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Bd. 13 (1879) Metternich - Ostindien
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Mizpa

oleosa-balsamioa, Hoffmanns Lebcnsbalsam; N. >^rotartariea (Äl. simplox), Mischung von zusam- smengesetztein Angelicageist mit Kampher u. Wein- ^steinspiritns; diaphoretisches Mittel; ill. sulpünrleo- saoieia; ül. vulnsraria aeiäa, s. Thedenschcs Schuß-wasser; 3) M. im weiteren Sinn alle flüssigenArzneien, mclcheinnerlich eßlöffelweise invorgcschrie-bcnenJntervallen genommen werden; 4)(Kupserst.),eine Mischung von Ölu. Talg, oder auch von Wachs,Terpentin, Baumöl u. Schmalz, womit die Stellenauf der Knpferplatte bestrichen werden, welche dasScheidewasser nicht angreisen soll; 5) ein Register inder Orgel, wo auf einerTaste mehrereTöne zugleichansprechen, gewöhnlich Terz, Quinte u. Octave. Esgibt M-en, die den genannten Intervallen mehrfachbis zwölffach wiederholen. DieM-en,auch miseolla,Mixtem genannt, werden bloß zur Verstärkung desvollen Werks gebraucht. Eine M., die aus sehr klei-nen Pfeifen besteht, wird auch Scharf genannt.

Mizpa (Mizpe, d. i. hoher Punkt in einer Ge-gend), I) Stadt in Gilead, Wohnsitz des RichtersJephta; 2) Stadt im Stamme Benjamin, eine Meilevon Jerusalem. Hier war der VersammlungsortderJsraeliten. König Assa ließ M. befestigen, u. nachdem Exil hatte der persische Statthalter Gedalja hierseinen Sitz. Bei M. überfiel Saunkl die Philistern. schlug sie.

Mizraim (hebräisch), so v. w. Ägypten.

Mjechow (poln. Mechow), Kreisstadt im russ.-polu. Gouv. Kjeletz; 1595 Em. M. brannte 1863 ab.

Mjösen, größter Landsee Norwegens, 98 ümlang und 212 lein breit, mit einem Flächeninhaltvon 363 lUstcm (6,a HW). Er liegt 125,4 NI ü. d.M., ist 195455 IN tief und von schönen u. frucht-baren Districten umgeben; in ihm liegt die frucht-bare Insel Helge-Oe (heilige Insel). Er wird vomLongen (s. d.) durchflossen u. regelmäßig vonDamps-schissen befahren.

Mlawa, Kreisstadt im russ.-poln. Gouv. Plozk(Plock), an der Mlawka, Station der Mlawka-War-schauer-Bahn; Theater, einige Fabriken, Handel mitGetreide; 6134 Ew. M., das 1429 gegründet wor-den ist, war früher eine reiche Stadt, ist aber durchdie Schwedeulriege sehr herunter gekommen; hebt sichsei! Eröffnung der Eisenbahn wieder.

Mletscha, bei den alten Indern der Name fürFremde, außerhalb des Brahmanismus stehende,ungefähr der Begriff Barbaren bei den Griechen.

Ws., in Frankreich Abbrev. für Llaäemoisslls,Miss, für lllssäsmoissllos.

ll/I. m., Abbrev. für mnbatis nmbanäis (lat.), d. i.mit den nöthigen Abänderungen.

ll/Ime., in Frankreich Abbrev. für Llaäamo.

IM., chemisches Zeichen für Mangan.

Mnemonik (Mnemoneutik, Mnemotechnik, v.Gr., Gedächtnißknnst), Kunst das Gedächtniß mög-lichst zu vervollkommnen, daß es umfassend, leicht,fest n. treu sei, ohne daß man die Gegenstände selbsttreu im Gedächtniß bewahrt, sondern die Hauptvor-stellungen und Wendungen rc., an welche man sicherinnern will, durch einen gewissen Zusammenhangl verwandter Bilder, z. B. die vier Wände eines Zim-mers, Säulen, Wörter statt Zahlen rc., anknüpft n.dieselben mittels der JLeenassociation zu Erinner-ungsmerkmalen macht. Nach der Sage der AltenWar der Erfinder derselben der griechische Dichter

Moabit, r.

