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Bd. 13 (1879) Metternich - Ostindien
Entstehung
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neu zu lerne», wurde er 1811 Obersteuerrath in'Stuttgart, wohnte 1848 dem Vorparlament bei u.,fin die Nationalversammlung gewählt, schloß er sichder gemäßigten Linken an und gab seine Anstellung,sowie seinen Gebnrtsadel auf, um sich ganz seinerliterarischen u. parlamentarischen Thätigkcit zu wid-men. In der wnritemo. Zweiten Kammer zählte erzur äußersten Linken. In Bezug auf die deutsche Po-litik war sein Streben parlamentarisch wie schrift-stellerisch auf ein ganzes Deutschland, Österreich mit-begriffen, politisch wie handelspolitisch gerichtet, undbekämpfte er im Zollparlament den Eintritt Süd-deutschlands in den Nordbund, sowie bis 1874 imReichstage die Reichspolitik u. namentlich die Com-pctenz-Erweiterung des Reiches. Handelspolitischkämpft er für Zollschutz. Er schr.: Ans den gewerbs-wisscnschaftlichen Ergebnissen einer Reise in Frank-reich, Stutlg. 1845; Über ein Bundesgericht n. dasBnndesgcsetzgcbnngsrccht, ebd. 1860; Bericht überLen preuß.-sranz. Handelsvertrag, 1863; Die Pestder öffentlichen Leihhäuser, 1866; Mahnruf zur Be-wahrung SDeutschlands vor den äußersten Gefah-ren, 1867; außerdem viele Broschüren, Aufsätze inJournalen für Zollschutz, gegen Papiergeld, gegenZettelbanken, gegen Actienschwindel rc.4) Hugo von,Bruder des Vor., einer der bedeutendsten deutschenBotaniker, geb. 8. April 1805 in Stuttgart; studirteseit 1823 in Tübingen Medicin. Schon hier stellte erdie ersten gründlichen Untersuchungen über die Pflan-zenbewcgungen an, die in der gekrönten Preisschrift:Über den Baun, das Winden der Ranken- u. Schling-pflanzen, Tüb. 1827, niedergelegt sind. Nach absol-virten Studien ging er nach München, wo er des.wichtige Untersuchungen über Palmen (Os palma-rnm struetnra, Münch. 1831), Cycadeen (BandesCycadeenstammes, ebd. 1832) u. Farne (Os otrnot.cauäiois tilionm ardor., ebd. 1831) anstcllte, wurde1832 Professor in Bern, 1835 Professor der Bota-nik u. Director des botan. Gartens in Tübingen, woer, mehrere Berufungen ablehnend, bis zu seinemTooe blieb. Hier war er es, der bes. die Abtrenn-ung der naturwissenschaftlichen Facultät von derphilosophischen veranlaßte. Er war ein äußerst schar-fer u. gewissenhafter Beobachter und ausgezeichneterMikroskopiker, der selbst Linsen zu schleifen n. zu fas-sen verstand n. sich als einer der Ersten des Polari-sationsmikroskops mit Erfolg bediente. Er hat diePhysiologie und namentlich die Anatomie der Pflan-zen wie Wenige vor u. nach ihm gefördert. Er er-kannte zuerst die Entstehung der Gefäße aus Zellen,stellte die lange Zeit geltende Theorie des Dicken-wachsthums der Zellen durch Apposition ans, unter-suchte die chemische Beschaffenheit der Zellhäute, be-gründete die jetzt verlassene Theorie der Jntercellu-larsubstanz, erkannte richtig den Ban u. Verlauf derGesäßbüudel u. beseitigte dadurch die lange herrschendgewesene Theorie des endogenen Wachsthums, legteden Grund zu unserer jetzigen Kenntniß der Haut-gewebe, bes. der Epidermis u. ihrer Spaltöffnungen,des Korkes u. der Borke, war einer der Ersten, dieverschiedene Arten der Zellbildung beobachteten; vonihm rührt auch die Annahme eines Primordial-schlauches in den Zellen her. Er st. 1. April 1872in Tübingen. Außer den schon genannten Schriftensind bes. hcrvorzuheben: Über die Poren des Pflan-zenzellgewebes, Tüb. 1828; Beiträge zur Anatomie

- Mohnike.

