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Bd. 13 (1879) Metternich - Ostindien
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1 Modcrinsirm

! Kunst modificirt wurde. In der Baukunst gehört^ dazu die gothische, arabische u. maurische Bauart.

Modcrnisiren, nach dem neuesten Geschmackeinrichten, demselben anpassen.

Modcrpilzc (Lz'Zsaoel), so v. w. Schimmelpilze,L. h. Pilze ans verschiedenen Klassen des Systems,die nur Las gemeinsam haben, daß sie sich an feuch-ten Orten in größerer Menge entwickeln,r Modest (v.Lat.), ehrbar, bescheiden; daher Mo-de stie, Bescheidenheit, Sittsamkeit.

Modestus, angeblich ein römischer Kriegsschrift-steller, Lessen Werk äs voeabulis roi inikivaris (ab-gedrucktinden Sammlungen derLeript. cksro milkt.)

( jedoch aus dem 15. Jahrh. stammt.

Modrca (einst Moduca, arab. Mohac), Bezirks-

- hauptort in der italen. Prob. Siracus, am Scicli;s Castell, Kathedrale, die Kirchen S. Pietro u. Maria

in Betleme, Seminar, Gymnasium, Gewerbeschule, 2! Hospitäler; Pferde- n. Manlthierzucht, Handel mits Getreide, Öl, Wein, Käse; 30,032 Ew. (Gem. 33,169).

s Modisiciren (v.Lat.), ändern, näher bestimmen;

daher Modification, Abänderung, Milderung,s nähere Bestimmung;bes.die Abänderung, welche einAct der Willkür in Berücksichtigung eines Zweckesist; allotrope M. (Chem.), s. u. Allotropic.

Modigliana (Onstrnmmntikum), Stadt in deritalien. Provinz Florenz, am Marzeno; Bischofsitz,festes Schloß, Praristengymnasium; Seidenspinnerei,

> Fayencefabrik; 6742 Ew.

Modlin, Festung, s. Nowogeorgiewsk.

! Mödling, Stadt (seit 1875) im Bezirk Badendes Erzherzogthums Österreich unter der Enns, in», herrlicher Gebirgsgegend; Station der Österr. Süd-bahn; 2 alte katholische Kirchen (darunter die früh-gothische St. Othmarskirche mit Krypta) und eineprotestantischeKirche, landwirthschaftliche Mittelschule(Francisco-Josephinum, seit 1868), Gärtnerschnle,Armenhaus, Theater; Maschinenfabrik, Eisen- undMetallwaarenfabrik, Drnckwaareufabriken, Malz-

> ^ sabrik, Weinbau; eisen- n. schwefelhaltige Mineral-

quelle mit einer Temperatur von -i- 10° H. (1815(^ entdeckt); 1869: 4357 Ew. Im nahen Wind- oderch Prießnitzthale eine Kaltwasserheilanstalt. M. ist so-wol wegen seiner Badeanstalten als auch wegen seiner! reizenden gesunden Lage im Sommer Aufenthaltsorts zahlreicher Fremden. Dabei die von den Türken1 zerstörte Burg Liechtenstein und das Thal Brühl! od. Briel (s. d. 1). M. war seit Anfang des 11.

- Jahrh. Hauptort der gleichnam. Grafschaft u. wurde! von Albrecht II. zum Marktflecken erhoben; in den

Türkenkriegenwurdeeswicderholtzerstört. H.Berns.

Ncodoc, ein vor 20 Jahren noch berühmter unds mächtiger Jndianerstamm, ursprünglich im Oregon-gebiet am Tlamathflusse (41°n.Br.),von den Unious-s truppen 1873decimirt; etwas über 100 Seelen stark,s Aiodoit (Modoni,Mcthoni), Stadt i» der griech.s Nomarchie Messenien, auf einem hohen Vorgebirgeam Mittelmeer; Quarantäneanstalt, Lazareth, Hafen,ansehnlicher Handel, namentlich mit Getreide, Öl,Fellen, roher Seide rc.; etwa 900 Ew. M. hießim Altcrthnm Mothone od. Methone. Die Einwoh-ner unterstützten die Messenier, als sie in dem Zwei-ten Messenischen Krieg von den Spartanern in Jra' belagert wurden, weshalb sie nach Zankle in SicilienVertrieben und M. von Naupliern besetzt wurde.43i v. Ehr. wurde der Hafen von den Athenern ver-

