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Mohs -
Herders, dem hier 1854 ein Denkmal errichtet wor-den ist. Das alteSchloß wurde 1297, die Stadt 1327gegründet. Hier 25. Jan. 1807 Schlacht zwischenden Russen u. den Franzosen unter Bernadotte, durchwelche der von den Russen beabsichtigte Entsatz vonGraudenz vereitelt wurde. H- Berns.
Mohs, Friedrich, berühmter Mincralog, geb.29.Jan. 1773 in Gernrode am Harz; stndirte1796inGöttingen n. dann in Freiberg Mineralogie; ging1802 nach Wien und wurde, nach mineralogischenReisen in den Österreich. Staaten u. weiterem Stu-dium in Schemnitz 1811 in Graz Professor der Mi-neralogie, 1818 Bergcommissionsrath u. Professorder Mineralogie in Freiberg, 1826 Professor derMineralogie in Wien, 1838 Bergrath, und st. 29.Sept. 1839 in Agordo bei Bellnno, wo er, um Kupfer-minen zu untersuchen, sich befand. M. ist der Grün-der der natnrhisiorischen Methode in der Mineralo-gie u. förderte diese u. bes. die Krystallographie sehrwesentlich; er schr. u. A.: Oryktognvstische Classi-fication, Wien 1804; Elementarmethode zur natnr-historischenBestimmung u. Erkenntlich der Fossilien,ebd. 1813; Charakteristik des naturhistorischen Mi-neralsystems, Dresd. 1820,2. A. ebd. 1821; Grund-riß der Mineralogie, ebd. 1822—24, 2 Thle., 2.A.1839 (ins Englische von Haidinger übersetzt, Edinb.
1825,3 Bde.); Ansangsgründed. Naturgeschichte desMineralreichs, Wien 1832, 2.A. fortge's. von Zippe1836—39. Nach M-s Tod (1842) erschiencnnoch:Zeichtfaßl. Begriffe der Mineralogie u. Geognosie. r.
Mohur (Mohär, Mohr Rupie, Goldmünze),ofiindische Goldmünze, bis Ende 1852 — 15Silber-rupien (seither Handelsmünze), bei H Feingehalt180 Troygrains — ll^n S-
MoigN0,Franyoisi1tapoleonMarie, franz.Gelehrter, geb. 20. April 1804 in Guemene; stu-dirte bei den Jesuiten und trat dann in den Orden,wurde 1836Lehrer der Mathematik inParis u. war1848—51 Caplan am College St. Louis in Paris.Seit,1845 redigirte er das wissenschaftliche Bulletinder Lxogns u. schr.: I-syons äs oaleul äiMrsnbislet integral, Par. 1840—44, 2 Bde., n. A. 1861,4 Bde.; Iraits äs bsIsAraxliis sleotrigns, ebd.1849, 2. A. 1852; Llannel äs la soisnos, ebd.1859, 2 Bde.; Ocmrs äs seisnes vulAarisss, ebd.1865 f.; I-syons äs lnssLnismo Malxtigns, ebd.1857; I-ss solairnAss inoäsrnss, ebd. 1868; gabauch heraus: Dspsrtoirs ä'oxtigns, 1847—50,4 Bde., u. seit 1852 die Zeitschrift 6o8mas.
Moilah, Ort an der OKüste des Rothen Meeres,in der Nähe des Busens von Akabah. Es liegt imLande der alten Midianiter, welches,jetztznÄgyptengehörig u. von nomadisirenden Beduinen durchstreift,nach jahrhundertelanger Vergessenheit 1877 vonBurton durchforscht worden ist, der dort ausgedehnteRuinen von alten Städten entdeckt hat.
Moira (PluralMoirai, Moiren), Theil, Antheil,Lsbensloos, Schicksal; bei Homer das personificirteVerhängniß, die oberste außerweltliche Gottheit, s.
Moire, Volrö, s. Moiriren. sunter Parzen.
«oii-L «etallique (Metallmohr), wird erhalten,indem man auf erhitztes, mit Kreide von Fett gerei-nigtes Weißblech 2 TheileSalpetersäure mit 3Thei-!en verdünnteSalzsäure gießt; nach dem Abwaschenzeigen sich durch die ungleiche Einwirkung der sanernBeize aus den zum Theil groß-krystallinischen Zinn-
- Moissac.
