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Hloitiö —
mit Getreide, Mehl, Öl, Wein, Safran, Wolle und! Salz: (1872) 5141 Ew. (Gem. 9036). Von den^ ehemaligen Festungswerken sind noch Ruinen vor-handen; M. wurde 1212 von Simon v. Mvntfortzerstört. H- Berns.
MoitiS (franz.), die Hälfte; LI. machen, auf ge-meinschaftlichen Gewinn u. Verlust etwas unterneh-; men oder betreiben.
^ Moitte, Jean Guillaume, franz.Bildhauer,geb. 1747 zu Paris, st. 2. Mai 1816 daselbst; warein Schüler von Pigalle u. Lemoine und vollendeteseine Bildung 1771 — 73 in Rom. Er ward 1783! Mitglied der Akademie und später Professor an derI Maler- n. Bildhauerschnle zu Paris. Hauptwerke:Die Muse der Geschichte (Basrelief im Louvre); Eiuj Opfernder; Das Vaterland seine Söhne zu seiner
> Bertheidigung aufrnfend (im Luxembourg). Regnet.
^ Moivre, Abraham, geb. 26. Mai 1667 zu
Vitry in der Champagne; studirte Philosophie undMathematik. Als Protestant ging er 1685, nach Auf-! Hebung des Edicts von Nantes, nach England, undst. 27. Nov. 1754 in London. Hauptsächlich beschäf-tigte er sich mit der Wahrscheinlichkeitsrechnung undderenAnweudung. Er fand den nach ihm benanntenMoivreschen Lehrsatz (s. Cotesischer Lehrsatz) u.schr. u.A.: Mrs äootriue ob olranAss, Lond. 1718,3. A. 1756; NisosIIanes, analxtiea äs seriell ns stj gnaäraturis, ebd. 1730; ^nnuities ok livss, ebd.1724; außerdem zahlreiche Abhandlungen in derkllü. Iransaetions; seine Biographie schrieb Math.
Mojacar, so v. w. Mujacar. sBuchruck-r.'^ Mojnda, Gebirge im nordamerikan.Unionsterri-torinm Colorado, ein 1871 eröffnetes Silberminen-gcbiet. Vergl. Mrs siivsr rsz-iou ob tlls SierraÄdzaäa (IVes Llountains) anä Hosita, lpi-omgui-llonnt^, Ooloraäo, mit 2 Karten, Denver 1876.
Moke, Henri Guillaume, belg. Geschicht-schreiber, geb. 11. Jan. 1803 in Havre, wurde 1835Professor der Geschichte in Gent u. st. 29. Der. 1862.Erschr.: Histoire äs 1a LslZigus, 4. A., Gent1856,2Ede.; Lloeurs,usa§ss sie. äss Belass, ebd. 1846,
2 Bde.; Hist, äs 1a littsrature tranyaiss, Brüssel1849 f., 4 Bde.; I?rsois äs l'llistoire moäsrus, ebd.1853, 4 Bde.; Im Lslgigns auoienne, Gent 1855;Ilmsnsläa, on Iss llormains an temps äll4.u§usto,
> ebd. 1862, 2 Bde.; außerdem mehrere Romane.
Mokka(Mokha), befestigte Hauptstadt des gleich-^ uam. türk. Saudjaks in Jemen (SWArabien), am^ Rothen Meere, mit Hasen, Sitz des Paschas, einst eineder bedeutendsten Handelsstädte Arabiens, jetzt sehr-heruntergekommen, nachdemAdeninenglischenBesitzgekommen u. fast den ganzen Handel an sich gezogen;4000-5000 Ew. Der Export des berühmten M-kas s e S (s. u. Kaffe) geht hauptsächlich über Hodeida- und Aden. Dronke.
! Mokkastein, Chalcedonm.moosart.Zeichnungen.
> Mokkatam, s. u. Kairo.
> Mokkathaler, Rechnungsmllnze in Jemen —80 Kabir. In Maria-Theresia-Thaler (s.d.) gehen
M. auf 1 Pfund fein Silber.
Mokrin , Marktflecken im District Groß-Kikindades ungar. Comitats Torontal, Station der südöstl.
: Linie der Österr. Staatsbahn; Getreide-, Flachs-u.
