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Mcvcr.
wurde hier 1807 Direktor der Zeichenakademie. Mit^Commcntare zu den Briefen mehrfache neue Anfla-Goethe entwarf M. den Plan der Propyläen und gen. Die Briefe an die Thessalonicher, Hebräer, diearbeitete viel für sie, die Horen und Kunst u. Alter- katholischen Briefe n. die Offenbarung sind in diesemthum, wie überhaupt sein Einfluß auf Goethe und Commentar von Lnnemann, Hnther u. Dttsterdieckdie übrigen Mitglieder des Verbandes weimarischer bearbeitet. 6) Christian Erich Hermann von,Kunstfreunde ein außerordentlicher war, freilich»nicht berühmterPaläontolog, geb. 3. Sept. 1801 zu Frank-eben zum Vortheile der Kunst. Es sehr. n. a.: Über!fnrt a. M.; widmete sich der Kaufmannschaft, stn-die Altargemälde von Lucas Cranach in der Stadt- dirte dann Cameral- n. 'Naturwissenschaften, machtekirche zu Weimar, Weim. 1813; Geschichte der bil- ausgedehnte Forschungsreisen u. nahm, um wissen-
denden Künste bei denGriechen (fortgesetzt von Niemer), Drcsd. 1824 ff., 3 Bde. rc. Gab auch mit J.Schulze Winckelmanns Werke, ebd. 1808—1817,8 Bde., heraus. 3) Ernst Heinrich Friedrich,Botaniker, geb. 1781; stndirte seit 1809 in Göttin-gen Philologie, dann Rechtswissenschaft, nahm Theilam Befreiungskriege, stndirte seit 1814 Medici»,wurde 1819 Privatdocent der Botanik, ging 1826nach Königsberg, wurde Director des BotanischenGartens n. 1829 Professor; st. 7. Ang. 1858. Be-sonderes Verdienst hat er sich durch sein historischesWerk: Die Entwickelung der Botanik in ihren Haupt-momenten, Königsb. 1844, erworben; seine übri-gen, theils monographischen, theils pflanzengeogra-phischen Schriften sind von geringerer Bedeutung.4) Joseph, Gründer des Bibliographischen In-stituts, geb. 9. Mai 1796 in Gotha, wo sein VaterSchuhmacher war; lernte die Kaufmannschaft inFrankfurt a. M., gründete in England eine eigeneHandlung, fallirte jedoch n. kehrte 1820 nach Deutsch-land zurück; er errichtete dann auf den Gütern derHerren von Boynebnrg eineGewerbs- u.Hilfsanstaltfür die nothleidenden Weber, die aber nur 3 Jahrebestand, und nun wandte er sich nach Gotha (1824),wo er das Correspondenzblatt für Kaufleute herans-gab, zugleich auch seine Übersetzungen Shakespeare-scher Stücke n. Walter Scottscher Romane erscheinenließ u. 1825 einen eigenen Verlag eröffnete mit derbelletristischen Zeitschrift Noxers Uritiolr (Nrroniolound einem Handbuch für Kaufleute. 1826 gründeteer sodann das Bibliographische Institut in Gothau. New-Dork, zog 1828 nach Hildburghansen n. gabhier nun eine Reihe von Sammelwerken, auch dasUniversum (eine Sammlung von AnsichtenvonStäd-ten u. Gegenden), das M-sche Universal-Conversa-tionslexikon rc. heraus, beschäftigte sich auch mitmannigfachen industriellen Unternehmungen, ohnejedoch einen Erfolg damit zu erzielen u. st. 27. Juni1856. 5) Heinrich August Wilhelm, evangel.Theolog, Exeget, Bruder des Vorigen, geb. 10. Jan.1800 zu Gotha; stndirte zu Jena Theologie, wurde1823 Pfarrer zu Osthausen in Sachsen-Mciningen,1831 in Harste bei Güttingen, 1837 SuperintendentzuHoyaan derWeser, l848Consistorialrath, Pastorxrimnrino an der Neustädter Hof - und Stadtkirche,zugleich Superintendent in Hannover, 1861 Ober-consistorialrath; 1865 trat er in den Ruhestand undlebte zu Göttingen, wo er 21. Juni 1873 starb. Ergab heraus: lnbri az-mbolioi svelsaiao lmtlrsranao,Götting. 1830. Am meisten hat er sich bekannt ge-macht durch seinen kritisch-exegetischen Commentarznm N. T., der durch grammatische Akribie u. bei