'und Physiologie der Gewächse, Bern 1834, 1. Heft;sÜber die Verbindung der Pflanzenzelle, Tüb. 1835;Über die Lenticelle, ebd. 1836; Anatomische Unter-suchungen über dis porösen Zellen vom 8plia--nuw,ebd. 1837; Über die anatomischen Verhältnisse desChlorophyll, ebd. 1837 ; Über die winterliche Färb-ung der Blätter, ebd. 1837; Mikographis oder An-leitung zur Kenntniß u. zum Gebrauche des Mikro-skops, ebd. 1846 ; Grnndzüge zur Anatomie u. Phy-siologie der vegetabilischen Zelle, Braunschw. 1851,ein Werk, in welchem alles bis dahin auf beiden Ge-bieten Geleistete trefflich znsammengestellt ist; sowiezahlreiche wichtige Abhandlungen in: VermischteSchriften botan. Inhalts, Tüb. 1845, u. in der vonihm mitredigirten Botanischen Zeitung (Berlin, seit1842). l)3)Lagai. 2 > Schott. 4) Wimmenauer LI.

Möhler, Johann Adam, kathol. Theolog,geb. 6. Mai 1796 in Jgersheim an der Tauber;studirte seit 1815 in Ellwangen u. Tübingen Theo-logie, wurde 1819 Pfarrvicar in Riedlingen, 182»Repetent am Seminar u. 1826 Professor der kathol.Theologie in Tübingen, 1835 in München; und st.12. April 1838 als Domdechant in Wlirzbnrg. M.ist hauptsächlich berühmt geworden durch Wieder-eröffnung der Katholischen Polemik gegen den Pro-testantismus mit Benutzung der neueren Theologiedesselben, bes. der Schleiermacherschen. Er schrieb:Die Einheit in der Kirche, Tüb. 1825, 2. A. 1843;Athanasius d. Gr. u. die Kirche seiner Zeit im Kampfemit dem Arianismus, Mainz 1827, 2 Bde., 2. A.1843; Symbolik, ebd. 1832, 8. A. 1871-72 (da-gegen mehrere Streitschriften von Baur, Marhei-necke, C. I. Nitzsch). Nene Untersuchungen der Lehr-gegensätze zwischen den Katholiken u. Protestanten,ebd. >834, 2. A. 1835; Gesammelte Schriften undAnssätze, heransgeg. von Döllinger, Regeusb. 1839,2 Bde.; Patrologie, heransgeg. von Reithmayr,ebd. 1839; BiographievonWörner,Negensb. 1866.

Mohn , s. Oaxavsr. sLöffl-r.'

Mohn(Moon), Insel an der Küste von Ehstland,zum russ. Gouv. Livland gehörig, 207 jlZkm (3gs^jM) groß; durch den Großen Sund vom Festlandsu. Lurch den Kleinen Sund von Oesel, mit dem siefrüher zusammenhing, getrennt; etwa 600 Ew.

Mohnike, Gottlieb Christian Friedrich,Schriftsteller, geb. 6. Jan. 1781 zu Grimmen inNenvorpommern; studirte seit 1799 in Greifswaldu. Jena Theologie, ging 1810 nach Greifswald, woer erst Conrector, 1813 Pastor an der Jacobikirche,1819 Consistorial- n. Schulrath in Stralsund wurdeund 6. Juli 1841 starb. Er schr : Geschichte der Li-teratur der Griechen und Römer, Greifsw. 1813;Ulrich Huttens Jngendleben, ebd. 1816; UrkundlicheGeschichte der sögen. Orccksssio tickst trickentinao,ebd. 1822; Zur Geschichte des nngar. Fluchfornm-lars, Nachtragzu voriger Schrift, ebd. 1823; Hym-nologische Forschungen, Strals. 183132, 2 Bde.;Die Krönung Christians III. von Dänemark durchJohann Bugenhagen, ebd. 1832; Joh. Frederus,ebd. 1837 40, 3 Abth. Er übersetzte TegnersFrithjofs-Sage, ebd. 1826,8.A. 1860,12. A., Halle1874; dessen Nachtmahlskinder, Lpz. 1840, 5. A.,Halle 1876; dessen Auerhahn, ebd. 1828; dessensämmtliche Gedichte, ebd. 1840, 3 Bde.; NicandersRunen, Stuttg. 1829; Nordische Dithyramben, ebd.1830; Volkslieder der Schweden, Berl. 1830; ans