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Moll — !
M. folgendermaßen: -I 8 6 O L § 6is ^ 6I' L I) (l II Si-b-»r°ck.
Moll (Mull), ein rauhes,dünnes.wollenesZeug,ähnlich dem Molton, oder dem aus Baumwolle ge-webten Moleskin.
Blollah (Mullah), türk. Ehrentitel, der solchen bei-gelegt wird, die sich durch Reinheit LesLebeus ans-zeichnen ; die Illemas erhalten ihn immer n. meist auchandere Würdenträger des islamitischen Cultus.
Mollrudo, Hafenstadt im pernan. Dcp. Are-qnipa, Ansgangspunlt der Gebirgsbahn M.-Are-quipa-Puno; wurde durch das Erdbeben v. 9. Mai1877 stark verheert.
Möllendorf, Richard Joachim HeinrichG.raf von, preuß. Generalfelbmarschall, geb. 1725zu Lindenbcrg in der Priegnitz; wurde, auf derRit-terakademie erzogen, 1740 Page des KönigsFried-rich II. und begleitete diesen im ersten SchlesischenKriege. 1743Fähnrich, wurde er wegen seinen aus-gezeichneten Leistungen bei Vertheidigung einesProvianttransportes 1744 schon Hauptmann undFlügeladjutant. Im Siebenjährigen Kriege zeich-nete er sich lies, beiLeuthcn aus, ward sür seine Halt-ung vor BreSlau 1758 Major u. Commandenr des3. Gardebataillons; sür seine Tapferkeit beim Über-fall von Hochkirch erhielt er 1760 das Kommandodes Garderegiments, ward bei Lieguitz Oberstlieute-nant, 3.Nov. 1760 beiTorgau gefangen, nach seinerAuswechselung 1761 Oberst u. nach Eroberung desfeindlichen Postens bei Burkersdorf 1762 General-major. Seit 1764 Gencrallieutcnaut, commandirteer 1779 im Bayerischen Erbsolgekriege unter PrinzHeinrich ein Corps in Sachsen u. Böhmen, wurde1783 Gouverneur von Berlin u. 1787 General derInfanterie. 1793 erhieltM., welcher indessen Feld-marschall geworden war, den Befehl über die preuß.Armee behufs der zweiten Theilung Polens u. 1794über dieRheiuarmee, wo er zwar dieKaiscrslanter-uer Schanzen eroberte, aber weiter gegen die repu-dlikanischcArmee nichts vermochte. GegcnseineÜber-zeugnng folgte er 1806 dem Könige in den Kampf,aerieth nach der Schlacht bei Jena in Erfurt in Ge-sangeuschast, wurde aber in Ansehung seines Altersgegen Ehrenwort nach Berlin entlassen; von Napo-leon erhielt er sogar noch dasGroßkrcuz der Ehren-legion. M. st. 28. Jan. 1816 in Havelberg. Lagai.
'Möller, 1) (gewöhnlich Heinrich von Zlltphen),Protestant. Märtyrer, geb. 1488 in der niedcrländ.Grafschaft Zütphen; trat 1504 in den Augustiner-orden, ging 1515 nach der neugegründeten Univer-sität Wittenberg, wo er sich eng au Luther anschloß,wurde 1516 Prior des Augustinerklosters in Dort-rccht, dann Snbprior des Augnstinerklosters in Ant-werpen, mußte aber im December 1520 vor denNachstellungen der Gegner der Reformation auchaus dieser Stadt fliehen u. kam im März 1521 nachWittenberg, wo er sich mit den Wissenschaften be-schäftigte. Nachdem er 1522 wieder in Dortrecht u.Antwerpen für die Reformation gewirkt und, dortaus der Gefaugcnschaft durch einen Bolksausstandbefreit, die Bevölkerung von Bremen für die evan-gelische Lehre gewonnen hatte, ging er Nov. 1524nach Meldorf in Dithmarschen, um dort auf Bittendes Pfarrers die Reformation einzuführen, wurdeaber daselbst lO.Dec. von den katholischen Geistlichenund dem Pöbel gefangen und 11. Dec. in Meldorf
MöüMuug,
