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vollziehen solle. Außerdem schloß man mit ihm ein^-riedensbllndniß ans 10 Jahre, wodurch er als eben-bürtiger Gegner erkannt wurde. Nun konnte er un-gehindert seine Sendboten nach ganz Arabien undaußerhalb Arabien mit mehr od. weniger Erfolg ans-schicken und auch im nächsten Jahre das Pilgerfest 3! Tagelang in Mekka feiern. Infolge dieser feierlichenOuna eilten zahlreiche Proselyten zu ihm, so daß erj kein Bedenken trug, das Wafsenglück nun auch außer-halb des Vaterlandes zu versuchen. Noch im Sept.829 schickte er seinen freigelassenen Zeid mit 3000Mann nach Syrien, um den Tod seines vom Gaz-zaniten-HäuptlingeSchorahbil aufgefangenen n. Hin-gerichteten Gesandten Harith zu rächen, der von M.den Befehl erhalten hatte, den Kaiser selbst od. dessenStatthalter in Bosra zur Annahme des Islam anf-, zusordern. Bei der großen Übermacht der Feindenahm aber der Feldzug ein unglückliches Ende; dieAnführer der Glanbenskämpser fielen und der Über-rest mußte nach Medina entfliehen. Reichlichen Er-satz für diese Niederlage brachte aber die bald darauffolgende Eroberung von Mekka, wozu der Bruch desmit den Mckkanern abgeschlossenen Friedensbünd-nisses die Veranlassung gab. Es waren nämlich einigeChuzaiten, die sich dem Schutze M-s unterworfenhatten, durch Bekriten mit Hilfe mehrerer Koreischitengetödlet und dadurch das vor 2 Jahren beschlosseneFrieLensbllndniß. nach welchem sich jeder Araber nachBelieben ungestört dieser od. jener Partei anschließenkonnte, gebrochen worden. Infolge davon brach M.miteinemgewaltiggcrüstetenHeerevon10,OOOMann,in dem sich auch viele aus den neubekehrten Stäm-I men befanden, gegen seine Vaterstadt auf, n. nach-I dem-er von derselben Besitz genommen hatte, um-I ging er sogleich in heiliger Ehrfurcht die Kaaba und^ zerstörte alle Götzenbilder. Dann sandte er Abtheil-unge» seiner Truppen ans, um auch die in der Nähebefindlichen Idole nebst ihren Tempeln zu zerstören,
! wie die Ozza zu Nachla, die L>owa, das Idol derj Hudseiliten in Rohat, drei Tagemärsche von Mekkau. die Manah zu Kodaid zwischen Mekka n. Medina,j Hiermit war der Sieg der neuen Lehre in Arabien' entschieden u. M. genoß das Glück, noch bei seinenLebzeiten die meisten Bewohner des Landes sich und! seinerReligion unterworfen zu sehen. Er selbst kehrte' wieder zurück n. verweilte bis indie Mitte des Jahresi SSO in Medina. Dieses Jahr heißt auch das I a h ri der Deputationen, weil er darin in Medina dieGesandtschaften der verschiedenen Stämme empfing,welche ihm ihre Huldigung darbrachtcn. Im Spät-sommer 630 rüstete M. für einen Feldzug gegen dieByzantiner. Es gelang ihm auch nicht ohne Wider-stand, eine Armee von 30,000 Mann znsammenzu-bringen n. unter mannigfachen Mühseligkeiten, vondenen Hitze n. Durst nicht die geringsten waren, bisTabuk vorznrückc». Als ihm aber keine feindlicheArmee entgegenkam, verweilte er hier über 20 Tage,um die Huldigungen mehrerer Phylarchen und Prä-secten kleiner anliegender Staaten anznnehmen undkehrte dann, ohne seinen Hauptzweck, den Kampf mitden Griechen auszuführen, erreicht zu haben, bereitszu Anfang des Jahres 631 nach Medina zurück. ImFrühjahr 632 unternahm M. seine letzte feierlicheWallfahrt nach Mekka, die Abschiedspilgerfahrr,! Üaclcksolrat alivoäa, genannt, weil er auf ihr vonden Moslimen und Mekka gleichsam Abschied nahm;
