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Bd. 13 (1879) Metternich - Ostindien
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Modena.

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rara als erledigtes Lehn der päpstlichen Kammer ein-zog. Cäsar nahm seine Residenz in M. n. st. 1628.Sr ist der Stammvater der Herzoge von M. Ihmsolgte sein Sohn Alfons I. (III.), der schon 1629 inein Kloster ging (wo er 1644 starb) und die Negier-ung seinem Sohne Franz I. überließ. Im Man-tuanischeN'Erbfolgekriege erbaute Franz bei M. eineCitadelle. Für die Hilfe, welche er Spanien leistete,erhielt er 1633 vom Kaiser Ferdinand das Fürsten-thum Correggio in Lehn, mußte aber, wie sein Nach-folger Alfons II. (16581662) erst mit Spaniendarum Krieg führen. Alfons' Sohn Franz II. über-nahm erst 1674 die Negierung, begünstigte Künsteu. Wissenschaften (er gründete die Universität zu M.)u. st. 1694 ohne Nachkommen, deshalb folgte ihmsein Oheim, der Cardinal Rinaldo, den 1698 derKaiser im Besitz von Correggio bestätigte. 1703 vonden Franzosen vertrieben, kehrte er erst 1707 unterHilfe der Kaiserlichen zur Herrschaft zurück; 1710kaufte er das vom Kaiser confiscirte HerzogthumMirandola, mußte 1734 noch einmal vor den Fran-zosen n. Spaniern nach Bologna fliehen und kehrte1736, nach der Befreiung seiner Staaten von denFeinden, nach M. zurück. 1737 wurde er vom Kaisermit dem, durch den Tod des Grafen Philipp vonGonzaga erledigten Herzogthnm Novellara belehntn. st. in demsetben Jahre. Sein Sohn n. NachfolgerFranz III. Maria mußte im Oesterreichisch-Spa-nischen Kriege 17421748 als Flüchtling in Wienleben,wurde 1753 Bicegouverneurder österreichischenBesitzungen in der Lombardei u. starb 1780. SeinSohn Hercules III. Ninaldo hatte sich 1741mit der Erbin des Herzogthnms Massa u. Carrara,Maria Theresia von Cybo-Malaspina, vermählt,1743 Massa u. Carrara ererbt, verlor aber im Oct.1796 sein Land an die Franzosen, welche es zu demCisalpinischen Bunde schlugen, u. erhielt dafür denBreisgau u. dazu 26. Dec. 1802 die Ortenan. Seineeinzige Tochter u. Erbin, Maria Beatrice von Este,war seit 1771 mit dem Erzherzog Ferdinand vonÖsterreich, einem Bruder der Kaiser Joseph II. u.Leopold II., vermählt; diesem überließ er 2. März1803 die Regierung des Breisgan u. der Ortenan,er st. 1803 zu Treviso. Allein Ferdinand, Her-zog von Modena-Breisgau, welcher Napoleon nichtals Kaiser der Franzosen anerkennen wollte, verlor1805 durch den Preßburger Frieden auch Breisganu. Ortenan, die weder sein Schwiegervater noch erje betreten, wieder u. st. 1806. Sein Sohn FranzIV. gelangte 1814 znm Besitz der großväterlichenStaaten, auch in Italien, vermöge der seinem Vatervom Kaiser ertheilten eventuellen Belehnung, undwurde durch den Wiener Congreß darin bestätigt.Er nahm den Namen Este an u. wurde dadurch derSüfter eines neuen Stammes dieses Hauses, desHauses Oesterreich-Este. Um dieselbe Zeit tratauch seine Mutter, Maria Beatrix, die Regierungihres, als weibliches Besitzthum schon nach der Mut-ter Tode 1790 ererbten Herzogthnms Massa u. Car-rara an, wozu der Congreß noch die Lehen in derLunigianaf!igte,mitderBestimmung, daßnach ihremTode alle drei Gebiete an ihren Sohn kommen soll-ten. Am 14. Nov. 1829 starb Maria Beatrix undFranz IV. trat auch hier die Regierung an. VollWiderwillen gegen alle Einrichtungen, die ans derfranzösischen Zeit stammten, hatte er dieselben nach

