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Bd. 13 (1879) Metternich - Ostindien
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Molise -

Molise, s. Campobasso 1).

Molitcrno, Stadt in der ital. Prov. Potenz«,am Moglio; 6621 Ew.

Molitg, bcsnchler Badeort iin Arr. Prades dessranz. Dep. Pyrences-Orientales, mit 11 Schwefel-quellen von -i- 16,g bis -f-30,j° Ik.; 666 Ew.

Molltor, Gabriel Johann Joseph, GrafM., gcb. 1770 zn Hayange im Moseldepartement(jetzigen Deutsch-Lothringen); trat beim Beginn derRevolution als Volontär in die Armee, zeichnete sichin den Kämpfen von 17S296 rühmlich ans, so daßer 1799 bereits Brigadegeneral wurde. Als solcherbei der Schweizer-Armee unter Massen«, zeichnete ersich gegen die Asterreicher und Russen bei Glarus,Mnttenthal, Schwyz und Räfcls ans; 1800 bei derRheinarmcestehcud,befehligte erdenNhcinübergangzwischen Stein n. Diesenhofen n. that sich dann beiStockach n, Möskirch hervor. Dann nach Tirol deta-chirt, lieferte er hier eine Menge Gefechte, nahm end-lich Feldkirch u. besetzte Granbünden. Als Divisions-general befehligte er die 7. Militärdivision in Gre-noble, führte 1805 Massenas Vortrab in Italien,zeichnete sich bei Caldiero aus, war dann General-gonvcrnenr in Dalmatien, entsetzte 1806 Ragnsa n.erfocht mehrere Vortheile über die Russen n. Mon-tenegriner. 1807 focht er gegen die Schweden inPommern, befehligte den linkenFlügel der Bclager-ungsarmeevonStralsundu.wnrdenachderEinnahmcGouverneur von Schwedisch Pommern, wo er bisEnde 1808 blieb u. den Titel Graf n. große Dota-tionen empfing. 1809 befehligte er unter Massen«eine Division, zeichnete sich bei Ncnmark, Aspern,Wagram aus, commandirte 1810 in den Hansestäd-ten u. 1811 in Holland, focht nnterMacdonald1814bei La Chaussee, Chalons n. La Ferte sons Jouarre u.befehligte dann das 2. Corps bis zn Ende des Feld-zugs. Er unterwarf sich dann den Bourbons undwurde Generalinspectenr, verlor aber die Stelle,weil er während der Hundert Tage sich zur Orga-nisation der Nationalgarden im Elsaß hatte com-mandiren lassen. Erst 1818 wieder eingesetzt, zog er1823 mit nach Spanien und beschleunigte durch dieRaschheit seiner Operationen die Beendigung derIntervention, ward 9.Oct. 1823 Marschall u.Pairvon Frankreich, ging 1830 mit zn Louis Philippüber, der ihn 1847 znm Commaudeur der Invali-den ernannte; 1848 gab er diese Commandantnr anJerome Bonaparte ab u. wnrdedagegenGroßkanzlerder Ehrenlegion. Er st. 28. Juli 1849 in Paris. InNancy wurde ihm eine Bildsäule errichtet. Lag«.

Molitor, Wilhelm, kathol. Theolog ».Schrift-steller streng römischer Richtung, geb. 24.Aug.1819in Zweibrücken; studirte erst Jurisprudenz n. tratselbst in die Praxis, wandte sich aber 1849 der Theo-logie zu, studirte in Bonn, erhielt 1851 die Priester-weihe und kam dann in das Speyerer Domcapitel,dem er noch angehört. 1868 zählte er zn den zn denVorarbeiten für das Vaticanische Concil nach Nomberufenen Consultoren. 1876 in die bayer. Abge-ordnetenkammer gewählt, legte er Ende 1877 seinMandat freiwillig nieder. M., ein allseitig gebilde-ter Mann, hat sich auf verschiedenen Gebieten der Li-teraturbekannt gemachtu. schrieb u. A. : Überkanon.Gerichtsverfahren gegen Kleriker, Mainz 1856; dieDecretale ?sr vensrabilsm vor Jnnocenz III. rc.,eine kanonistische Studie, Münster 1876; als literar-,