auch heißt sie Haäcksdi al ba1a§ oder Hackcksdralisiam, weil er auf derselben durch sein Beispiel u.sein Wort die Gebräuche bei der Pilgerfahrt für alleZeiten vcrordnete. Nachdem er dieses letzte großeWerk seines Lebens ansgeführt hatte, kehrte er inBegleitung Alis nach Medina zurück und ernanntenach allen Provinzen hin seine Statthalter zugleichmit dem Auftrag, überall die Zehnten einzntreibcnn. nach Medina zu senden. Den Monat darauf er-krankte er an einem Fieber, besuchte aber nichtsdesto-weniger ununterbrochen die an sein Hans anstoßendeMoschee, und richtete, als er sein Ende entschiedenherannahen suhlte, an die Anwesenden Worte desAbschieds und der Ermahnung zum Festhalten amwahren Glauben, bis er endlich nach einem heftigenFieberanfall in der Hütte und in den Armen seinerFrau Arscha verschied. M. st. 8. Juni 632 u. wurdeDienstag Abend auf der Stelle, wo er gestorben war,begraben. Arscha fuhr fort, die Hütte zu bewohnen,aber es wurde eine Wand zwischen ihr n. dem Grabegezogen. Später wurde die Hütte niedergcrissen n.derPlatzderMoschee einverleibt. Obgleich M. außerseinen Concnbinen 15 angetrante Frauen hatte, sohinterließ er doch keinen männlichen Nachkommen.Seine erste Frau, Chadidscha, gebar ihm 6 Kinder,2 Knaben und 4 Mädchen. Der ältere Knabe hießKasim, weshalb M. auch Abulkastm, d. i. Vater desKasim, genannt wurde, derjüngere aber, Abd Monas,d. i. Knecht des Götzen Monas. Beide starben in derKindheit; die 4 Mädchen verheiratheten sich, abernur von der jüngsten, der Fatima,die an M-s VetterAli, den Sohn des Abu Talib, verheirathet war,ging eine zahlreiche Nachkommenschaft aus. AuchM-s dritter Sohn, Ibrahim, den er mit seiner Eon-cubine, der Koptin Maria, gezeugt hatte, war schonim 10. Monate seines Alters gestorben. Von denzahlreichen Biographien M-s seien nur die neuerenerwähnt: Bush, NIis liks ok LI., New-S)ork 1833;Weil,M. der Prophet, sein Leben und seine Lehre,Stuttg. 1843; Jbn Hishäm, Das Leben M-s, her-ansgeg. von F. Wüstenfeld, Gött. 1848 f.; Jrwing,Hist. ok LI., Lond. 1850,2 BLe., deutsch, Lpz. 1850;Mnir, Mio like ok LI., Lond. 1858 — 61, 4 Vde.,II. A. in 1 Bd. 1877; Sprenger, das Leben und dieLehre Mohammeds, Bcrl. 1861—65, 3 Bde., weit-aus das wichtigste occidentalische Werk Uber M. °-Mohammed. DenNamcnM.führten zahlreicheorientalische Fürsten, von denen zu erwähnen sind:1) M.I., türkischer Sultan, geb. 1387, erkämpfte sichnach seines Vaters Bajestds I. Tode 1403 gegen seineBrüder Suleiman, Jsa und Mnsa den Thron n. er-langte nach des letzteren Ermordnng1413dieAllein-herrschast überdieOsmanen. Erstarb,einkrästigeru.verständigerHerrscher, 1421. 2)M.II. Bnjnk, derGroße, türk. Sultan, Sohn u.Nachfolger Mnrads II.,geb. 1430 zu Abrianopel; 1451 zur Herrschaft ge-kommen, richtete er sein Streben nur ans Vernicht-ung des byzantinischen Reiches, nahm 29. Mai 1453nach53tägigerBelagernngConstantinopelmitSturmn. gab es mehrtägiger Plünderung Preis, machte esaber nachher zu seiner Residenz und führte es damitzu neuer Blnthe. Die Eroberung Serbiens gelangihm erst nach JohannHnnyadsTvde, n. in Albanientraf er in Skanderbeg den gefährlichsten Gegner,nach dessen Tode er mit den Venetianern darum von1467— 1479 kriegte, bis diese endlich, um Frieden