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Bd. 13 (1879) Metternich - Ostindien
Entstehung
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Muicralweitz

scheint es zweckmäßiger, die M. längere Zeit u. da-für in kleineren Mengen gedranchen zn lassen, alsgrößere Mengen in kürzerer Zeit. Der Kranke mnßwährend der Knr genau beobachtet werden, zumalbei kräftig wirkenden M-n od. Thermen. Nach eini-gerZeit entstehen häufig dieZnfälle der sog. Bade-krise, bes. beim Gebrauch derwarmcnM., bestehendin Fiebererscheinungen, Bodensätzen im Urin, Ans-schlägen auf der Haut (Lousscs der Franzosen) undzuweilen eigenthllmlich beschaffenen Kothausleerun-gen (Verbindungen der in dem M. enthaltenen Me-talle und anderer Bestandthcile mit Darmschleim,Galle rc.). Während dieser Zufälle mnß die Bade-kur ausgesetzt u. später wieder mit kleineren Dosenbegonnen werden. Öfters wird die Einleitung einerNachkur nothwendig, wobei der Kranke entwederdasselbe M. zu Hause sortgebraucht oder eine andereQuelle benutzt; bes. aber muß die Diät noch langegeregelt bleiben u. nur mit Vorsicht in die gewöhn-liche übergehen. So sorgsam für die einzelnen Fälledie einzelnen M. ausgewählt werden müssen, so sinddoch nicht für alle Krankheitszustände M°kuren zu-i lässig, selten nur dürften sie sich bei raschverlanfen-den sog. acuten Krankheiten eignen, ebensowenig fürerschöpfte Kranke. Sehr viele M. werden in Flaschenversendet u. in der Heimath gebraucht, können abernicht dieselben Dienste leisten, wie der Gebrauch ander Quelle, weil die Veränderung des Aufenthaltsu. die Zerstreuung derNeise bei vielen Kranken höchstwichtig sind. Vgl. Hclfst, Handbuch der Balneothe-rapie, 7. A., Berl. 1870; Braun, Systemat. Lehr-buch der Balneotherapie, 3. A., ebd. 1873; Valen-I tiner, Handbuch der allgem. u. spec. Balneothera-pie, ebd. 1873; Fleckles, Die Brunnen- und Bade-diätetik mit besonderer Berücksichtigung des weib-lichen Geschlechts, Stuttg. 1876; Hirschfeld u. Pichler,Die Bäder, Quellen und Kurorte Europas, Stuttg.1876, 2 Bde. v- Mering.

Mincralwcisi, so v. w. Llano üxs.

Minerbio, Cantonshanptort in der ital. Prov.Bologna; 7244 Ew.

Minerogene Gesteine nennt man die rein ausmineralischen Elementen bestehenden mechanischenoder chemischen Absätze des Wassers im Gegensatz zuzoogenen oder phytogenen Gesteinen.

Minerva, 1) eine der griech. Pallas Athene (s. d.)entsprechende römische Gottheit, deren Name vonmono u. insmini abgeleitet wird. Diese klugsinnendeGöttin bildete mit Jupiter u. Juno einen stadtschir-wenden Dreiverein u. wurde im Tempel des Jupi-ter auf dem Capitol mit beiden verehrt; es tratenaber an ihr bes. die Eigenschaften einer Beschützerinaller Gewerke u. Künste, bes. auch der Musiker her-vor; ebenso war sie Vorsteherin und Lehrerin weib-licher Arbeiten. Dieser Charakter der Göttin erhelltl bes. aus ihrem Hauptfeste Huinquatrus oder Hnin-. ! guavria, welches vom 19. März 5 Tage lang gefeiert, > wurde unter besonderer Betheiligung der Handwer-i ker und Künstler jeder Art, sowie der Schuljugend,

> welche an diesem Tage ihren Lehrern das Schulgeld(winsrval) brachte. Wie an diesem Feste die Trom-

l Peter, so spielten an den Huinguatrus minorss (15.

bis 17. Juni) die Flötenbläser eine Hauptrolle. 2)

, s. Asteroiden Nr. 93. Eichhoff.

