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Bd. 13 (1879) Metternich - Ostindien
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Moccnigo -

mann u. Schriftsteller, geb. 31. Äiai 1825 in Leip-!zig, stndirte seit 1844 hier und in Berlin Theologieu. Philosophie, wurde 1848 Lehrer an der Thomas-schnle zu Leipzig n. 1851 zugleich Bssperprediger ander UniversitLlskirche, 1853 Director der Buchhänd-lerlehranstalt u. 1865 der Ersten Bürgerschule; 1869folgte er einem Ruse als Schullehrerseminardirectornach Gotha, wo er 1872 mit dem Protephorat derSchulen im Herzogthum betraut n. zugleich zum Vor-tragenden Rathe im Ministerium ernannt wurde.Er schr.: Erhard der Waffenschmied (Volkserzählung),Leipz. 1852; Der Spieler, ebd. 1853 (engl. Land.1853); Alpenerzählnngen, ebd. 1854; Sphinx, Ein-hundert Räthsel u. Charaden, ebd. 1875 (unter demNamen M. Paul); Die neue Sphinx, 500 Räthselmit literargeschichtl. Einleitung, ebd. 1877; Schillerals deutscher Nationaldichter, ebd. 1859; Die llbcr»biirdung der Volksschule, ebd. 1868; Die Bedeutungder deutschen Männergesangvereine, ebd. 1876; Ka-techismus der deutschen Literaturgeschichte, ebd. 1857,5. A. 1876; Bar Kochba (Trauerspiel), 5. A., ebd.1863; auch übers, u. comm. erdenjüd. Midrasch, EleEskera, 2.A., ebd. 1854. i)Specht.» s> °. 3>r. t) Beyer.

Moccnigo, venetian. Geschlecht, aus dem im 15.,16. u. 18. Jahrh. mehrere Dogen hervorgingen.

Mochnacki, Maurycy, pllln. Geschichtschreiberu. Literaturhistoriker, geb. 13. Sept. 1804 in Boja-niec bei Zolkiew in Galizien, studirte in Warschau,war hier literarisch thätig, redigirte 1827 die liter.Zeitschrift: D^isnuilc kol-cki, nahm au der Revolu-tion von 1830 hervorragenden Autheil, starb inAuxerre in Frankreich 20. Dec. 1834. Sein Haupt-werk ist die Geschichte des polnischen Aufstandes:korvstanis naroän polslrisAo, Par. 1834; in seinen!literaturgeschichtlichen Werke: 0 litsrabnrris pols-Lsj rv rvisIcnXIX., Warschau 1830, beleuchteter instreng kritischer Weise den bedeutenden Werth derneuen polnischen Poesie u. trug hierdurch entschiedenbei zum Sieg der neuen romantisch-nationalen Rich-tung der Poesie in Polen über die conventionell-klassische des vorigen Jahrh., Gesammtausgabe beiZupauski in Posen, in 5BLn. 1863; der 1. Bd. ent-halt sehr interess. Briefe M-s an s. Mutter. Nehring,

Möckern, 1) Stadt im Kreise Jerichow des prenß.Regbez. Magdeburg, an derEhle; Schloß, Spiritus-brennerei, Dampfsagemühle; 1875: 1607 Ew. Hier5. April 1813 Sieg der Preußen über die Franzosenunter dem Vicekönig von Jtatien. 2) Dorf in derkönigl.sächs. Kreis- u.Amtshanptmannschaft Leipzig,an der Elster; Mnsterwirthschaft der Leipziger Öko-nomischen Gesellschaft, Erziehungsanstalt für blöd-sinnige Kinder, neue große Jnfanteriekaserne, Fabri-kation künstlicher Blumen; 1875: 2136 Ew. M. istbekannt durch die Schlachtam 16. Oct. 1813,worin diePreußen unter Blücher die Franzosen unter Marmontschlugen (Theil der Leipz. Völkerschlacht). Zur Er-innerung an dieselbeisthier1850einDenkmal errichtet.

Möckmühl, Stadt im Oberamte Neckarsulm desWürttemberg. Neckarkreises, ein alter, mit Mauernu. THUrmen umgebener Ort, am Einfluß der Seckachin die Jagst, Station der Württemb. Staatsbahnen;Schloßruine, Papierfabrikation, Obst- u. Weinbau;1875: 2103 Ew. M. wurde 1519 von Götz von Ber-lichingen tapfer gegen den Schwäbischen Bund ver-theidigt.

