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Bd. 13 (1879) Metternich - Ostindien
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Saul sllhrte Krieg mit den M., aber erst Davidmachte sie zinsbar. Bei der L Heilung des Reiches(875 v. Ehr.) kamen sie an Israel, empörten sichmehrmals, bis JerobeamII. zn Anfangdes 8. Jahrh.v. Ehr. sie wieder zum Gehorsam brachte, wie fielenmit den Inden 600 in die Gewalt der Babylonier.Noch in der Makkabäerzeit treten sie hervor. IhreHauptstadt war Rabbath-Moab (bei den RömernAreopolis, j. Rabba). Ihre Sprache ist in dem Steindes Mesa (s.d.) fragmentarisch erhalten; an der Acht«heit der anderen ihnen zugejchriebenen Alterthümerwird erheblich gezweifelt, vgl. Kautzsch u. Socin, DieMoabit. Alterthümer, Straßb. 1875. Thielemann.

Moallakal, s. u. Arabische Literatur.

Moawijah, 1) M. I., von 661680, der ersteKhalif von der Dynastie der Omajjaden; 2) M. II.,sein Enkel, 683, s. Khalif S. 376.

»lob (engl.), der Pöbel, das niedere Volk.

Mobil (v. Lat.), 1) beweglich; 2) kriegsbereit.

Mobile, 1) (M. River), Fluß im Nordamerika».Unionssiaate Alabama, entsteht aus dem Zusammen-fluß des Alabama u. Tombigbee; nach einigen Mei-len trennt er sichinzweiArme, von Lenen der größerewestlichesür Dampsboote schiffbar ist u. beiderStadtMobile in dieMobilebai des Mejicanischen Meer-busens mündet; 2) Hanptort des gleichnam. 49,311Ew. zählenden Connty im vorgenannten Staat, ander Mündung des gleichnam. Flusses; der zweiteBanmwollcnstapelplatz der Union, AusgangspunktvonlEisenbahnen, zahlreiche Dampferverbittdungen,befestigter Hafen, der jedoch keine ausreichende Tiefehat; 1872 Einfuhr 1,893,506, Ausfuhr 13,067,442Doll.; mehrereWohlthätigkcils-n. höhere Bildungs-anstalten re. M.ist gutgebaut u.zählte 1870 32,034Ew. Die Stadt wurde 1711 von sranz. Ansiedlerngegründet,1763kamsieanEngland, wurde 1780 vonLenSpaniern erobert u. 1813 an die Union abgetre-ten. In der M. Bai 5. Ang. 1864 Sieg des Ad-mirals Farragnt über die Conföderirten, die jedochdie Stadt selbstbis 12. März 1865 behaupteten.Schrool.

Mobile Colonnen sind kleinere, theilweise ausallen Waffengattungen zusammengesetzte Truppen-abtheilnugen, die zu besonderen Unternehmungen,wie Zerstören von Eisenbahnen, Fouragirungen,Recognoscirungen rc., sowie auch zur Verfolgungeines geschlagenen Feindes ans kürzere Zeit vomHauplcorps detachirt werden.

Mobilgarde od. mobilisirte Nationalgarde warin Frankreich bis 1871 der Theil der Nationalgarde,welcher gesetzmäßig zur Verstärkung der Feldarmeeverwendet werden konnte. Die Angehörigen der M.wurden scherzweise auch Moblots genannt.

Mobilien (Mobiliar, v. Lat.), alle beweglicheDinge, im Gegensätze der Grundstücke und der niet-n. nagclsestenGegenstände; bei einem Landgute rech-net man zn den M. alle Gegenstände, die nicht zudem Jnventarinm gehören, als Haus-, Küchen-,WirthschastSgeräthe, das geerntete Getreide n. Obst,Vieh, das zum Vergnügen gehalten oder zum Ver-speisen ausbewahrt wird. In Mühlen u. Fabrikenwird gewöhnlich alles zu Betreibung dieser WerkenöthigeGeräthezndenJmmobilicu gerechnet. Mo-biliarconto, im Hauptbuchs das Conto, woraufder Betrag der M. des Besitzers der Handlung oderdas Handlungs- u. Fabrikgeräthe gebracht wird.

Mobilmachung, der Übergang eines Heeres od.

