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Bd. 13 (1879) Metternich - Ostindien
Entstehung
Seite
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Mikronesier

eingerechnet, mehr als 225,009 s^M. ein, wovonfreilich noch nicht der tausendste Theil auf die Inselnselbst kommt. Eine kleine Anzahl dieser Inseln istgebirgig (vulkanisch), die meiste» aber sind niedrigeKoralleneilande, unter denen zahlreiche Atolls. Manschätzt die Bevölkerung auf 200,000 Menschen, die aufden Inseln vertheilt wohnen, welche den vier große-ren Inselgruppen M-s, den Marianen, Carolinen,Marschallsinseln u. Gilbertsinseln, angehören. Dronte.

Mikronester, die Bewohner Mikronesiens (s.d.),nach Sprache u. Sitten am nächsten den Polynesiernverwandt, physisch jedoch Mischlinge vonPolynesiernund Papuas, namentlich auf den Pelew-Jnseln sichden letzteren nähernd.

Mikrophotographien, 1) Mikroskopische Pho-tographien, äußerst kleine Photographien, die erstbei der Vergrößerung durch das Mikroskop sichtbarwerden. Sie werden mit einem Objectiv von sehrkurzer Brennweite nach einem Negativ auf einer col-lodionnirten Glasplatte erzeugt. Dagron in Parisbefestigte (1867) diese Bilder mittels Canadabalsaman aus dünnen Glasstäben gefertigten Stanhope-Linsen, und brachte sie in Ringen, Messerscheiden,Spazierstöcken u. dergl. an. Während des deutsch-franz. Krieges 1870/71 fand die Mikrophotographieerfolgreiche Anwendung zur Beförderung von De-peschen in das eingeschlosfene Paris. In Tours wur-den je 300 Depeschen (mit 5000 Buchstaben) auf eingroßes Blatt Papier gedruckt; 16 solcher Blätterwurden zusammengestellt und durch Dagron in derGröße von 3x5 om photographirt; das von Glasabgelöste Collodionhäulchen wog 5 o§; 20 solcherHäutchen, zusammengerollt ineineFederpose gesteckt,wurden am Flügel einer Brieftaube befestigt. InParis wurden die Häutchen in schwach ammoniaka-lisches Wasser gelegt, worin sie sich aufrollten, zwi-schen Glasplatten gelegt uud mittels des photo-elek-trischen Mikroskops auf eine Wand projicirt. Diejetzt deutlich lesbaren Depeschen wurden durch Schrei-ber copirt. 2) Photographische Mikrographien; nachäußerst kleinen Gegenständen mittels des Mikroskopsvergrößert ausgenommene Photographien; s.Photo-mikrographie. Liesegang.

Mikropyle, s. Blüthe, S. 574.

Mikroskop (v. Gr.), ein optisches Instrument,das den Zweck hat, von sehr kleinen Gegenständen,deren einzelne Theile das Auge in der deutlichenSehweite nicht mehr unterscheiden kann, ein ver-größertes Bild zu erzeugen. Das M. dient nicht mirder Wissenschaft, der Physiologie, der Zoologie, Bo-tanik u. Geologie, eS ist neuerdings auch der Tech-! nik u. dem praktischen Leben unentbehrlich geworden- u. dient vorzugsweise zur Untersuchung von Fleischund anderen Nahrungsmitteln, von Geweben, zuPhylloxera-Jnspection, für den Brauereibetrieb rc.Die an ein gutes M. zu stellenden Anforderungenu. dieMittel, denselben zu genügen, ergeben sich ambesten aus der Beschreibung, für deren Verständnißwir aufdenArt.Linsenverweisen. 1)Das einfacheM. ist eine biconvexe Sammellinse. Die Wirkungderselben kann man an jeder Loupe zeigen; sic istersichtlich aus Optik, Tafel I, Figur 10, wobei deruntere Theil der Figur wegzudenken ist. Der un-ter der Linse o ä innerhalb der Brennweite (derBrenitpunkt ist stark bezeichnet) befindliche Pfeil M«scheint dem dicht über eäzu denkenden Auge als