Mockturtlesuppe, falsche Schildkrötensuppe.

Modell.

^ Modalis (Gram.), derjenige Casus, welcher an-zeigt, wie n. auf welche Weise etwas geschehen ist.

Modalisten, in der Trinitätslehre so v. w. Sa-bellianer od. Samosatener, weil sie die Trinität bloßals drei verschiedene Arten der Offenbarung Gottes,rllcksichtlich seiner Wirksamkeit auf die Welt, annah-men; diese Ansicht h eißtM odalismns, s. u.Trinität.

Modalität (v. Lat.), die besondere Art u. Weiseeines Zustandes od. Verfahrens, welche aber nichtdas Wesentliche betrifft. In der Philosophie eineBestimmung Ler Urtheile, wodurch das Verhältuißderselben zudem nrtheilendenSnbjectbestimmtwird.

Mode, im Allgemeinen, das nberhanptGebräuch-liche, Gewohnheitliche; speciell die Art sich zu kleidenn. zu schmücken. Die M. geht überall Hand in Handmit der Verfassung und der Stufe des jedesmaligenZeitgeistes; sie ist mit diesen einfach-solide u. constant,oder abenteuerlich-luxuriös u. rasch wechselnd. Imelfteren Fall ist sie ein Zeichen gesunder Verhältnisse,im zweiten ein Zeichen des Verfalles, der dann auchin volkswirthschaftlicher Hinsicht einzntrcten pflegt.Die letzte Zeit des römischen Kaiserreiches bietet hier-für ein schlagendes Beispiel und auch unsere Gegen-wart dürfte in dieser Hinsicht in Betracht zu ziehensein. Seit dem 17. Jahrhundert unserer Zeitrech-nung war Frankreich (u. ist es noch heute, wenn auchin geringerem Maße, bes. in Deutschland) das maß-gebende Land für die M. Hier erschien auch die ersteModenzeitung 1678 unter dem Namen Nsreurs.In Deutschland kam, nach einigen unbedeutendenVorläufern, die erste derartige Zeitschrift 1758 inErfurt heraus. Seit diesen Anfängen drängten sichin allen Ländern solche Unternehmungen n. viele da-von brachten es zur großartigsten Entwickelung. DasJournal des Luxus u. der Moden (Weimar) bestand1786-1827, das llonrnai ckss ckamss st «Iss mociss(Frankfurt a. M., französisch u. deutsch), von 1786bis 1848; das Wiener Journal für Theater, Musikn.Mode 18031846. Die bedeutendsten gegenwärtigin Deutschland erscheinenden Modezeitungeu sind:DieMuster- u. Modenzeitung, Stuttgart; Der Bazar,Die Modenwelt, Victoria u. Die Jll. Frauen-Zei-tung in Berlin; sämmtlich mit belletristischen Bei-lagen. Vgl. d. Art. Costüm n. dis daselbst verzeichnteLiteratur; außerdem:Challamel,Lstoiro(ioIa,mockssn Francs, Par. 1875. Schroot.

Model (v. Lat. Lloänlns, Bank.), 1) ein Maßvon relativer Größe, welches nur bei den Säulen u.deren Gebälken gilt. Die Griechen nahmen bei derdorischen Säule den halben, bei der ionischen undkorinthischen aber den ganzen unteren Durchmesserals M. an. Jetzt gilt allgemein der halbe Saulen-durchmesser als M., den man in 30 Theile (Minu-ten, Portas) theilt n. so den Maßstab für die Säulenn. deren Gebälke erhält. 2) s. Llocknlns.

Modell (v. Lat.moänlns), 1) (imeigentl.Sinne)der nach einer plastischen Skizze ausgeführte Ent-wurf zu einem Bildhauerwerk. Das M. ist somitfür das danach zu fertigende Werk das Vorbild unddaher ursprüngliches Original. Bei umfangreicherenWerken wird zuerst ein M. im verkleinerten Maß-stabe (gewöhnlich in Gips) ansgeführt; nach diesemwird dann das Thon-M. in der für das Werk bestimm-ten Größe gemacht n., wenn dasselbe in allen Detailsgenau vollendet ist, davon ein Abguß in Gips ge-macht, wobei das Thon-M. verloren geht. Dieses