verbrannt. Melanchlhon schrieb ein Loblied auf ihn,Luther einen Trostbrief an die Christen zu Bremenmit einer Erzählung der Leiden des Märlyrcrs;25. Juni 1830 wurde ihm auf dem Gottesacker zuMeldorf ein Denkmal errichtet. 2) Georg, nam-hafter Baumeister, geb. 21. Juni 1784 in Diepholz(Hannover), st. 13. März 1852 zu Darmstadt; warein Schüler Weinbrenners, lebte 3 Jahre in Italienu. ward 1810 großherzogl. Hess. Hosbaumeister. Ercultivirte hauptsächlich das gothische Bausysteui.Hauptbauten: das Casino (1817), das seither abge-brannte Opernhaus (1819), die kath. Kirche (1824)u. die neue Kanzlei in Darmstadt (1826); die kath.Kirche zu Bensheim (1827); das Ncfidenztheater inWiesbaden (1827), die Residenz daselbst; die Dom-kuppel in Mainz. Indem er beim Mainzer Theaterzuerst das innere Halbrund auch außen hervortretenließ, gab er ein später vonSempcr beim DresdenerTheater benutztes Vorbild. Er schr. n. A.: Denk-mäler deutscher Baukunst, 1815—31; Die Elisabeth-kirche zu Marburg, 1822; Die Domkirche zu Lim-burg und die Paulskirche zu Worms, 1828 ; DerMünster zu Freibnrg im Breisgau, 1626 ; Über alt-deutsche Baukunst, 1831 re. Andrä, Hessemer, Lerchu. A. sind seine Schüler. i) Löffter. 2 ) Regnet.
Möller, 1) Poul Martin, dän. Schriftsteller,geb. 21. März 1794 zu Uldum in Jütland; machte1819—21 als Schifssprediger eine Chinareise; 1826Lecror, 1828 Professor der Philosophie in Christiania,1830 Professor der Philosophie in Kopenhagen; st.13. März 1838 daselbst. Schrieb lyrische Gedichte,versuchte sich inderNovelle, liefertephilosophischeAb-handlungenrc. HinterlasseneSchriften, 3.A.,6Bde.,Kopenh. 1855—56. 2) PeterLudvig, dän.Schrift-steller, geb. 18. April1814 in Aalborg; lebte, durchdas KopenhagenerCliqucnwesenvertrieben, seit185lin Paris; st. 7. Dec. 1865 in Rouen. Lyrische Ge-dichte, Kopenh. 1840; Kritische Skizzen, 2 Thl., ebd.1847; Eine Abhandlung über das neuere Lustspielin Frankreich und Dänemark, ebd. 1858 rc. «.
Müller, 1) Alexander von, russ. Contreadmi-ral, hat außer verschiedenen Fahrten in der Ost- u.Nordsee, im Mittelländischen nnd Weißen Meere u.im nördlichen Ocean in den Jahren von 1823 bis1826 mit Kotzebue dessen zweite Reise um die Weltmitgcmacht nnd 8. Oct. 1827 an der Seeschlacht beiNavarin u. vom 19. Mai 1829 bis 18. Febr. 1830an der Blocade der Dardanellen theilgenommen.Er st. 18. Dec. 1876 in Reval. 2) Eduard von,ausgezeichneter Verwaltnngsbeamter, geb. 2. Juni1814 in Minden; stndirte 1832—35 in Heidelbergnnd Berlin die Rechte, war daun Anscultator amStadtgericht zu Minden u. am Oberlaudesgericht zuPaderborn, hierauf bei derRegierung inKoblenz an-gestellt n. Stellvertreter des Landrathes in Simmernund 1839 selbst Landrath. 1842 war er in Berlin,um die rheinische Gewerbeordnung zu bearbeiten,woraus er Staatscommissar bei der Köln-MindenerEisenbahn u. 1848 Präsident des RegierungsbezirksKöln wurde. Nach der Besetzung des Kursürsten-thums Hessen durch die Preußen, 1866 , giug M. alsCivilgouverneur des Kurfürstenthums Hessen nachKassel; ein Jahr später wurde er Oberpräsident derneuen ProvinzHessen-Nassauu. im Sept. 1871 Ober-pcäsident-von Elsaß-Lothringen zu Straßburg.
Möllerung nennt der Hüttenmann die Mengung