schastlich vollkommen unabhängig zu sein, eine Stelleals Bnndeskassier, aber nie eine der ihm angebole-nen Professuren an. Würzburg ernannte ihn 1845zumEhrendoctor. Er st. 2. April 1869 in seiner Va-terstadt. Schon seine ?alasontolo§1oa zur Geschichteder Erden.ihrer Geschöpfe, 1832, hatten den größ-ten Erfolg; die Juraformation Bayerns gab Ver-anlassung zu einem Prachtwerk überdieReptilien ansdem lithographischen Schiefer des Jura in Deutsch-land u. Frankreich, 1859. Schon 1819 hatte er nachFunden zu Solenhofen das Genus Aptychns ausge-stellt, wovon er später acht Species bestimmte. Dieerste Abtheilung seiner Fauna der Vorwelt (1845)enthält die Saugethiere, Vögel und Reptilien ansdem Molassemergel von Öningen, die zweite die Sau-rier des Muschelkalks, Buntsandsteins n. Keupers,die dritte (1856) das Vorkommen dieser Thiere inKupferschiefer u. Zechstein. 1844 veröffentlichte ermit Plieninger Beiträge zur Paläontologie Würt-tembergs. Sehr zahlreiche Abhandlungen enthaltenseine üalaeoArnplnoa, von 1845 an. Er wies 1839das Vorkommen der Vögel in der Kreideformation,
1840 des Nilpferdes im rheinischen Gebiet, 1842des Simosaurns in Deutschland, 1842 den erstenFleischfresser in der Braunkohle von Kepfnach, zahl-reiche Vogelreste im Tertiärkalk des Mainzer Beckensu. dessen Reichthnm an Wirbelthieren, auch von Fle-dermäusen zuerst nach (vgl. Sitzungsbericht der Aka-demie München, 1840, I, 403). 7) Bernhard,Ritter von, österr. Staatsmann, geb. 12. Dec.1810 zu Sursee (Kanton Luzern); zuerst Advocatin Luzern, der liberalen Richtung zugethan, dannAnhänger der Jesuiten u. von der klerikalen Partei
1841 znm Kanzler des Kantons Luzern gewählt.Mit Sigwart Müller wirkte er seit 1844 des. zurBerufung der Jesuiten mit u. gehörte mit diesen zuden Gründern des Sonderbnnds. Er wurde nachder Besiegung des letzteren flüchtig n. nach dreijäh-rigem Aufenthalt in München 1851 nach Österreichberufen, wo er unter Bach die Preßleitung hatte,unter Schmerling ins Innere kam, unter Belcrediaber Vorstand des Präsidialbureaus wurde. UnterBenst pensionirt, starb er 29. Ang. 1874. SeineErlebnisse sind von seinem Sohn, Wien 1875, her-ansgegeben. 8) Johann Georg, nach seinemGeburtsort gen. M. von Bremen, Genrcmaler,geb. 28. Oct. 1813; erhielt seine künstlerische Bild-ung seit 1834 in Düsseldorf und lebt seit 1853 inBerlin. Erst Historienmaler, wendete er sich spätermit Erfolg dem elegischen u. dem humoristischen Fa-miliengenre zu und liebt namentlich die Darstellungvon Scene» aus dem Leben der Kinder, weshalb er
aller Pietät des Verfassers gegenüber der kirchlicheiU auch der Kinder-M. heißt. Er cnltivirt auch mitTradition durch große Unbefangenheit sich auszeich- ^ Glück die Technik des Aguarellmalens. M. verdanktnet. M-s Commentarc zu den 4 Evangelien, seibseinen Ruf namentlich der Anmuth und sorgfältigen1832 zu Güttingen erschienen, haben znm Theil Durchbildung feiner Arbeiten. 9) Leopold von,(Matth. 1876) schon die 6. A. erlebt, ebenso die! ausgezeichneter Pianist, geb. 1816 in Wien; stndirte