v. w heuchlerischeu. lächerliche Schauspieler), spottweise Bezeichnungeiner religiösen Partei in Genf, später auch im Waadt-lande, welche, im Gegensatz zu der Staatskirche, sichin besonderen Versammlungen erbaute u. eine sehrernste u. strenge Lebensrichtung hatte. Den Anstoßzur Entstehung dieser Richtung gaben die Frau vonKrüdener u. englische Methodisten. An ihrer Spitzestanden Empaytaz, der Prediger Malan und der