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Moldau.
Pascha, welchem er sich überlieferte, niedergehauen.Unter abwechselnd entscheidendem Einfluß von Polenu. der Türkei kain es nun zu unablässigen Thron-wechseln, bis endlich, nachdem die Bojaren auch denletzten Rest ihres Wahlrechtes an den Sultan über-lassen hatten, dieser 1634 Moses Movila zum Woj-woden n. zum Pascha von 3 Roßschweifen machte.Nach Moses' baldigem Tode folgte Basilins Lupulo,ein Epirot, der nach einer für die M. segensreichenRegierung u. nachdem er die Capitulatiou von 1513erneuert, 1654 auf türkische Veranlassung von demFürsten von Siebenbürgen, Nagoczy, vertriebenwurde. Sein Nachfolger, Stephan XIII. Bürdllsa,früher Logothet(Kanzler) der M., wurde 1658 abgc-setzt und der Albanese Georg II. Ghika, ward Woj-wode, der erste Fanarioke, der sich nun Hospodarnannte. Georg hielt sich durch Hilfe der Tatarengegen seinen Feind Ragoczy. Ihm folgten wiederuntüchtige Fürsten, die beideuDukas rc., dasStaats-u. Unabhängigkeitsbewußtsein der M. schwand stetig.Unter Constantin II. zerrütteten Kriege der Polen u.des Kaisers gegen die Türken bis 1683 das Land. Co n-stantinIII.Dukaswurdel685wiederentsetzt;andessenStelle kam Antiochus Kantemir, Sohn Konstantins,zur Negierung. Unter diesem erfolgte der KarlowitzerFriede, nach Lessen Bestimmungen die Polen ihremoldauischen Eroberungen gegen Kamiuiec Heraus-gaben. Seine Nachfolger, Michael Rakovitza undNikolas Maurokordatos, schlossen sich denRussen mitAufgabe ihrer eigenen Unabhängigkeit an. Deme-trius II. Kautemir, welcher insgeheim auch mit derWalachei belehnt worden war, warf sich Peter dem Gr.in die Arme, schloß mitihm 1711 den Luzker Vertragu. erhielt dafür das Versprechen, als unabhängigerFürst der M. anerkannt zu werden. Als Peter 1711sich mitMühe ausder Gefahram Pruth gerettethatte,nahm erDemetriusKantemirmit, u. an dessen Stellekam Nikolas Maurokordatos; dieser erhielt 1716 aberdie Walachei u. Michael Rakovitza wurde Hospodarbis 1718 Nikolas Maurokordatos wieder eintrat;1726 erhielt Gregor Ghikas die Hospodarwürde, u.da er 1733 nach derWalachei versetzt wurde, so folgteihm ConstantinIV. Maurokordatos,alleinschon 1736tauschten.Beide ihre Posten. Kurz zuvor halten Ruß-land u. Österreich den Krieg gegen die Pforte erklärt,u. der Feldmarschall Münuich fiel 1739 in die M.ein u. erfocht die Siege von Stawutschan n. Cho-czim. Auch der russ.-türk. Krieg von 1769 wurde aufmoldauischem Boden ausgekämpft, die M. von denRussen besetzt, und unterwarfen sich nun die christl.M-cr, sowie auch mehrere Slavenstämme, der türk.Herrschaft. Die M. wurde nun ganz europäisch or-ganifirt, u. behielt sich Rußland, obwol im Friedenvon Kutschuk Kainardschi die M- 1774 überliefertwurde, doch eine Art Schutz über dieselbe vor, unterwelchem Gregor III. Ghikas, vormals Hospodar derWalachei, jetzt Fürst wurde; er legte Colonien frem-der Einwanderer an, suchte auch das ganze Gebietder M. wieder unter seine Herrschaft zu bringen,mußte aber anstatt dessen auch noch 1777 unter Zu-stimmung der Pforte die Bukowina an die KaiserinMariaTheresia abgeben u. wurde als er Widerstandleisten wollte abgesetzt und 10. Oct. 1777 in Jassyerwürgt. Mit seinem Nachfolger ConstantinV. Mn-rusi begann der rasche Wechsel der Hospodare; keinerblieb über 6 Jahre Hospodar u.die Stelle wurde meist