seinem Regierungsantritt aufgehoben und alles wie-der auf den alten Fuß gesetzt; LieJesniten herrschten.Darum war der Sitz der Unzufriedenheit u. der ge-Heimen Gesellschaften Oberitaliens, nächst dem Ge-biete der päpstlichen Legationen, bes. in M. n. 3. Febr.1831 brach ein Aufstand daselbst aus. Der Herzogfloh 4. Febr. nach Mantua, dann nach Vicenza undendlich nach Wien. Gegen die Handlungen der pro-visorischen Regierung protestirte er und kehrte am9. März, nachdem die Österreicher M. besetzt halten,zurück. Ueber die Theilnehmer an dem Aufstandewurde ein schweres Gericht gehalten und gleichzeitigden seit 1795 etwas begünstigten Juden mehrereFreiheiten genommen. Die Jahre 1832 bis 1835vergingen unter fortwährenden Verschwörungsge-rüchten n. grausamen Untersnchnngcn. Wie in allenanderen italienischen Staaten, so bezeichnte auch inM. das Jahr 1846 den Anfangspunkt einer neuenZeit. Der Herzog Franz I V. st. am 21. Jan. 1846,sein Sohn, Franz V., blieb dem illiberalen Regicr-nngSsystem seines Vaters treu und machte sich raschverhaßt. Infolge der Abdankung des Herzogs vonLucca fiel 4./5. Oct. 1847 Lucca an Toscana, Tos-cana aber trat dafür, nach den Wiener Verträgen n.einer Vereinbarung von 1844 zwischen M. u. Tos-cana, Fivizzano an M. ab (4. Dec.). Am 1 8.Dec. 1847kam zufolge des Pariser Vertrags von 1817 das er-ledigte Herzogthum Gnastalla an M., welches 8. Jan.1848 davon Besitz nahm. Inzwischen hatte der Geistder Unzufriedenheit in M. selbst so sehr zugenommcn,daß der Herzog zu seiner Sicherheit österreichischeHilfe anrief und gleich Parma im Febr. 1848 mitÖsterreich ein Schutz- n. Trutzbllndniß abschloß, wo-rauf Ni. u. Reggio mit österreichischen Truppen be-setzt wurden. Als im März 1848 die Revolution inÖsterreich selbst ausbrach, verließ der Herzog Franz V.vor den Unzufriedenen sein Land. Tags darauf,24. März, traf unter dem Grafen Livio Zambeccarivon Bologna eine Besreiungscolonne in der StadtM. ein, die vomHerzog zurllckgelassene Regentschaftwurde aufgelöst, eine provisorische Regierung ernanntn. von derselben Franz abgesetzt, seiner Güter be-raubt und am 29. Mai der Anschluß an Sardinienproclamirt. Infolge der unglücklichen KriegführungKarlAlberts machten inM. selbst die republikanischeund die österreichische Partei mit einander gemein-schaftliche Sache. Der Sieg der Österreicher beiCnstozza stürzte die Revolntionspartei in M. n. derHerzog Franz kehrte am 10. August in Begleitungösterreichischer Truppen in sein Land zurück, nachdemer unterm 8. August von Mantua aus Zugeständnissean die Zeit verheißen hatte. Jndeß dauerten trotzder umfangreichsten militärischen Vorkehrungen dieöffentlichen Unruhen fort, u. 18. November wurdesogar von dem Gutsbesitzer Nizzali ein Mordversuchauf den Herzog gemacht. Als beim Wiederausbrnchdes Krieges zwischen Sardinien und Oesterreich imMärz 1849 die Österreicher ihre Truppen ans M.zogen, verließ der Herzog 14. März die Residenzwieder n. begab sich nach Brescello, das Ministeriumführte die Geschäfte in M. unter dem Schutze einesBataillons Österreicher n. Modencscn, welche in derCitadelle standen, fort. Im Mai kehrte der Herzognach M. zurück, stützte sich stets auf Österreich unddessen Bayonnelte n. setzte 1850 die Jesuiten in alleGüter u. Rechte wieder ein. Aber Aufstände n. Wüh-