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Bd. 13 (1879) Metternich - Ostindien
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Mikrochemie — Mikronesien.

als menschliche Geschöpfe anerkannt, welche infolgekrankhafter Hemmung sich nicht entwickeln konntenn. durchaus nicht etwa als vermittelnde Glieder dieKluft ausfüllen, welche den Menschen von den ihmähnlichsten Geschöpfen der Thierwelt trennt. Schonder Umstand, daß jenen Blödsinnigen die Geschlechts-kraft fehlt, zeigt, daß die Vorfahren des Menschen-geschlechtes nicht Mikrocephalen waren. Thoms.

Mikrochemie (v. Gr.), der Zweig der Chemie,welcher die chemische Untersuchung mikroskopischerGegenstände mit Hilfe des Mikroskopes behandelt.

Mikrogasten, f. Schlupfwespen.

Mikrographie , Beschreibung mikroskopischerGegenstände.

Mikroklin, s.Feldspath.

Mikrokosmos (v. Gr.), kleine Welt, Welt imKleinen, nennt man den Menschen als organischesIndividuum, sofern er die Elemente des Weltalls insich trägt und dieselben Gegensätze und Erscheinungenin ihm wahrgenommen werden, wie in dem Univer-sum. Gegensatz: M a kr o ko s m o s.

Mi-krölog (v. Gr.), Kleinigkeitskrämer, Pedant;daher Mikrologie, Lehre von kleinen Dingen;besiHaschennach kleinlichen u. geringfügigenDingen.

Mikrometer (v. Gr.), Instrument, mit welchemman Gegenstände von wirklich oder scheinbar sehrkleinen Dimensionen messen kann. Alle besseren M.sind entweder mitFernröhren, wenn die Gegenständeweit entfernt sind, oder mit Mikroskopen, wenn siesehr nahe stehen, versehen. ^,) M., welche miteinem Fernrohre verbunden sind. Abgesehenvon einem Netz theils paralleler, theils sich kreuzen-der, in der Brennweite des Objectivs ausgespanuterfeiner Fäden, deren Distanz nach Bogenmaß an derHimmelskugel für ein gewisses Ocular ein- für alle-mal sestgeftellt sein muß, gehören, als zu genauerenMessungen dienend, vorzüglich folgende M. hierher:».Kr eis-M. od. Rin g-M., das einfachste M. ImFernrohr befindet sich in der Nähe des Brennpunk-tes des Objectivs eine kreisförmig durchbrocheneBlendung, welche am Himmel selbst für den Beob-achter einen Kreis begrenzt. Beobachtet man nunin der Ebene des Meridians für zwei in dasselbe Ge-sichtsfeld fallende Gestirne die Zeit des Ein- u. Aus-tritts aus den Rändern dieses Kreises, so kann manaus der Dauer der Zwischenzeiten die Längen derdurchlaufenden Sehnen und damit, wenn der Halb-messer des Kreises bekannt ist, den Abstand dieserSehnen von einander, also den Unterschied ihrer De-clination bestimmen; sind im Kreise noch senkrechteFäden angebracht, so kann man aus der beobachtetenZeit des Durchganges durch diese zugleich die Diffe-renz ihrer Rectascension bestimmen. Will man auchaußer der Ebene des Meridians beobachten, so gibtman dem vorhin senkrechten Faden eine Stellungrechtwinkelig gegen die Ebene des Äquators. - b)Schrauben-M., besteht aus zwei im BrennpunktecinesFernrohrs befindlichen horizontalen Fäden,vondenen der eine fest ist, während der andere demselbenmittels einer Schraube genähert oder von ihm ent-fernt werden kann. Die Anzahl der Schraubenum-gänge ergibt den Abstand beider Fäden, o. Posi-tivus -M., vom Schrauben-M. nur dadurch unter-schieden, daß die kreisförmig ausgeschnittene Platte,welche den verschiebbaren Faden trägt, zugleich umihren Mittelpunkt drehbar ist, und man den Winkel,