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Pfeil 8'U', also vergrößert und in die deutliche Seh-weite gerückt. Die Grenze der linearen Vergrößer-ung ist annähernd — -i- 1, wenn l- die deutliche

Sehweite (240 mm) und k die Brennweite der Linsebezeichnet. Bei 40 mm Brennweite z. B. ist die Ver-größerung noch etwa 7fach. Das Auge ist dicht überdie Linse zu halten, damit man den Pfeil 8'Il/ ganzübersieht, also ein möglichst großes Gesichtsfeld hat.Vergleicht man nun die Erscheinung, die das Augeohne die Linse von dem Pfeil 8L hätte, mit demBilde 8'R', das die Linse bewirk, so zeigen sichleicht die Vortheile u. Mängel der Linse. Die Vor-theile bestehen darin, den Gegenstand zn vergrößernund bis zur deutlichen Sehweite des Auges zu ent-fernen. Die Mängel darin, daß das Gesichtsfeld vielkleiner ist als das des Auges, daß ferner das Bilddurch die Linse dunkler erscheint, als es der Gegen-stand ist, weil das von demselben ausgehende Lichtauf eine vergrößerte Fläche verbreitet wird, daßendlich am Rand des Gesichtsfeldes das Bild undeut-lich wird durch die sphärische und farbig durch diechromatische Abweichung der Linse. Je mehr nundie Vergrößerung wächst, je kleiner also die Brenn-weite u. damit die Linse selber wird, desto mehr wach-sen auch die Mängel, nämlich die Verkleinerung desSehfeldes, die Dunkelheit desselben, die Undeutlich-keit und Unreinheit des Bildes, wie man dies leichtan Wassertropfen oder Glaskügelchen sieht, die sehrstark gekrümmte und stark vergrößernde Linsen dar-stellen. Hiermit sind nun gleichzeitig die Grenzender Leistungsfähigkeit des einfachen M-s wie die Ab-hilfe der Fehler durch das zusammengesetzte M. be-zeichnet. Obgleich man durch das einfache M. nocheine 200fache Vergrößerung erzielt, benutzt mandasselbe meist nur als Loupe mit 6—Macher Ber-größerung. Zur Vermeidung der sphärischen undchromatischen Abweichung setzt man die besseren Lau-en aus mehreren achromatischen Linsen zusammen.)Das zusammengesetzte M. übertrifft au Leist-ungsfähigkeit das einfache bedeutend und gibt nichtnur sehr starke Vergrößerungen, sondern auch eingroßes Gesichtsfeld und Helle, deutliche u. reine Bil-der. Dasselbe enthält im Wesentlichen zwei Sammel-linsen, das dein Gegenstand zugewandte Objectivund das dem Auge zugewandte Ocular. Um dieseLinsen in den richtigen Abstand zu bringen u. frem-des Licht abzuhalten, sind sie in ein 150—170 mmlanges, aufrechtstehendes Rohr (Tubus) von Messingeingeschlossen (Fig. 9, i b). Das Objectiv befindetsich am unteren, das Ocular am oberen Ende. DerTubus ist an einem Stativ (s. b o sgli) befestigt, dasunterhalb des Objectivs den Objecttisch ck trägt,eine mit einem kreisrunden Loch versehene Messing-platte, auf welche das zwischen dünne Glasplättcheneingeschloffene Object gelegt wird. Der Tisch oderbei größeren M-en (wie Fig. 9) der Tubus kanndurch eine feine Schraube (hier 1) zur richtigen Ein-stellung gehoben u. gesenkt werden. Den unterstenTheil bildet der Beleuchtungsapparat, ein indem Bügel n drehbarer u. mittels der Schraube o pvertical verschiebbarer Plan-od.Hohlspiegelm,durchden das Objectstark beleuchtet wird. Manverwendethierzu Lampenlicht od. am Tag das Licht von weißenWolken. Ist das Object nicht durchscheinend, so wirdes durch eine Linse seitlich von oben beleuchtet. Der