dem den höchsten Preis bietenden Fanarioten zuge-schlagen , der dann den Preis vom Volke erpreßte.Der russ.-österr.-türk. Krieg von 1787 hatte die M.seit 1789, wo sie der Prinz Josias von Koburg er-oberte, zum Schauplatz. MehrerePlätzewurdenhier-auf von den Russen erobert u. belagert, bis es end-lich zu Sistowa u. Jassy 1791 u. 1792 zum Friedenkam, der aber wieder die russische Grenze bis zumDujestr rückte. Nun kehrte das alte drückende Verhält-uiß der M. zur Türkei zurück. 1806 besetzte Rußlanddie M- u. Walachei u. der Hospodar Fürst Dpsilantientwich nach Rußland. Zwar kam schon 24. August1807 durch Napoleons Vermittelung der Waffenstill-stand zwischen Rußland u. der Türkei zu Wege, inwelchem Rußland versprach, die beiden Fllrstenthii-mer zu räumen; als es dies aber nicht that u. end-lich sogar deren Abtretung verlangte, brach 1809 einneuer Krieg aus, während dessen die M. in den Hän-den der Russen blieb, bis der Friede von Bukarest1812 die Abtretung Bessarabiens an Rußland aus-sprach. 1820 stürzte der Ausbruch des Aufstandesder Griechen die M. in neues Elend. AlexanderUp silauti trat März 1821 mit anderen russischen Offi-zieren in der M. als Befreier der griech. 'Nation ausu. gab so das Zeichen zum Ausbruch der Jnsnrrec-tion. Bald rückten türk. Heere nach der M., schlugenPpsilanti beim Kloster Dragaschan (19. Juni) total,u. verwüsteten, nachdem Georgakis, Anastasios undAndere einige Monate lang den kleinen Krieg sort-gesührt hatten, das Land. Die Türken setzten zwar19. Juli 1822 einen neuen Hospodar, den moldaui-schen Bojaren Johann Stourdza ein, allein ihm zurSeite einen türk. Divan, und die Janitscharen ver-heerten das Land. Erst 1825 u. 1826 räumten dieTürken auf wiederholte Forderung der SchntzmachtRußland die M. u. Walachei. 1826 wurde auch inErgänzung des Akjermaner Vertrages bestimmt,daßder Hospodar der M. künftig auf 7 Jahre aus und'von Len Bojaren und zwar von einem Divan der-selben gewählt, dem Sultan zur Bestätigung präsen-tirt werden sollte, welcher den Gewählten, ohne Ruß-land seine Gründe mitzutheilen, nicht verwerfen dürfe.Eine Absetzung sollte nicht ohne Bewilligung Ruß-lands, eine freiwillige Abdankung nicht ohne Bewil-ligung beider Höfe erfolgen. Die Steuern bestimm-ten die Hospodare, jedoch mit Genehmigung Ruß-lands und des Divans. Sodann wurde durch denFrieden von Adrianopel (1829) das staatsrechtlicheVerhältnis; so aufgefaßt, als habe sich die M. frei-willig der Pforte unterworfen, Rußland aber ihreWohlfahrt garautirt. Alle Türken mußten die M.verlassen. Die Hospodare wurden seitdem lebenslangernannt, mit Vorbehalt der Absetzung oder Abdank-ung , u. außer dem Tribut sollten keine Lieferungenvon der Pforte mehr verlangt werden. Bis zurErfüllung aller eingegangeneu Verpflichtungen derPforte gegen Rußland, namentlich zur Zahlung derEntschädiguugsgelder für die Kriegskosten, blieb einrussisches Occupationscorps unter General Kisselewin der M. Das inzwischen von einer Commissionvon Bojaren entworfene, ganz russisch gehaltene or-ganische Statut für die M. u. Walachei erkannte disPsorte durch den Vertrag von Petersburg vom 28.Jan. 1834 an, u. im April 1834 wurde der BojarMich. Stourdza zum Hospodar gewählt. Seine Ne-gierung kräftigte das Volk wieder, bes. durch Begün-