Äloäiis.

gebens belagert, aber später von Agrippa genommen.Vom Kaiser Trajan erhielt M. eine Mnuicipalver-fassung. 1124 wurde M. vom Dogen Niichaeli zer-stört, 1205 von den Franken unter Villehardoningenommenn.anChaniplitte abgetreten, nachher abervom Fürsten Gottfried II. von Ächaia d en Venetianerngegeben, denen cs 1498 dieTürken entrissen. 1686wurde M. von den Venetianern unter Morosiniwieder genommen, aber 1715 den Türken znrückge-geben. 1770 wurde es von den Russen vergebensbelagert; in dem Befreiungskriegs 1825 von denTürken zerstört, von den Franzosen 1827 genommenu.starkbefestigtandie Griechenübergeben. H. Berns.»

Modor, Stadt, so v. w. Modern.

Modrzewskr, Friedrich Andreas, polnischerPublicist, aus einer ursprünglich schlesischen adeligenFamilie der Fritz, geb. 1503 in Wolborz; studirte inKrakau u. Wittenberg, machte Reisen, ans denen ermit den bedeutendsten Männern der Reformation inDeutschland bekannt wurde, ward 1546Secretär inder Staatskanzlei u.verrichtete alssolcher mehrere Ge-sandtschaften; das WojwodamtinWolborz übernahmer nach dem Tode seines Vaters. Er st. 1569. M.ist ein hervorragender politischer Schriftsteller, derdie wichtigsten politischen und kirchlichen Fragen derZeit besprach; schrieb eine Reihe vonAbhandlungenOs posnn Iwmioickik, 154346, in denen er dieEinführung der Todesstrafe für den Todtschlag ver-geblich verlangte statt des statutenmäßigen Wehr-geldes; ferner: Os IsZatko nck eonsiliurn Oürisbia-uornmmittsnckis, 1546, worin erdieNothwendigkeitder Beschickung des Tridentiner Concils seitens Po-lens mit Ersolg darthat; sein Hauptwerk ist: Vs ro-pubiiea smsncknnclg. kidri guingns, 1551, übersetztinsPolnischevonCyprianBazylik, 1577,insDeutschevon Wyssenbnrg in Basel, 1557, ferner ins Spani-sche, Italienische, Französische. Vgl.A.MaleckiüberF. A. M. in der Zeitschrift des Oshinskischen In-stituts in Lemberg, 1864. N-hring.

Moduguo, Stadt in der italien.Prov. Bari, ander Unteritalien. Eisenbahn; Hanptkirche im Renais-sancestil; Weberei, Färberei u. Gerberei, Bau vonSüdfrüchten u. Oliven; 8017 Ew. (Gem. 9082).

Modul (Bank.), so v. w. Model.

Modulation, früher die eigenthümlicheTon- u.AccorLverbindnng irgend einer Tonart, z. B. derionischen, dorischen rc.; dann die Darstellung einerTonart durch die ihr eigenen Accorde; jetzt nur nochdie Ausweichung in eine fremde Tonart, welch:hauptsächlich durch die betreffenden Dominantsepl.accorde erzielt wird.

>VloliuIus(lat.,Mathem.) eines Logarithmensystemsheißt diejenige Zahl, mit welcher man sämmtlichenatürlichen Logarithmen multipliciren muß, umsämmtliche Logarithmen jenes Systems zu erhalten;für das Briggische od. gemeine System z. B. ist derLI. 0,4242S44»lS-

Moüus (lat.), 1) die Art zu sein oder etwas zu be-wirken. LI. aegnirönäi.Erwerbnngsart. LI. major,so v. w. Dur od. Harts Tonart; LI. minor, so v. w.Moll oder weiche Tonart. LI. prooeilonüi, dieBer-fahrungsart. 3) (Gramm.) gibt das Verhältnis; an,in welchem nach der Auffassung des Redenden einPrädicat einem Subjecte beigelegt wird, drückt alsostets eine snbjcctive Beziehung aus. ZudenHanpt-modi: Judicativ, Conjunctiv u. Optativ, Jmpera-