Überzug federartige,wolkige, mit perlmntterähnlichem
Glanze schillernde Flecken, welche um so kleiner sind,je schneller die Abkühlung beim Ätzen erfolgte. Durchbloß theilweises Erhitzen des Bleches kann man re-gelmäßige Verzierungen von Metallmohr, z. B.Kränze rc. erzeugen. Das Blech wird dann wie ge-wöhnliches Blech zu Geräthschaften Verarbeiter u. miteinem meist grün (roth-) gefärbten Firniß überzogen.Gutes, grünlackirtes LI. m. ahmt den Malachit nach.Erfinder war I. I. Allard in Paris 1814. JwigL
Moiriren (v. Fr., wässern), seidenen, leinenen,baumwollenen u. wollenen Zeugen n. Bändern einflammiges od. wolkiges Anschen(Moirirnng, Lloirs),geben. Der eigenthümliche, schöne Lichteffect wirddurch Plattdrücken der Schußfäden hervorgebracht,indem man die Zeuge mit einer klebrigen Flüssigkeitbenetzt, halb abtrocknen läßt n. heiß preßt od. kalan-dert; das Plattdrllcken muß an verschiedenen Stel-len desselben Fadens in verschiedenem Maße statt-finden, was erreicht wird, wenn man das Zeug dop-pelt legt, so daß die rechten Seiten sich berühren u.so beide Lagen sich gegenseitig moiriren. Läßt mandas Zeug bloß einfach durch die Walze gehen, so mußman ihm vor seinem Eintritte in die Walzen einegeringe hin und her gehende Verschiebung ertheilen,od. es über eine ausgeschweifte Eisenschiene streichenlassen, wodurch ebenfalls dieSchnßfädeu etwas ver-schoben werden. Zum M. der Bänder verwendetmanebenfalls eineCylindermaschineod. eineSchran-benpresse (Moirirprcsse), in welcher das Band, zu-sammengelegt, in einer Länge von mehreren hundertEllen zwischen zwei Brettchen eingesetzt n. mit diesen izwischen zwei erhitzten Eisenplatten gepreßt wird. !Zum M. seidener Zeuge hat man die Moirirma- !schine, welche derCylindermaschine ähnlich ist, abernur einen metallenen Cylinder hat, der zwischen zwei ^spiegelglatten eisernen Platten geht. In einer Art ^seidener Gaze entsteht die Moirirung schon beim We-ben; es wird diese Gaze aus einem Faden gewebt,welcher aus einem stärkeren und ans einem seinenRohseidenfaden so zusammengezwirnt ist, daß sichletzterer schraubenförmig um den ersteren herumlcgt.
Es ist natürlich, daß sich Stoffe mit dicken Fädenbesser moiriren lasse» als dünnfadige, deshalb wen-det man zum ganzseidenen Moire schwere Stoffe(ssios äs Haplss) an. Auch halbseidene Stoffe moi-riren sich sehr schön, wenn der Einschlag recht hart,z. B. Eisengarn ist, doch sind diese Stoffe unhaltbar,weil der harte Einschlag die seidene Kette zerschnei-det. Sehr häufig werden seidene Taffetbändermoirirt,Moireband. Unter den baumwollenen Zeugen isthier der Moreen zu erwähnen, ein sehr dicht ge-webter moirirter Stoff, welcher zu Unterröcken an-gewendet wird. Bei billigen Sorten ist der EinschlagJute. Auch gefärbte Leinenzenge werden oft inoirirtund heißen dann Mohrleinen. Überhaupt abermoirirt sich die Leinwand öfters von selbst durch dasstarke Mangeln u. Pressen. B-yssell.
Moissac, Stadt u. Hauptort in dem 6 Cantonen. 50 Gem. mit53,829 Ew. umfassenden, gleichnam.Arr. des franz. Dep. Tarn-et-Garonne, am Tari:u. am Seitenkanal der Garonne, Station der franz.Südbahn; Gerichtshof erster Instanz, Friedens-».Handelsgericht, mehrere Kirchen, darunter die sehens -werthe ehemalige Klosterkirche, Communal-College,Ölfabrikation, Töpferei, Gießerei, Mühlen,.Handel