Hanfbau,bedeutendeRindvieh-, Schaf-u. Schweine-zucht; 1869: 8502 Ew.
Mokscha, ein etwa 600 irm langer Fluß inRuß-
Molbech.
land, entspringt im Gouv. Pensa, nimmt die FlüsseZna, Lomow, Jssa u. a. ans, ist von der Mündungder Jssa abwärts schiffbar und mündet im Gouv.Tambow in die Oka. Im Frühjahrs überschwemmtsie häufig ihre Uferlandschaft (bei Kadom sogar 19stmweit). Nach dem M.sind die Mokschanen, ein Stammder Mordwinen, benannt.
Mokschan, Kreisstadt im russ. Gouv. Pensa,an der Mokscha; 7 Kirchen, Nonnenkloster, Pottasche-siederei; 14,404 Ew. M. wurde 1535 als Grenz-festung gegründet.
lblola (lat.), 1) Mühle; 2) (röm. Ant.), geröstetesu.dann gemahlenes Getreide od.Mehl, auch Schrot,um es den Göttern zu opfern od. mit Salz vermischt(LI. salsa) aus das Haupt des Opferthieres zu streuen;3) (Geburtsh.), s. Mole.
Mola, Stadt in der italien. Provinz Bari, amAdriatischen Meere und der Unterital. Bahn, schöneKirche ans der Rormannenzeit, Hafen, Wein- u. Öl-bau; 11,976 Ew.
Mola, Pietro Francesco (M. di Roma), geb.1621 zu Coldre bei Como, st. 13. Mai 1666 in Rom.Er bildete sich bei Cesare in Rom u. bei Albani inBologna und ward von der Königin Christine vonSchweden während ihres Aufenthalts in Rom anihren Hof gezogen. In seinen zahlreichen Werkenerweist er sich als einNachahmerderCaracci. Werke:zwei Bilder aus dem Leben des heil. Petrus in derRavenna-Kapelle in Gesü in Rom; Madonna mitdem Kinde, in der Landesgalerie zu Wien, Anderesim Louvre, in der Münchener Pinakothek rc. RegnN.
Molaffe, lockerer Sandstein der Braunkohlen-formation, welcher sich vorzüglich zwischen denschweizer. Alpen u. dem Jnra findet u. nach welchemdie Braunkohlenformation auch M-nformation(M-ngebirg) genannt wird. Vgl. Tertiärformation.
Molathemim, so v. w. Almoraviden.
Malat), Jakob Bernhard von, letzterGroß-meister des Templerordens, geb. um die Mitte des13. Jahrh., aus dem Hanse derHerren von Longvicu. Raon in Burgund, trat um 1265 in den Tempel-herrenorden, stand anfangs sehr in Gunst bei Philippdem Schönen u. wurde 1298 Großmeister der Tem-pelherren; da aber der Orden durch seine Schätzedes Königs Gier reizte, ließ er den Großmeister M.,als er gegen die Saracenen rüstete, durch den Papst1306 nach Paris locken u. 13. Oct. 1307 mit allenTemplern verhaften. Der Orden wurde aufgehoben,M. gefoltert u. auf ewig exilirt; als er die aufder Foltererpreßten Aussagen widerrief, wurde er 18. März1313 langsam in Paris verbrannt. Kleinschmidt.
Molbech, 1) Christian, dän. Schriftsteller, geb.8. Dec. 1783 in Soröe, wurde 1805 bei der königl.Bibliothek in Kopenhagen angestellt, später ersterSecretär derselben u. 1829—43 Professor der Lite-rärgeschichte an der Universität; er bereiste 1812Schweden, 1819 Deutschland, Frankreich u. Italienu. st. 23. Juni 1857 in Kopenhagen. Von seinensehr zahlreichen, sprachlichen u. historischen Schriftennennen wir: Oanslc OrälloZ, Kopenh. 1833, 2. A.1859; vanslc vialsatlsLieon, ebd. 1841; vanslcOlossarium (zum ältern Dänischen), ebd. 1854 f.;Historie om vitmarslcsrlcrigsn, ebd. 1813; Illr-taellinKsr og LllilärinAsr ak äsn äanslcs Historie,ebd. 1837—40; er war auch thätig als Herausgebervon Zeitschriften u. von altdänischen Literaturwerken.