- Moll.

wissenschaftliche Studien: Das Theater in seiner Be-deutung n. in seiner gegenwärtigen Stellung, Frei-burg 1866; Über Goethes Faust, Mainz 1869; so-dann schrieb er unter den PseudonymN. Ulrich Ries-ler u. Bruno Broimer Gedichte (Domlieder) u. Ro-mane, darunter: Die schöne Zweibrückerin (histor.);Herr von Syllabus, 1873; Der Jesuit, 1873; Me-moiren eines Todtenkopfes, 1875; Der Gast i»rKyffhänser 1876; endlich mehreres Dramatische:Kynast, 1844; Das alte deutsche Handwerk, 1863;Maria Magdalena, 1863; Julian der Apostat, 1867;Claudia Procnla, 1867; Des Kaisers Günstling,1876 n. A. IN. vazai.

Molken (Serum Ilretis), die nach Abscheiduugdes Käses u. Fettes aus der Milch znrückbleibendewässerige, grünlich-gelbe Flüssigkeit. Die M. dienenentweder zur Verarbeitung ans Zieger, Milchzucker,Molkenessig, als Nahrung für Schweine u. Rind-vieh, od. alsHeilmittel für Menschen. In lOOTHei-len M. sind enthalten: Wasser 93,2g, Fett 0 , 2 g, ei-weißartige Substanzen 0,g Michzncker 4, Milch-säure 0,gg, Asche 0,gg. An den größeren Käsereien,sowie in NDeutschlaud an mehreren Kuranstalten,sind M-kuranstalten eingerichtet, in welchen der Kur-gast während des Sommers für seinen Zweck bes.znbereitete M. erhält. Werden die M. aus der fri-schen Milch durch Zusatz von Lab gewonnen, sonennt man sie süße M. Saure M. bereitet mandurch Zusatz von Weinstein, Weinsteinsänre, Tama-rinden, Essig od.Cilronensaft, wonach dieselben dannihre Benennung erhalten. Die Gewinnung von M-bntter (Schweiz u. NAmerika), Alkohol (Bern) unddie Verwendung der M. zum Bleichen der Leinwandkommt nur vereinzelt vor.

Die M. werden zu arzneilichen Zwecken aus fri-scher Milch unter Zusatz von Lab bei 5060° ge-wonnen. Sie dient als schwach ernährendes, schleim-lösendes Getränk. Bei chronischen Assertionen werdensie methodisch als sogen. M-knren gebraucht, wobeiöfters noch frische Pflanzensäfte, Mineralwässer oderWein, Pomeranzensyrnp , Eisenpräparate n. dergl.zngemischt werden. Täglich läßt man 12 Bechergewöhnlich warm genießen, Lei gehöriger Diät undBewegung in freier Luft. Die M-knr findet ihreAnwendung bei Skrophulose, Lungenschwindsucht,Blntauswurf, chron. Hautafsectionen u. a. Zu M-kuren gibt es auch besondere dazu eingerichtete An-stalten (M-anstalten), jedoch finden sich jetzt auch solchebei fast allen Mineralquellen. In den letzten Jahrensind gerechte Zweifel an der Berechtigung dieses Mit-tels erhoben worden; seine Wirkung erscheint imGanzen ziemlich unbedeutend, u. gar häufig werdendie M. bei Kranken mißbraucht, denen ejjne nahrhafteKost besser bekäme. lLandw.) Rhode. (Med.) v. Mering.

Akolk, die weiche Tonart, als Gegensatz der har-ten oder des Dur. Der M-accord besteht ansGrnndton, kleiner Terz und reiner Quinte. Di:M-tonleiter hat das Eigene, daß dieselbe im Aus-steigen anders ansgeübt wird, als im Absteigen.So werden z. B. in der M-tonleiter a Ir o L s SkS§ a und a >qA lqk s ll e ll a die 6. u. 7. Stufe her-aufwärts zufällig erhöht, absteigend aber die naiürlichen Töne gebraucht. Harmonische.Gründe ver-langen dagegen eine andere Führung u. heißt dieseM-tonleiler wegen des zum bestimmten Abschlußi nöthigen Dur-Accordcs der Dominante z. B. in kl-