MöbiuS.

eines Theilcs desselben von dem Friedens- auf denKriegsfuß. Die M. beruht ans einem stets fertigenM splan, der Dienstgeheimnis) ist. In demselbensind alle Maßregeln zur M. vorgesehen, als Ergän-zung der Feldlruppen ans die Kriegsstärke, Be-schaffung von Pferden, Neubildungen von Truppen-theilen, als Ersatztruppen, Landwehren rc., sowie vonVerwaltungsbehörden, als Feldlazarethen, Feldpo-sten rc., Bildung von stellvertretenden Behörden,Armirnng n. Proviantirung der Festungen. Haupt-sächlich kommt es bei einer M. neben der präciscnauf die rasche Ausführung derselben an, um sofortein kriegsbereites Heer ansstellen zn können. Dieschon beim letzten Kriege bewunderte Schnelligkeitder deutschen M. kann vorkommenden Falls noch be-deutend erhöht werden. Wurzer.

Möbius, 1) August Ferdinand, Mathemati-ker u. Astronom, geb. l7.Nov. 1790 inSchnlpforte,seit 1816 Professor der Mathematik u. Astronomie,bald daraus Observator an der Sternwarte in Leip-zig, seit 1844 auch Professor der höheren Mechanik.

Er starb 26. Sepi. 1868 u. schr.: Os oomputanüisoeonlbntnoiiibns üxarum por planotas, Lpz. 1815; !

Beobachtungen auf der Univcrsitätssternwarte in >Leipzig, ebd. 1823; Der barycentrische Calcul, ebd. >1827; Die Bahn des Halleyjchen Kometen bei seiner IWiederkunft im Jahr 1835, ebd. 1834, 2. A. 1835;

Die Hauptsätze der Astronomie, ebcnd. 1836, 4. A.1860; Lehrbuch der Statik, ebd. 1837, 2 Thle.;Elemente der Mechanik des Himmels, ebd. 1843. 2)Theodor, ältester Sohn des Vor., deutscher Ger-manist und großer Kenner der isländ. Sprache undLiteratur, geb. 22. Juni 1821 in Leipzig, seit 1852Privatdocent für skandinavische Sprache u. Litera-tur, seit 1859 Professor daselbst und seit 1865 Pro-fessor der nordischen Sprachen in Kiel; er schrieb:lieber die ältere Isländische Saga, Lpz. 1852; 6»ta-loZns librornm isianä. st norvsx., ebd. 1856; n.gab heraus: Lnaiseta dlorrosna I., ebd. 1859 (wozugehört: Altnord.Glossar, ebd. 1866); neue A. Ana-lecten, 1877; Olläa 8aom., ebd. 1860; OornsöKnr,ebd. 1860 ; Ares Jsländerbnch, ebd. 1869. Lieferteauch viele AbhandlungenfürZachers u.a. philol. Zeit-schriften. 3) Carl August, Zoolog, geb. 7. Febr.1825 zu Eilenburg, war zuerst Lehrer iu Hamburgu. wurde 1868 Professor der Zoologie in Kiel. Erwandte sich bes. der Erforschung der Meeressaunazu und beschrieb mit Meyer die Fauna der KielerBucht, 2 Bde., Lpz. 1865 u. 1872. Als Ergebnißseiner Reisen an den deutschen, französischen u. eng- ilischcn Küsten im Auftrag der Negierung schrieb er: I

Über Austern- und Miesmuschelzucht, Berlin 1870 ^

u. Austeruzucht u. Austernwirthschast, Berlin 1878.Dann bereiste er 187172 die Ost- u. Nordsee, u.beschrieb mehrereKlassen der Wirbellosen in dem Be-richt über die Expeditionen zn physikalischen, chemi-schen u. biologischen Untersuchung der Ost- u. Nord-see, Berlin 187375. 187475 begleitete er diedeutsche Expedition zur Beobachtung des Venus-durchgangs nach Mauritius u.den Seychellen. Außerden genannten Werken sind noch zu erwähnen: Ne-ster der geselligen Wespen, Hamb. 1856; Die echtenPerlen, ebd. 1857; Neue Seesterne des Hamburgeru. Kieler Museums, ebd. 1859; Ban, Mechanismusund Entwickelung der Nesselkapselu, ebd. 1866. 4)

Panl Heinrich August, Sohn von M. 1), Schul-