um welchen dieselbe gedreht wird, auf einer Kreis-theilung mit Nonius ablesen kann, und daß außer-dem diese bewegliche Platte rechtwinkelig gegen denersten Faden einen zweiten trägt. Bringt man danndurch Drehung der Platte den letztgenannten Fadenin die Verbindungslinie der beiden Gestirne, stelltden festen Faden parallel dem Äquator und auf daseine Gestirn ein u. schraubt endlich den anderen be-weglichen Faden von diesem Gestirn bis zum näch-sten , so kann man aus der Anzahl der Schrauben-gänge die Distanz und aus dem ersten Drehungs-winkel der Platte die Position bestimmen, ä. Ob -jectiv-M., von Dollond und Fraunhofer sehr ver-vollkommnet, zeichnet sich vor allen übrigen bes. da-durch aus, daß das Objectivglas des Fernrohrs auszwei Theilen, z.B. aus einer in der Richtung ihresDurchmessers entzwei geschnittenen Doppellinse be-steht, von welcher jeder isolirte Theil für sich ein Bilddes durch das Fernrohr betrachteten Sternes gibt.Während Dollond ein so zerschnittenes Linsenglasvor das Objectiv des Fernrohrs setzte, zerschnitt, umden Lichtverlust beim Durchgänge durch mehrere Lin-senzuvermeiden, Fraunhoferdas Objectivglas selbst.In dieser Form heißt das Instrument gewöhnlichHeliometer (s. d.), wegen der Verwendung zur Mes-sung des Sonnendurchmessers. 8) M. bei Mikro-skopen sind im Allgemeinen dieselben, wie die M.bei den Fernröhren. Man ist aber nicht wie bei die-sen auf die Messung des scheinbaren Durchmessers(des Sebwinkeks) beschränkt, sondern kann den wah-ren Durchmesser der Objecte in mm u. Theilen der-selben angeben. Meist ist aufeinerimDiaphragmadesOculars befindlichen Glasplatte eine feine Theilungeingeritzt(Glas-M-), ander mandieGrößedes Bildesabliest. Zur genauerenSchätzung auch der Bruchtheilebedient man sich derM-schraube, eine feineSchraubevon möglichst gleichförmigem Gang, durch deren Um-drehung der Objectträger unter dem Mikroskop pa-rallel mit einem untergelegten Maßstabe fortbewegtwird. Man bestimmt dann die Zahl der Umdreh-ungen der Schraube, bei der ein Faden im Mikroskopvon einem Theilstrich des Maßstabes zum anderenfortrückt. Beträgt dies für eine ganze Umdrehung1 mm, so beträgt es für jeden Grad Umdrehung^Mm. Dadurch prüft man auch die Gleichförmig-keit der Schraubengänge. Man kann nun die Um-drehungen resp. die entsprechenden Verschiebungenan dem Kopfe der Schraube ablesen u. so die Größeeines Objects messen, indem man durch Drehung derSchraube erst den einen, dann den anderen Randzur Deckung mit einem Faden des Fadenkreuzesbringt. L) Jordan.' L) Stahl.

Mikrometerschraube, Schraube mit sehr klei-ner, für alle Windungen genau gleicher Ganghöhe;sie dient zur Ausführung von Messungen (z. B.beim Schrauben-Mikrometer, s. Mikrometer L, b u.L) u. Eintheilungen (so bei der Theilmaschine). AuchSchrauben zum feineren Verschieben von Maschinen-theilenu.dgl.werdenzuweilenunrichtigM-n genannt.

Mikromillimeter, Einheit für das mikroskopi-sche Messen — v,o»o mm.

Mikronesten, der neuere Name für eine AnzahlInselgruppen im Großen Ocean, zwischen 3° slldl.Br. bis 27° nördl. Br. und 147° bis 197° östl. L.(v. Ferro). Von der Gesammt-Oberfläche der Erdenimmt M., das die Inseln umgebende Meergebiet

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