Simonides aus Kos. Während er bei einem Gast-mahle bei Skopas hinansgernfen wurde u. die übri-gen Gäste durch den Einsturz des Speisesaales er-schlagen wurden, erkannte er die bis zur Unkenntlich-keit entstellten Leichen dadurch, daß er sich noch ge-nau erinnerte, wie sie gesessen hatten, und wurde soauf die Idee seiner Kunst geleitet, in welcher er auchspäter merkwürdigeProben abgelegthaben soll. Diedrei Hauptstellen darüber sind: 6revro äs orat. 2,8688; Lrieboraä8orsnn.3,1624; Hnintilian.Insbib.10,1, 11 ff. Zu allen Zeiten hat man Ver-suche gemacht, die M. populär zu machen u. weiterauszubilden. So stellten im 14. Jahrh. RayninndLullins, im 15. Jahrh. Giordano Bruno, im 16.Lamprecht Schenkel u. Martin Sommer Untersuch-ungen über M. an. Aus neuerer Zeit ist das inParis erschienene Werk von Anne, Nrinoipos äs Inmnsmotsolruto, 7.A. 1833zuerwähnen.JnDentsch-land trat seit 1840 der Däne Karl Otto, genanntNeventlow, in mehreren mnemotechnischen Werken(Lehrbuch der M., Stnttg., 2. A. 1847; Wörterbuchder M., cbd. 1844; Leitfaden der M., ebend. 1846)mit einer neuen Methode ans, welche sich auf denGrundsatz stützt, daß sich das am leichtesten behaltenlasse, was znm Gedanken geworden n. deshalb alleNichtbegriffe, d. h. alle Zahlen u. Laute, von denenman nur ihre numerischen u.Laulbeziehnngen kennt,in Begriffe verwandelt, wodurch sic sich hauptsächlichzur raschen u. sicheren Einprägnng von Zahlenrei-hen, z. B. in der Chronologie eignet. Nach dieserMethode lassen sich selbst große Zahlenreihen demGedächtnisse cinverleiben, wie Otto durch viele öffent-liche Proben auf seinen Reisen durch Deutschlanddargelegt hat; doch hat sich der gehoffte Nutzen seinerMethode beim Schulunterricht nicht heransgestellt,da derselbe mehr die Phantasie als den Verstand inThätigkeit versetzt. Eine ähnliche Methode stelltHerrn. Kothe in seinem Lehrbnche der M., Hamb.1862 ans u. hat ebenfalls Lurch öffentliche Probenallgemeine Bewunderung erlangt. Für Einführungder M. in die Volksschule ist bes. auch der sächsischeLehrer Mauersberger thätig gewesen. Von der That-sache geleitet, daß die Anschauung die Gedächtniß-knnst ungemein unterstützt, hat K. Rikli einen chrono-graphischen Atlas construirt (Lpz. 1877), eine ArtRanmdarstellnng der Geschichte unter Anwendungverschiedener Aarben für die einzelnen Zeiträume.

MnemoslMe, 1) Titanide, Tochter des Uranus,u. der Gäa, Göttin es Gedächtnisses; sie wurde vonZeus Mntterdcr neunMusen; 2) s. Asteroiden Nr. 57.

Mnevis, der heilige Stier des Osiris in On od.Heliopolis.

ll/Io., chemischen Zeichen für Molybdän.

Moa, Vogel, s. vinorniäa.

Moabit, ehemals ein Dorf, jetzt eine VorstadtBerlins (s. d. S. 230).

Moabiter, ein semit. Volksstamm, auf Moab,Sohn Lots, znrllckgesührt, der das gebirgige, vonfruchtbaren Thälern durchschnittene, östl. vom TodtenMeere gelegene Land bewohnte, in älterer Zeitsich auch bis in das nachher von den Ammoniternbesetzte Jordanthal ausdehnte. Sie versorgten dieJsrcaliten auf ihrem Zuge durch die Wüste mit Le-bensmitteln u. brachten zur Zeit der Richter die slldl.gelegenen, israelitischen Stämme, namentlich denStamm Benjamin 18 Jahre lang in Abhängigkeit.

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