> , Wnorvas Promontorium, jetzt Punta della Campa-i! nella (Minerva), südl. von Surrentum(Campanien)

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! gelegenes, weit in die See hinausragendes Vorge-! birge, welches den Griechen als der äußerste Punkt! der NWGrenze des alten Oenotriens galt und miteinem Atheuentempel geschmückt war.

Minervini, Giulio, bed. ital. Archäolog, geb.um 1812 in Neapel, ist daselbst seit 1850 Director desBourbonischen Museums, jetzt Natioualmuseums;Hauptwerke: Llonnmsnbi aniicbi ineciiti, Neapel185054,2 Bde.; LuIIstüno arcbsoloZffco, seit 1850.

Minervlno (M. Mnrge), Handels- u. Industrie-stadt in der ital. Prov. Bari; Bischofsitz; 13,844 Ew.

Minette, glimmerrcicheGesteinvarietätdesquarz-

frcien Orthoklasporphyrs. Findet sich gangförmigim Kanton Wallis, in den Vogesen, im Odenwald.

Mineurs, die z» dem Minenban bestimmtenSoldaten, befanden sich schon früh bei den europäi-schen Heeren und wurden ans den Bergknappen ge-wählt u. ersetzt. Im Dreißigjährigen Kriege warenschon besondere Mineurcompagnien formirt;die erste in Frankreich errichtete Megrigny 1671 inTournay. Sie sind noch jetzt bei einigen Armeen ineigene Corps formirt, in anderen (wie beider preußi-schen) mit den Pionieren vereint.

Ming, chinesische Dynastie 13861644, s. China.

Minge, Fluß in der preuß. Prov. Ostpreußen,kommt aus dem russ. Gouv. Wilna, wo sie auf demPlateau von Schamaiten entspringt, nimmt dieAglone, Wewirsche n. Tenne auf u. mündet in dasKnrische Haff; sie ist von der preuß.-russ. Grenze ab45 lcm weit schiffbar.

Minghetti, Marco, hervorragender italien.Staatsmann, geb. 8. Sept. 1818 zu Bologna, auseiner reichen Kaufmannsfamilie; widmete sich erstmathematischen und naturwissenschaftlichen Studien,dann den der Staatswissenschaften u. erweiterte seineKenntnisse durch ausgedehnte Reisen in Italien,Frankreich, England u. Deutschland. 1846 nach Bo-logna zurückgekehrt, hielt er einen Aufsehen erregen-den Vortrag in der landwirthschaftlichen Gesellschaftseiner Vaterstadt über die engl. Korngesetzgebung,der mit noch anderen gleichzeitig gehaltenen Vor-lesungen über volkswirthschaftliche u. philosophischeThemen im Druck erschien, als: vslla rskormaäslls löKxi krnmsutaiis in Ingbiltsrra e äsAlisiksbtü obs possono cksrivarns al cammsreio Iva-liano, Bologna 1846. Nach der ThronbesteigungPius IX. gründete M. inBologna mit seinen Freun-den Montanari u. Audinot eine politische Zeitschrift,den Felsineo, in welchem er die Doctrinen von Gio-berti u. von Rossi vertheidigte. Ende 1847 ging ernach Rom, ward daselbst Mitglied des Finanzrathsn. trat 10. März 1848 in das Laienministerium alsMinister der öffentlichen Arbeiten. Als die Hoffnun-gen der römischen Liberalen durch die päpstliche En-cyclica vom 29. April zu Nichte gemacht wordenwaren, trat M. als Capitän in den sardinischen Ge«neralstab, machtedenunglücklichenFeldzug von1848unter Karl Albert mit, erhielt für seine verdienst-lichen Leistungen in den Treffen von Go'ito undCustozza den Rang eines Majors u. denSt. Moriz-Orden. Nach dem Frieden von Mailand nahm erseinen Abschied, zog sich nach seiner Vaterstadt zurücku. widmete sich aufs neue den Studien, derenFruchtdie Schrift: Lslla sconomica publica, sb äslls ansaviünorws colla morals sb ool älrlbto, Flor. 1859,franz. von Lednc, Par. 1863, ihm einen bedeuten-